Wie es mir so geht

Hallo da draußen,

seit langem mal wieder ein Post von mir, nachdem es etliche Wochen / Monate still gewesen ist. Die letzten Wochen waren recht arbeitsintensiv aber auch privat hatte ich einfach viel zu tun. Neben meinen regelmäßigen Fitnessstudio-Besuchen, die sowohl vom Körperbau als auch vom Gewicht auf der Waage Wirkung zeigen, versuche ich nun möglichst viel in der Freizeit zu machen. Entweder Wandern gehen mit Ines & Co, letztes Wochenende war ich Squash spielen, nächste Woche startet meine erste Tai Chi-Stunde. Dann fahre ich öfter auch mal Fahrrad, ein Wochenende bin ich bis Bad Schandau geradelt, ein anderes Wochenende mal in die Dresdner Heide. Klar wäre es schöner gewesen, das mit jemandem zusammen zu machen, aber allein tat es auch ganz gut.

Im Fitnessstudio bin ich zumindest nicht mehr ganz alleine, manchmal treffe ich Rene einen Ex-Arbeitskollegen und zumindest mit Daniel, einem der regelmäßig geht, habe ich mich auch mehr oder weniger angefreundet. Mal schauen, so wie es aussieht, gibt es auch jemanden bei Facebook, mit dem ich möglicherweise ab und zu trainieren gehen kann.

Letztes Wochenende war mal wieder ein Wanderwochenende, bei dem auch ein Stieg dabei war. Das hatte ich bisher noch nicht gemacht, sah ziemlich krass aus, so 70° Steigung und dann nur ein paar Ösen, an denen man sich festhalten konnte. Trotzdem haben wir es geschafft und am Ende war es ein extrem befreiendes Gefühl, wieder ein Stückchen über sich hinaus gewachsen zu sein und solch einen Anstieg geschafft zu haben. Und Spaß hat es auch extrem gemacht.
Die darauf folgende Panorama-Aussicht hat dem ganzen das Sahnehäubchen aufgesetzt.

War schon eine tolle Wanderung.

Was gibt es sonst so? Heute nehme ich an einem Seminar teil, was sich mit Selbst-Bewusstseins-Coaching und Kommunikationstraining beschäftigt. Ich bin echt mal gespannt wie das wird, auch wenn ich etwas Bauchschmerzen davor habe. Trotzdem erhoffe ich mir, auch darüber mein inzwischen schon ziemlich gewachsenes Selbstbewusstsein noch weiter zu stärken und vor allem auch Methoden und Ideen zu finden, meine leichte Menschen- und Kommunikationsscheue im Privatleben besser in Griff und überwinden zu können.

Beziehungs- und familientechnisch läuft es so lala. Inzwischen schmeiße ich einen Großteil des Haushalts, zumindest das was die Woche über anfällt. Ich wünschte mir, dafür ein wenig Anerkennung zu bekommen, aber irgendwie wird das immer komplett selbstverständlich genommen. Das würde mich ja nicht stören, wenn S. mir nicht regelmäßig durch ihr Tun vorhalten würde, alles falsch zu machen. Beispiele: Bettwäsche in der Mittagspause aufgehängt – als ich Abends zu Hause ankomme – hat sie das ganze komplett anders hingehängt – warum? Weil es dadurch 10 min eher trocken ist?
Oder ich räume den Geschirrspüler ein, will ihn anstellen, dann ordnet sie alles noch mal komplett neu. Warum? Nur weil dann 2 Sachen mehr reinpassen? Bringt doch aber nichts, wenn man sowieso mehr als 2 Dinge hat, die in die nächste Maschine müssen. Oder sie regt sich auf, dass Einkaufsbeutel, die wir komprimiert in einen Beutel packen nicht so zusammengelegt sind, wie sie es gern haben möchte. Ist das so schlimm?
Dadurch komme ich mir manchmal ziemlich minderwertig vor – einfach so, als könnte ich nichts. Ich weiß zwar, dass Sie das nicht so meint, trotzdem nagt es irgendwie an dem Selbstwertgefühl.
Ich habe das Gefühl, dass sie noch viel schlimmer von dem ungesunden Perfektionismus betroffen ist, als ich damals.  Ohne mein inzwischen stark gewachsenes Selbstbewußtsein wäre ich da vermutlich längst wieder in der Depression, wahrscheinlich war da damals sogar eines der Auslöser, warum ich so tief gefallen bin.
Im Bett läuft auch irgendwie seit Monaten mal wieder nichts mehr. Das ist nicht unbedingt schön, aber inzwischen habe ich einfach aufgegeben mich in diesem Sinne zu bemühen, da das Gefühl, laufend die kalte Schulter gezeigt zu bekommen schlimmer ist, als sich einfach damit abzufinden und ihre Unlust zu akzeptieren.

Sportlich geht es auch vorwärts – meinem Ziel, mindestens einen Klimmzug bis Mai zu schaffen, komme ich näher – an der Klimmzugmaschine konnte ich schon mit nur 21 kg Unterstützung zwei Klimmzüge schaffen. Mein neuer Trainingsplan zielt sogar darauf hin, das mal irgendwann zu schaffen, mit gesprungenen Klimmzügen, die ich dann solange wie möglich halten soll und Liegestützen. Noch ist es ein langer Weg, aber auch an den Geräten, die ich trotzdem noch 1x die Woche mache, merke ich, dass meine Muskeln immer besser trainiert sind und ich die Gewichte regelmäßig erhöhen kann. Absolut cool.

Für meine Seele bin ich jetzt viel in Facebook unterwegs in verschiedenen Foren, die sich mit Gefühlen und der Seele beschäftigen, aber eben auch Gruppen, über die man etwas in Dresden unternehmen kann. Vieles habe ich zwar noch nicht genutzt, aber das ergibt sich schon noch.
Das einzigste was ich aktuell vermisse ist es, mal wieder zu elektronischer Musik zu tanzen, aber das werde ich die nächsten Wochen auch mal wieder in Angriff nehmen.

Zusammengefasst – alles in allem geht es mir wirklich gut.

Neue Erkenntnisse

Hallo Welt da draußen,

ein neues Jahr hat begonnen, ein wirklich ereignisreiches Jahr 2018 liegt nun hinter mir. Die positive Energie nach der Thailand-Reise ist etwas abgeklungen, die letzten Wochen und Monate waren ziemlich wild, was so das Emotionale angeht. Viele viele glückliche Tage liegen hinter mir, aber daneben gab es auch Tage, die ich ziemlich zu kämpfen hatte und die mir seelisch zugesetzt haben.
Nichts desto Trotz habe ich meine positive Grundeinstellung nicht aufgegeben und versuche täglich mit einem Lächeln im Gesicht durchs Leben zu gehen.

Trotzdem fällt es an manchen Tagen echt schwer, vor allem, wenn man um jede Zuneigung der Menschen um mich herum kämpfen muss.

S. hat vor kurzem entschieden auch mal, zumindestens eine Woche, Auszeit zu nehmen, um wieder zu sich zu kommen, das finde ich echt gut und bestärke sie dabei wie es nur geht. Ich hab gemerkt, dass es Ihr psychisch echt nicht gut ging und hoffe, dass ihr das hilft. Allein schon der Ausblick darauf hat vieles schon besser gemacht.

In Vorbereitung auf die Auszeit und auf Bali im Sommer, war sie neulich bei Thalia und hat einige Bücher über Bali und Barcelona (wo sie ihre „Auszeit“ verbringen will) mitgebracht.

Bei den Bali-Büchern war aber auch mal ein neues „Sinn des Lebens“-Buch dabei:

„Laurent Gounelle: Der Mann, der glücklich sein wollte“

Ich hab mir das gleich geschnappt und angefangen zu lesen. Lustigerweise spielt das Buch (zumindest bis dahin, wo ich gelesen habe) in Bali. Es regt, ähnlich wie die „Cafe am Rande der Welt“-Bücher dazu an, mal in sich reinzusehen.

Das habe ich auch getan, die letzte Zeit habe ich doch eher vernachlässigt achtsam mit mir zu sein und zu meditieren.
Ich habe mal so in mich reingehorcht, leider habe ich mitbekommen, dass alte Gewohnheiten in mir aufkommen, die ich eigentlich über Bord werfen wollte, da sie mir nicht gut tun.

Vor einigen Wochen habe ich wieder mit Computerspielen angefangen, erst Subnautica, kurzzeitig etwas Arc nun wieder Skyrim. Ich merke, wie der Drang, das zu tun, immer stärker und stärker wird.
Ich fliehe in Fantasie-Welten um mit computergenerierten Charakteren soziale Interaktion zu haben, Anerkennung von eben diesen Charakteren zu bekommen, für Dinge, die nicht real sind. Nach dem Hereinschauen in mich selbst, merke ich, wie surreal das eigentlich ist. Warum brauche ich computergenerierte Charaktere zur Interaktion, wenn das in der echten Welt doch eigentlich besser geht?

Ich merke, wie schmerzlich ich Freunde vermisse, Leute mit denen ich reden und mit denen man mal ein Bier trinken gehen kann. Wahrscheinlich flüchte ich mich deswegen in die Scheinwelt, weil ich zumindest dort das Gefühl habe, gemocht zu werden. Warum fällt es mir manchmal so schwer neue Leute kennenzulernen / auf sie zuzugehen?

So wie es aussieht, hat das neue Buch da ein auch paar Antworten darauf. Ich bin echt gespannt, ob ich mir neue Erkenntnisse aus dem Buch ziehen kann.
Auf alle Fälle freue ich mich auf die nächsten Wochen und Monate. Im Februar geht es mit den Jungs nach Ägypten, mal zwischendurch etwas Sonne tanken und es uns gut gehen lassen.

Und wie bereits geschrieben, geht es im Juli nach Bali – Flüge hinzu sind bereits gebucht.
Arbeitstechnisch bin ich inzwischen komplett frei – realisiere komplett allein ein Projekt in meinem eigenen Büro. Auf der einen Seite tut das echt gut, alles selbst in der Hand zu haben, auf der anderen Seite ist es teilweise etwas einsam. Aber ich denke, das wird schon. Immer das positive bewahren.