Hallo da draußen,
wieder einmal fühle ich mich komplett ausgebrannt und brauche Zeit für mich – um abseits von meiner üblichen Rolle – Softwareentwickler und Vater wieder zu erfahren, wer ich eigentlich bin. Die letzten Monate haben mich immer mehr ausgebrannt, haben mir immer mehr und mehr zugesetzt, aktuell habe ich kaum noch Energie, um konzentriert zu arbeiten und ich fühle mich endlos müde. Eigentlich bräuchte ich Urlaub – Zeit dafür wäre gerade – aber aufgrund von verschiedenen privaten Umständen – muss der Sommer-Urlaub dieses Jahr entfallen.
Auch auf Drängen von B. hin, nehme ich mir Mitte November bis Mitte Dezember mal wieder eine Auszeit und werde angefangen von Chiang Mai aus, Thailand und diesmal auch Laos zu bereisen.
Den Fokus lege ich diesmal wirklich darauf, komplett runter zu kommen, d.h. wirklich ruhige, chillige Orte zu besuchen, Orte wo ich einfach nicht rund um die Uhr getriggert werden, irgendetwas zu machen, sondern tatsächlich stundenlang Zeit haben werde, sich mit mir selbst zu beschäftigen.
Dazu gehört als eines der Highlights, 2 Tage auf dem Mekong in einem Slow Boat zu verbringen (mit Zwischenübernachtung in einem Hotel / Guesthouse, …) – die Seele baumeln zu lassen, mich zu entspannen, Energie zu tanken und einfach wieder meine Mitte zu finden.
Ich werde mal schauen, dass ich mir auch wieder Literatur mitnehme, die mir hilft, meine Dämonen zu analysieren und mit mir zu arbeiten.
Aber natürlich werde ich auch Fotos machen und wahrscheinlich sogar einige Videos, die ich dann auf youtube hochladen werde. Vielleicht sogar einen kleinen Reisevlog – mal schauen. Die letzte Zeit schaue ich wöchentlich muchogustl – ein Bayer, der mit seinem 50 Jahre alten Wohnmobil Richtung Indien fährt. Das schürt so ein Fernweh in mir… Aber ich schweife ab…
Die Flüge für November/Dezember hin- und zurück sind schon gebucht – hin geht’s am 15.11.2026 mit 21 Stunden Zwischenstopp in Shanghai – einfach mal schnuppern, wie sich China so anfühlt, ich hätte den Flug auch anders legen können, aber ich habe dann explizit den Zwischenaufenthalt so gebucht, so dass ich 1. die Möglichkeit habe, ausgeruht in Chiang Mai anzukommen und eben mal wenigstens ein oder zwei Hotspots von Shanghai zu erleben. Vielleicht ist das ja dann das nächste Ziel – wer weiß. Zurück geht es dann am 18.12. nach aktuellem Stand früh 3 Uhr, dann bin ich gegen Nachmittag wieder in Frankfurt (mit Zwischenstop in Doha).
Aktuell habe ich einen groben Fahrplan – bin mir aber gegen Ende der Reise noch nicht sicher, ob ich nach mehreren Tagen Laos dann auf laotischer Seite weiter reise, oder dann doch eher nach Thailand zurückkomme und dann die Isaan-Region bereise. Mal schauen.
Grob sieht meine Reise so aus:
- Flug nach Chiang Mai – mit 1 Nacht Zwischenstopp in Shanghai
- nach ein paar Tagen Chiang Mai – 1 Nacht Chiang Rai
- Fahrt nach Chiang Kong und Grenzübertritt nach Laos (Huay Xai)
- 2 Tage Slow Boat nach Luang Prabang mit Zwischenstopp in Pak Beng
- wenige Tage in Luang Prabang und Fahrt nach Nong Khiaw
- einige Tage in Nong Khiaw wahrscheinlich mit Wanderung / kleinere Ausflüge (vielleicht auch nach Muang Ngoy)
- zurück nach Luang Prabang und direkt nach Vientiane
- so um die 2 Tage Aufenthalt dort
Danach weiß ich noch nicht genau, das entscheide ich dann spontan. Vielleicht weiter in Laos am Mekong entlang über Savannakhet nach Pakse, dort noch ein paar Tage Aufenthalt und dann zurück nach Thailand nach Khong Chiam, Ubon Ratchathani und am Ende nach Bangkok oder eben dann Grenzübertritt von Vientiane aus um dann die Isaan-Region zu erkunden. Mal schauen.
Vielleicht aber auch kurz noch in Kambodscha vorbei, um mir Angkor Wat anzuschauen – ich bin mal wieder ziemlich unsicher, was ich machen sollte.
Die letzten 2 oder 3 Tage dann noch Bangkok und dann geht es am 18.12. wieder zurück nach Deutschland, so dass ich am 19.12. zum Geburtstag vom „Kleinen“ und zu Weihnachten wieder da bin.
Ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten.
Ich freue mich riesig auf Chiang Mai, damals hatte es mir diese Stadt ja wirklich angetan – diese tollen Nachtmärkte, das Zoe in Yellow, einfach auch aufgrund der Gegend mit Dschungel, Zipline-Abenteuer, Tempeln und der Wanderung habe ich mich damals echt in diese Stadt verliebt. Mal schauen, was sich so in den letzten acht Jahren verändert hat – inzwischen ist die Stadt ja ein Zentrum für Digital Natives geworden, mal sehen, ob / inwieweit das das Stadtbild verändert hat.
Aber auch auf Laos freue ich mich riesig – ich denke mal, alles wird noch viel ruhiger, als in Thailand, entspannter und relaxter. Ideal also, um die Seele baumeln zu lassen und sich wirklich nur mit mir selbst zu beschäftigen, mal endlich wieder meine innere Mitte zu finden, die tausend Stimmen in meinem Kopf abzustellen, die mir laufend erzählen, was ich zu machen habe. Und mal eine Zeit lang aus dem Hamsterrad zu entkommen, diesem langsam immer durchgeknallteren Deutschland und auch mal aus meiner ganzen Umgebung, in der ich immer das Gefühl habe, mich komplett zurücknehmen zu müssen und alles was ich bin für andere opfere, um es Ihnen dann recht zu machen und irgendwie gemocht und anerkannt zu werden.
Ja, in diesem Hamsterrad bin ich wieder gefangen, aus dem muss ich dringend raus – und einfach zu mir finden.
Auch wenn 1 Monat da fast zu wenig ist und vor allem die Etappen schon fast sportlich sind, werde ich etliches an Zeit haben, mich zu entwickeln, vielleicht auch ein paar Leute treffen / kennenlernen und mich noch etwas zu vernetzen.
Auf alle Fälle halte ich Euch auf dem Laufenden.