Wider dem Schweinehund

Hallo da draußen,

der letzte Blog-Eintrag ist wieder mal relativ lange her. Inzwischen ist schon Mitte Mai – vor einem Jahr war ich da gerade in Thailand – wie schnell doch die Zeit so vergeht, ist echt irre.

Im Herbst war ich mal bei meinem Hausarzt, der mir leider mitteilen musste, dass die überhöhten Blutzuckerwerte nun doch wirkliche Diabetes (Typ 2) ist. Glücklicherweise ist das erst eine anfängliche Form – noch benötige ich keine Tabletten, sondern es wurde erst einmal angeraten, etwas mehr auf meine Ernährung zu achten und ein paar Kilo abzunehmen. Rein von der Ernährung versuche ich ja darauf zu achten – esse die Woche über nur Apfel und etwas Möhre zum Frühstück, was auch dazu führt, dass ich mein Gewicht im Großen und ganzen halte. Alkohol vermeide ich inzwischen auch immer öfter, das letzte Bier ist nun schon zwei Wochen oder so her. Trotzdem ging das Gewicht in den letzten April-Wochen dann leider in die falsche Richtung. Da ich als Softwareentwickler nun doch fast ausschließlich sitze und kaum Bewegung habe, muss ich nun doch wohl etwas Sport machen.

Eigentlich war ich schon immer ein Sportmuffel, vor allem als Kind / Jugendlicher hatte ich mit Sport soviel am Hut, wie (normale) Katzen mit Wasser – nämlich gar nichts. Daher war ich auch wirklich schlecht in Sport – meist so zwischen 3 und 4 – bis auf Ausdauerlauf war Sport mein absolutes Hass-Fach. Das einzige was mich eigentlich bis auf Ausdauerlauf interessierte war Karate / Kampfsport, was ich mir anhand von Büchern ein wenig selbst beigebracht hatte und 2005/2006 noch in Leipzig im Fit&Fair als Kurs belegt hatte. Als wir dann nach Dresden umzogen, war das dann aber leider erst mal vorbei.

In München, im BMW-Projekt, habe ich dann einige Wochen  im McFit trainiert, irgendwann war dann aber keine Zeit mehr und der Einsatz in München sowieso beendet. In Dresden machte dann zwar kurze Zeit später sogar ein McFit auf, das aber ziemlich weit weg vom Schuss ist. Daher hatte ich ehrlich gesagt keine Lust, regelmäßig meine 15-20 min Fahrtweg (mit dem Auto) hinzugondeln, um dann 1,5 h zu trainieren.
Also habe ich irgendwann die Mitgliedschaft gekündigt.

In Rettenbach habe ich mal eine Zeit lang gejoggt, eine Saison lang um genauer zu sein – das tat wirklich gut, aber als es dann Winter geworden ist, habe ich es dann fallen lassen und die nächste Saison leider nicht wieder angefangen.

Seitdem habe ich eigentlich keinen Sport mehr gemacht – mal Umzug und ständiges Treppen-Steigen in den 5. Stock ausgenommen 😉 .

Letztes Jahr in Thailand bin ich dann wirklich fast täglich mehrere km durch die Gegend gelaufen, gewandert bzw. spaziert. Dann kam ja leider mein kleiner Motorroller-Unfall, wodurch ich das Laufen eine Zeit lang aufgeben musste. Trotzdem hatte ich durch das viele Laufen dann am Ende ca. 5-6 kg abgenommen, worüber ich echt froh bin.

Als es mir wieder etwas besser ging, bin ich öfter mal mit dem Fahrrad auf Arbeit gefahren, aber da das Fahrrad eigentlich nur das alte Rad von S. ist / war, was eigentlich für mich viel zu klein war und bei dem auch Bremse und diverse Teile defekt sind, war mir das irgendwann zu gefährlich / anstrengend.

Jetzt, da endlich wieder Frühling geworden ist, habe ich die eine, lange vor mich hergeschobene Sache, endlich in Angriff genommen und habe mir ein neues Fahrrad gekauft. Da ich ja auch (aktuell) kein eigenes Auto habe, fahre ich so nun die Strecken mit dem Rad. Die ersten Touren waren etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen bin ich echt happy über mein neues Fahrrad.
So spare ich mir auch viel Geld für die Öffis und habe auch noch etwas Bewegung.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich mich dann Ende April noch entschlossen, mal ein Probetraining im FitX im WTC zu machen, was mich so begeistert hat, dass ich mich dann am 03.05. dort angemeldet habe.

Meine erste Trainingswoche ist nun vorbei, ich bin froh, dass ich meinen Schweinehund überwinden konnte und nun endlich etwas aktiver werde. Ich muss sagen, die erste Woche hat mich echt „angefixt“ – die Bewegung und das Training taten so gut, so dass ich mich an Tagen, wo ich keine zusätzliche Bewegung bekomme, irgendwie danach sehne und beinahe schon stinkig werde. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Sport-Muffel mal „süchtig“ nach Bewegung werde, aber es ist tatsächlich so. Und auf der Waage hat sich das auch schon etwas bemerkbar gemacht – knapp 1 kg in einer Woche ist echt nicht von schlechten Eltern. Außerdem fühle ich, wie dadurch auch mein Selbstvertrauen wieder steigt. Und das ist ein tolles Gefühl.

Wird Zeit den Faulenzer-Wochenenden endlich den Kampf anzusagen und daraus Fitness-Wochenenden zu machen. Ist viel besser für Psyche und Physe. Auf zur neuen Lebensfreude dank Sport.

Das Glück des Vaterseins genießen

Ach, wie schön ist es doch glückliche, lachende Kinder zu erleben, die an Dingen Spaß haben, die man selbst früher als Kind gern gemacht hat. Sie vor Spaß krietschen zu hören, wenn sie Wasserrutschen herunterrutschen, sie wild im Pool plantschen zu sehen oder die Begeisterung zu erleben, wenn sie andere Autos beim Auto-Scooter rammen.

Da überkommt mich so ein warmes, wohliges Gefühl im ganzen Körper, so dass man einfach gar nicht anders kann, als sich wirklich glücklich zu fühlen.

Es fühlt sich toll an, Papa zu sein, einfach Dinge zu tun, um meinem Kind Freude zu bereiten, es zum Lachen zu bringen und in seine freudesstrahlenden Augen zu blicken.
Es war eine wirklich tolle Entscheidung mal einen Urlaub mit unserem jüngeren allein zu machen, uns nach der jahrelangen Pendelei wieder näher zu kommen, so dass ich nach dem Monat in Thailand nun auch die Freuden des Vaterseins in vollen Zügen zu genießen kann.

Obwohl es nach der Germania-Pleite nicht so aussah, dass wir doch noch in den Urlaub fliegen, haben wir dann zumindest zu zweit doch noch einen halbwegs akzeptablen Flug ins gleiche Hotel (Serenity Fun City) in Ägypten bekommen – ich bereue keinen Augenblick, dass wir das gemacht haben.

Jeden Tag laufe ich mit strahlendem Lächeln durch die Gegend – einfach weil sowohl unser jüngster, als auch ich die Zeit gemeinsam genießen.

Ich wünschte, die Zeit hier wäre noch etwas länger, denn auch wenn hier vieles nicht perfekt ist – was eben auch gut ist – fühlt es sich doch echt toll an.

Komischerweise musste ich zurück an vorletztes Jahr in Lanzarote denken, wo wirklich ziemlich viel schief gelaufen war, wir wurden umgebucht in das Nachbarhotel, wo das Zimmer komplett abgewohnt, eine 70’er Jahre Klappcouch für unsere beiden Jungs das Bett sein sollte, das Laminat im Zimmer komplett kaputt war und neben dem schlechten Zimmer auch das Essen ziemlich Mist war. Als wir dann auch noch komplett verarscht wurden d.h. uns täglich ein besseres Zimmer oder der Hotelwechsel zwar in Aussicht gestellt wurde, dann am nächsten Tag niemand was davon gewusst hat, haben wir dann das Hotel verlassen und haben uns dann in eine Villa einquartiert, die dann bei weitem besser war, als das abgeranzte Hotel. Ich selbst fand zumindest das Essen gar nicht so schlecht, aber durch die Blockadehaltung von S., der Essensverweigerung von unserem Großen und der dauerhaften Negativ-Sicht von den beiden, hat mich das so unter Druck gesetzt, dass es auch für unseren jüngsten und mich zum Albtraum wurde.
Sicher gibt es auch hier in dem Hotel ein paar Mängel, ein paar lose heraushängende Kabel, teilweise nicht abgewischte Fingerabdrücke bei der Reinigung, ca die Hälfte des Haupt-Pools war eine Baustelle und die Animation hätte auch abwechslungsreicher sein können, aber trotz oder vielleicht sogar wegen dieser kleinen Mängel ist das Hotel umso liebenswerter.

Vor allem das schier unendliche Angebot an Dinge für die Kinder – Wasserrutschen, 2h kostenlose Rummel-Nutzung für die Kinder, toller Sandstrand, Schnorchel-Riff, Game-Room, 6D-Kino, Billards, u.v.m. haben keine wirkliche Langeweile aufkommen lassen. Echt ein Traum.

Während der Mahlzeiten habe ich auch mal etwas Zeit verbracht, die Leute zu beobachten. Da gab es verschiedene Leute, die trotz Urlaub total gestresst waren, z.B. ein französisches Pärchen mit 2 Kindern, dem dritten bereits unterwegs, bei dem die Mutter sichtlich mit allem überfordert war, trotz Hilfe vom Vater und der mitgereisten (Schwieger-)Mutter. Oder Familien, bei denen die Kleinstkinder am Tisch allein gelassen werden und die Kinder sich dann solange mit Messer und Gabel duellieren, bis z.B. ein Kind mit der Gabel in den Kopf  gestochen wird.

Bei einer Situation musste ich jedoch zwangsläufig wieder an die eigene Kindheit / Jugend denken. Eine vierköpfige Familie, mit einem jugendlichen Sohn, so ca. 15 Jahre alt und einer ca. 9-jährigen Tochter hatten einen Tisch schräg gegenüber. Der Vater kam an den Tisch, der Sohn war noch unterwegs etwas zum Frühstück zu holen. Der Sohn kommt mit einem Omlett an, auf einmal fängt der Vater an, den Sohn so dermaßen herunterzumachen, weil er wohl – das Omlett schien also für den Vater gewesen zu sein – ein paar Dinge vergessen hatte – Toast,…
Die Familie waren Deutsche, so konnte ich alles verstehen. So fing der Vater an, dem Sohn vorzuwerfen, dass er ja nix auf die Reihe bekommen würde, er zu nichts wert ist, er trotz seiner angeblich klaren Anweisung nur das eine mitgebracht hätte und ja jeder andere das viel besser hinbekäme. Am liebsten wäre ich zum Tisch gegangen und hätte den Vater mit den gleichen Worten beworfen, wie er seinen Sohn, z.B. warum er zu faul oder zu blöd ist, sein Essen selbst zu holen, usw.

Nach der Standpredigt des Vaters habe ich dann den Jungen noch eine Weile beobachtet und viele Dinge wiedererkannt, die auch ich durchgemacht habe. Nervöses Zucken der Beine, Blick nach unten gesenkt, um am liebsten im Boden zu versinken und alles in sich reinzufressen. Ich habe mich dem Augenblick so geschämt (Ost-)Deutscher zu sein, zumal die Familie dem Dialekt her wohl auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg zu kommen schienen.

Der Junge tat mir echt total leid – so heruntergemacht zu werden und gesagt zu bekommen, nichts wert zu sein, hat niemand verdient. Wirklich grausam, wie manche Eltern mit ihren Kindern umgehen.

Auf Facebook habe ich dann aufgrund meines Abos von MasterYourMind einen Vorschlag bekommen, den ich gleich weiter geteilt habe,  in dem der Wert jedes Menschen noch einmal bekräftigt wird. Wie schön, dass es solche Mental-Coaches gibt, die einen durch kurze Videos wieder Kraft und Mut geben.

Schön, dass ich meine eigene Phase der Minderwertigkeit überwunden und mich lieben gelernt habe, nihct nur als Softwareentwickler und Vater, sondern auch als Mensch an sich. Dass ich etwas wert bin, egal was die anderen sagen. Das tut gut.
So aufgeschlossen kommt man spannenderweise auch den anderen Menschen näher. Ich habe mich hier ein wenig mit einem der Tour-Promoter angefreundet, eine echt tolle Sache. Nun sitze ich an diesem Traum von Strand, höre den Wellen beim Rauschen und dem Junior beim Schlafen zu :-).

Ach könnte dieser Moment doch nie enden.

Drunter und drüber aber trotzdem happy

Hallo alle zusammen,

die letzte Zeit ging es irgendwie ziemlich drunter und drüber. Im August letzten Jahres hatte ich eine Pauschalreise nach Ägypten für die Winterferien für meine Kinder und mich gebucht, am 19.02.19 hätte es losgehen sollen. 14 Tage bevor es losgehen sollte, kamen ganz brav die Voucher – einen Tag später dann die Meldung, dass Germania insolvent ist und keine Flugzeuge mehr abheben. Und bei welcher Airline hatte ich gebucht – natürlich bei Germania. So gab es ein Bangen und Hoffen, irgendwann habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und den Reiseveranstalter angerufen, die haben sich zwar um einen Flug gekümmert, aber am Ende war der so ungünstig- Abflug in beide Richtungen jeweils mitten in der Nacht – am Abflugtag wären wir erst nach Mitternacht (also am nächsten Tag) angekommen, dafür wären wir am Rückreisetag schon 2:00 Uhr losgeflogen, hätten also insgesamt über einen Tag verloren / weniger und trotzdem hätten wir dann 105 Euro Aufpreis zahlen sollen – keine wirklich tolle Option.
So habe ich die Reise erst einmal (glücklicherweise kostenfrei) gecancelt. Irgendwie war das ein echt blödes Gefühl, mit dem Wissen, unseren Junior zu enttäuschen (vor allem unseren jüngsten).

S. war auch sichtlich enttäuscht – sie wollte die freien Tage von uns nutzen, um mal unser Bad neu zu gestalten. Ich habe zwar die Befürchtung, dass Sie sich da gnadenlos übernimmt und in einer manischen Phase sich viel mehr auflädt als sie schaffen kann. Ich hätte ihr ja geholfen, aber irgendwie wollte Sie das nicht – warum auch immer.

Nach vielem Hin- und Her habe ich dann aber doch noch einen sinnvollen Ersatz gefunden, nun fliege ich nur mit unserem jüngsten, der Große möchte lieber die Ferien für Fahrschule nutzen, einen Tag später ab Leipzig in den gleichen Ferienclub. Zwar ist meine Kreditkarte am Glühen (solange noch nicht das Geld von der ursprünglich gebuchten Reise zurückgebucht ist), aber zumindest habe ich nun wieder ein gutes Gewissen, meinen Kleinen nicht enttäuschen zu müssen. Und S. hat dann auch gleich wieder bessere Laune bekommen.

Letzte Woche war ich mal wieder in Bayern unterwegs, es war mal wieder ein tolles Gefühl, da unten zu sein – mal unter Leuten zu sein, anstatt allein im Büro zu hocken und maximal am Telefon mal mit ein paar Leuten zu reden. Am letzten Abend hat uns dann der Chef mal noch zu einem Umtrunk eingeladen, an dem ich definitiv zu viel getrunken hatte und am nächsten Tag mit einem übelsten Kater aufgewacht bin und mir den ganzen Tag schlecht war. Ich werde nie wieder Goaßn trinken, ein übelstes Biermischgetränk aus dunklem Bier, Weinbrand, Cola und Kirschlikör. Irgendwie hat mir das echt den Rest gegeben. Trotzdem hat es am Ende echt Spaß gemacht, unten zu sein.

Trotz aller Hin- und Her und diversen Stress geht es mir echt gut – ich fühle mich glücklich und zufrieden, mal von etwas finanziellem Engpass abgesehen.

Interessanter Beitrag

Hallo,

ich habe in Facebook die Beiträge von „Master your Mind“ abonniert, in dem Isa viele Dinge über Glücklichsein und das Innere Wachstum erklärt und mir schon in diversen Dingen die Augen geöffnet hat.

Heute habe ich mal wieder geschaut und einen recht provokant klingenden aber durchaus hochinteressanten, aufweckenden geteilten Artikel: „Warum du nicht am Leben bist“ gefunden.

Den will Euch natürlich nicht vorenthalten:

Warum du nicht am leben bist

Echt genial der Artikel und sowas von wahr, dass es schon fast weh tut. Aber wenn man wie im Artikel Schritt für Schritt Veränderungen einleitet, erlangt man Tag für Tag mehr und mehr Lebensfreude. Auf das wir mehr Zufriedenheit und Glücklichkeit im Leben erreichen.

Kultur-Wochenende

Hallo da draußen,

seit langem waren S. und ich mal wieder aus, am Wochenende dann gleich 2x. Am Freitag sind wir in ein klassisches Konzert gegangen – die Vier Jahreszeiten von Vivaldi, eine kleine Nachtmusik von Mozart und ungarische Tänze von Brahms und slawische Tänze von Dvorak. Gespielt vom neuen Hamburger Philharmonie-Orchester.
Ich glaube, das war mein erstes klassisches Konzert seit den Schüler-Konzerten, d.h. mein letztes klassisches „Live-Konzert“ war nun bestimmt knapp 25 Jahre her. Gespielt wurde in der Lukaskirche, an der zwar gerade gebaut wird, aber trotzdem war die Location wirklich gut.

Das Konzert war echt der Hammer, die Hamburger Philharmoniker haben wirklich was drauf. Vor allem bei Vivaldis Herbst habe ich dann gleich mal richtige Gänsehaut bekommen, bei der ersten Zugabe, bei „Palladio von Karl Jenkins“ haben meine Glücksgefühle noch mal einen extra Schub bekommen.

Am Samstag gab es dann den „krassen“ Gegensatz, S. hat mich zu einem Konzert von „Coma Alliance“ und „In Strict Confidence“ eingeladen – beides Dark Wave-Bands.
Das Konzert war in der Reithalle Strasse E. Irgendwie hat die mich so extrem an die Muffat-Halle erinnert, in der ich im Winter 2010 in München zum Underworld-Konzert war. Dadurch wurden tolle Erinnerungen hoch, auch wenn ich beim Konzert damals allein war, diesmal mit Begleitung.

Als wir ankamen, spielte schon „In Strict Confidence“ – irgenwie sind wir aufgrund Parkplatz-Suche und Abendessen machen wohl einen Tick zu spät da gewesen.
Obwohl ich die Band weder vom Namen her kannte, Darkwave eigentlich auch nicht so zu 100% meine Musik ist, war dieser Auftritt schon wirklich fantastisch. Die Sounds, in denen man auf alle Fälle die Ursprünge des Techno heraushören könnte, erzeugten schon die ersten Glücksgefühle. Die Performance der Künstler war auch nicht von schlechten Eltern die heiße Gitarren-Lady in Lack und Leder und die wirklich gute Video-Untermalung haben die Halle schon ganz schön angeheizt.
Leider war (vielleicht auch aufgrund unserer Verspätung) der Auftritt nach ca. 15-20 min vorbei, obwohl ich schon noch gern ein paar mehr Lieder gehört hätte.
Dann gab es wie üblich eine kurze Pause, das neue Set wurde aufgebaut und dann kam der eigentliche Auftritt von „Coma Alliance“.
Die kannte ich zumindest vom Namen her – S. hatte mir da schon mal 1-2 Lieder vorgespielt und die fand ich wirklich nicht schlecht.
Während des Auftritts hat dann die ganze Halle gebebt – ich habe die positiven Vibes in mich aufgenommen und eben auch getanzt, soweit es der Platz zuließ. Auf alle Fälle haben mich da die Glücksgefühle überflutet, einfach der Hammer.
Etwas nervig waren die vielen Smombies, die trotz des Konzerts die ganze Zeit am Smartphone hingen. Sicher gehört das zur modernen Gesellschaft ein wenig dazu, aber irgendwie wünsche ich mir manchmal die alten Zeiten herbei, in denen nicht überall am Handy gehangen wird, vor allem nicht bei Konzerten.

Nach dem atemberaubenden Konzert gab es dann noch After-Party auf 2 Floors. Die war dann eher so mau. Die Musik war ja so nicht schlecht, aber die DJ’s waren nicht allzu talentiert. Der DJ auf dem Haupt-Floor mixte dann öfter mal nach harten Darkwave-Beats plötzlich langsame Schmuse-Musik rein, die Gegensätze waren mir dann wirklich zu krass.
Der DJ im Bunker hat sich da zwar mehr Mühe gegeben, hat aber die Basics, nämlich das Beatmatching nicht ganz so gut hinbekommen, so dass dort die Übergänge teilweise ziemlich gruselig klangen.
So verließen wir dann irgendwann etwas genervt gegen 0:30 die Party.

Trotzdem war es ein absolut geniales Wochenende, was uns beiden viel Freude bereitet hat und meinen Glücks-Vorrat erst mal wieder aufgefüllt hat.

Macht’s doch auch mal so, geht zu Konzerten und lasst Euch von der positiven Energie der Fans und Musik-Liebhaber mitreissen und nehmt diese als Lebensfreude in Euch auf.

Momentaufnahme

Hallo Welt da draußen,

die Zeit vergeht wie im Flug, inzwischen sind bereits fast 4 Monate seit der Rückkehr ausThailand vergangen. Viel hat sich verändert, vieles aber auch geblieben.

Wie es mir so geht? Psychisch geht es mir wirklich gut.
Meine Psycho-Therapie ist inzwischen beendet, ich muss zugeben, manchmal fehlt es mir, mich mit jemanden auszutauschen und meine Sorgen anzuvertrauen, trotzdem komme ich ohne Probleme klar.

Auch wenn ich aktuell relativ viel Stress um die Ohren habe – vieles parallel fertig machen soll, bringen mich die Dinge nicht mehr so aus dem Gleichgewicht, wie noch vor meiner Thailand-Reise. Manchmal bin ich ärgerlich, das verfliegt aber schnell wieder, manchmal gibt es auch etwas Zoff mit S., aber ich nehme das nicht mehr so persönlich, lasse ihr die Möglichkeit das mal rauszulassen, sie hat ja auch regelmäßig Stress und Ärger auf Arbeit.
Ich habe auch keine Angst mehr, ärgerlich zu sein, denn ich weiß, dass ein paar Minuten später alles wieder chic ist.

Dafür genieße ich die schönen Dinge, dieses warme wohlige Gefühl zu wissen, dass es den Kindern gut geht, dass vor allem der Große in seiner neuen Schule richtig aufblüht, sich gefordert fühlt und seinen Weg geht.

Auf meiner Arbeit gehe ich alles nun ruhig an, gestehe mir selbst auch mal Fehler ein und fühle mich nicht mehr für alles schuldig, egal, ob es nun „meine Schuld“ war oder nicht, sondern akzeptiere, dass Fehler passieren können und das man daraus lernt. Es tut so gut, sich nicht davon auffressen zu lassen, sondern das einfach anzunehmen und in positive Dinge umzuwandeln.

Auch die Angewohnheit mich mit Arbeit einzudecken und viel mehr anzunehmen als ich schaffen kann, wird langsam weniger. So interessant und spannend manche Dinge auch erscheinen – wenn ich es nicht schaffe bzw. mich mit dem Aufwand „total verzocke“, bringt das niemanden was. Daher lehne ich dann auch mal was ab, was zwar am Anfang für mich schwer erschien, aber mit jedem Mal leichter und leichter erscheint.

Ich versuche jeden Tag zu lächeln, auch wenn das jetzt vielleicht komisch oder selbstverliebt klingt: Wenn ich in den Spiegel schaue, lächle ich mir zu und fühle mich dadurch gestärkt und gut. Ich nehme mich an, wie ich bin und liebe mich dafür auch. Denn ohne diese Selbst-Liebe und dieses Selbstvertrauen, stürzt man schnell wieder ab. Auf meinem Zweit-Handy habe ich das eine Selfie von Koh Samui, wo ich unter Palmen stehe und wirklich glücklich bin, als Sperrhintergrund genommen. Jedes mal, wenn ich das sehe, fühle ich mich wieder so glücklich wie damals.

Für eine Hausaufgabe meines Kleinen habe ich diese Woche mal verschiedene Fotos der letzten Jahre durchgeschaut. Ich habe einige Fotos von letztem und vorletztem Jahr gefunden, auf denen ich echt total fertig aussah, depressiv und ohne Lebensfreude. Es war echt traurig anzusehen, wenn ich mir überlege, dass ich das damals überhaupt nicht mitbekommen habe, freue ich mich umso mehr, das es mir wieder gut geht und einfach vor Lebensfreude sprieße.

Neulich habe ich auch mal über die Beziehung mit S. sinniert und sie als Yang zu meinem Yin erkannt. So unterschiedlich wir auch sind, so schwer es manchmal ist, auf einer Wellenlänge mit ihr zu sein, ergänzt man sich doch irgendwie und findet zusammen das Gleichgewicht wie Yin und Yang. Als mir das klar geworden ist, ging erst mal wieder voll das Glücksgefühl durch mich durch und hat mir weiter viel Kraft gegeben.

ZDE und Big Five for Live

Hallo Welt,

inzwischen habe ich bereits drei Bücher von John Strelecky durchgelesen, angefangen vom „Cafe am Rande der Welt“, „Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt“ und zuletzt „The Big Five For Live“.

Die ersten beiden Bücher haben mich sehr begeistert, einige Sprüche und Anekdoten fand ich wirklich „weltverändernd“, haben Sie die Art und Weise, wie ich bestimmte Dinge sehe, komplett auf den Kopf gestellt und ich konnte dadurch auch verschiedene Dinge in meinem Leben hinterfragen.

Obwohl mir das letzte Buch (The Big Five) nicht ganz so gefallen hat, da es sich vorwiegend auf Führungskräfte bezieht und sich ein Großteil damit beschäftigt, wie man auf „unkonventionelle“ Weise ein erfolgreiches Unternehmen, mit kompetenten und motivierten Führungskräften leitet, gibt es einem doch wieder ein paar Dinge auf den Weg. Wiederum geht es um den ZDE (Zweck der Existenz) und die „Big Five for Live“ – eben die 5 Dinge, die man unbedingt tun möchte, bevor man das zeitliche segnet.
Sehr interessant fand ich auch das „Museum des Lebens“ – im Endeffekt den Dingen, die man in seinem Leben getan hat und die in den Köpfen der Leute, mit denen man zu tun hat, verbleiben.

Auf alle Fälle habe ich mich von diesem und auch von den anderen beiden Büchern inspirieren lassen, mal meinen eigenen ZDE und meine Big Five for Live aufzuschreiben.

Zweck der Existenz

Dinge am Computer erschaffen (Software, Musik, Bilder, Videos, Animationen, Spiele?) und die Freude daran an andere Leute, z.B. meine Familie zu vermitteln

Big Five for Life

  • mindestens einmal als DJ öffentlich / halböffentlich auflegen
  • mindestens ein Instrument spielen lernen und einen eigenen Song komponieren
  • die Welt bereisen, auf alle Fälle aber das Shaolin-Kloster in China, eine Safari in Afrika erleben und einen Road-Trip durch Europa machen
  • eine außergewöhnliche zweite Hochzeitsfeier (z.B. in Vegas, am Strand) feiern
  • eine asiatische Kampfkunst lernen

Sicherlich hätte unter den Big Five For Life auch was komplett anderes stehen können, viele Dinge, die dort hätten stehen können, habe ich ja bereits erlebt, also sind diese hier meine, die ich als nächstes in Angriff nehmen möchte.

Bereits erreichte Punkte die vielleicht früher mal meine Big Five for Life hätten sein können sind:

  • mich hoffnungslos verlieben
  • Heiraten
  • das Wunder der Geburt meines Kindes / meiner Kinder erleben
  • eine Firma gründen
  • eine komplexe Software komplett selbst entwickeln

Sicher sind einige davon solche, die man halt so im Kopf hat, wenn man an die größten Dinge des Lebens denkt. Ich muss auch sagen, dass diese absolut fantastisch sind und mich unheimlich glücklich machen.

Da diese ja aber Geschichte sind, ich aber bestimmt noch einige Zeit habe, bevor ich diese Welt hier verlasse, habe ich halt ein paar neue aufgestellt, die ich halt als nächstes erreichen möchte.

Beim Zweck der Existenz merke ich einfach, dass ich ein absolutes Händchen dafür habe, Dinge zu erschaffen, vor allem wenn es am Computer ist. Bilder zu bearbeiten, Software zu schreiben oder Audio-Dateien zu bearbeiten, macht mir einfach so einen Riesen-Spaß, dass das kein Zufall sein kann und am Ende wirklich mein ZDE sein muss. Der nächste Schritt ist jetzt halt, mein Faible zur elektronischen Musik weiter auszuleben, selbst zu mixen und irgendwann einmal etwas Musik selbst zu produzieren.

Ich freu mich riesig drauf.

Innerer Frieden

Seit ca. 4 Wochen bin ich nun aus Thailand zurück, ich denke, es war seit einer wirklich langen Zeit das Beste, was ich machen konnte.

Thailand hat mir so viele Dinge mitgegeben, ich hatte Zeit über soviel nachzudenken, mein Leben ohne Zwänge und vollkommen selbstbestimmt zu genießen und mein „normales“ Leben auch mal aus der Beobachter-Rolle kritisch zu betrachten. Ich habe viele Orte gesehen, die in mir eine innere Ruhe und Gelassenheit hervorgerufen haben, einfach weil ich mich dort für eine Weile niedergelassen habe und aufmerksam den Moment genossen habe.

Dabei sind mir viele Dinge klar geworden, dass mir lange Zeit die komplett falschen Dinge als so wichtig erschienen, die Arbeit, Geld und materielle Dinge, ich dabei aber die wirklich wichtigen Dinge, wie (physische UND psychische) Gesundheit, Familie, Lebensfreude, meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse und wirkliche Zufriedenheit komplett vernachlässigt habe.

Während der Thailand-Reise habe ich so viele neue Leute kennengelernt, vor allem Leute, die eben nicht nach den typischen Normen leben, die einem die Werbung und Gesellschaft vorgibt

Wie John, der einfach mal alles in Deutschland aufgegeben hat, seine Wohnung gekündigt, den Job aufgegeben und erst einmal mehrere Monate durch Südostasien reist. Oder Ruben und Felix, die einfach so handeln, wie es ihnen gefällt, die nix darauf geben, was Leute über Sie denken, sondern die sich selbst treu sind und einfach offen auf alle Leute zugehen. Felix, der einfach mal zu seinem Chef gegangen ist und ihm klar gemacht hat, ggf. zu kündigen, wenn er die 4 Wochen (oder wie lange auch immer) nicht frei bekommt.
Oder Lee, der Reisen quasi zum Beruf gemacht hat – etwas was ich mir vorher nicht wirklich vorstellen konnte.

Es tat so gut, mit diesen Leuten zusammen zu sein, mit ihnen zu reden, ihre Art und Weise in mich aufzusaugen, zu erkennen, dass es eben auch so funktioniert. Ich habe soviel von ihnen gelernt.

Aber ich habe auch gelernt, mehr auf mich und meine Intuition zu hören. Wäre ich meiner Intuition gefolgt, wäre das mit dem Sturz nicht passiert und ich würde mich jetzt nicht noch wochenlang mit Arztterminen herumschlagen.
Auf der anderen Seiten bin ich aber auch froh – habe ich daraus auch viel gelernt.

Zurück in Deutschland habe ich dann gleich mal den Buchvorschlag von Ruben und Selina in die Tat umgesetzt und mir „Das Café am Rande der Welt“ kaufen lassen – ein wirklich schönes Geburtstagsgeschenk, inkl. den zweiten Teil „Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt“ und beide Bücher verschlungen.

Vor allem das zweite Buch hat mir noch einmal weit die Augen geöffnet, konnte ich mich im Gegensatz zum ersten Teil doch noch bedeutend besser mit der Figur der Jessica identifizieren und viele Parallelen zwischen ihr und mir feststellen.

Gegenüber der Situation vor der Reise fühle ich mich nun viel ausgeglichener. Vor der Reise habe ich, so gut ich es nur konnte, vermieden, irgendwie in eine „negative“ Stimmung zu kommen, d.h. mich mal aufzuregen oder zu schimpfen, weil ich davor Angst hatte, das mich das in die Depression zurückbringt.

Seit der Rückkehr lasse ich das aber zu, schimpfe vielleicht mal kurz, bin wenige Minuten später aber wieder happy und glücklich.
So viel hat sich verändert – soviel habe ich mich selbst verändert.

Wie im zweiten Cafe-Buch beschrieben, scheint es das Universum auch mitbekommen zu haben, denn auch beruflich ändert sich etwas.
Nach meiner Rückkehr hat mich mein Hauptkunde angesprochen, dass ich nur noch maximal 3 Tage/Woche arbeiten darf / soll.

Klar bringt das jetzt etwas finanzielle Einbußen mit sich, aber öffnet das auch neue Möglichkeiten, endlich in Ruhe und ohne laufendes Multitasking die anderen Projekte zu erledigen und auch Zeit für Familie und mich selbst zu finden.
Gleichzeitig fühle ich mich viel freier – nicht mehr gezwungen 8 h / Tag bei meinem Hauptkunden rumzusitzen und Sachen zu machen, die ich nicht mag, die mich langweilen oder die ich nicht verstehe.

Klar, kommen immer wieder mal ein paar dunklere Gedanken zum Vorschein, langweile ich mich oder setze mich unnötig unter Druck, aber zum Halten der Balance gehören eben auch etwas weniger positive Dinge auch dazu.
Davon lasse ich mich aber nicht mehr unterkriegen, sondern sorge, sobald diese Dinge hochkommen, für einen Ausgleich durch meine vielen positiven Energien.

Ich versuche jeden Tag zumindest eine Zeit lang glücklich zu sein, und das gelingt mir auch – es fühlt sich einfach richtig an.

Mein inneres Gleichgewicht und mein innerer Frieden haben endlich zu mir gefunden.

Willkommen bei Lebensfreude

Herzlich willkommen in meiner neuen Kategorie: Lebensfreude.

Jetzt, da ich zurück von meiner Thailand-Reise bin, voll mit Eindrücken, Erlebnissen, voller Leben, innerer Ruhe und innerem Frieden möchte ich in dieser Kategorie etwas über Dinge berichten, die mich weiterhin positiv bewegen, die mir und vielleicht auch Euch helfen Glück und Freude in Euch zu erwecken.

Viel Spaß beim Lesen