Neue Trainingsziele

Hallo da draußen,

diesmal geht es mit Blog schreiben, Schlag auf Schlag. Mein neues Hobby – (regelmäßig) ins Fitness-Studio zu gehen ist echt ein toller Ausgleich zu der Arbeit am PC / Notebook, nach jedem Training fühle ich mich wirklich richtig gut und glücklich. Ich hatte ja mal vor einer ganzen Weile mit Felix gewhatsappt und er meinte, als gelernter Ergotherapeut, dass das es sehr wichtig ist, sich zu bewegen und sportlich zu betätigen, nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. Und er hat Recht….

Naja, auf alle Fälle bin ich aktuell ganz zufrieden, mit meiner Entwicklung, an meinem Körper kommen meine Muskeln immer besser zum Vorschein und durch Kalorienzählen mit der wirklich guten Yazio-App habe ich inzwischen auch schon 2,5 kg in 3 Wochen abgenommen. Ich bin echt begeistert.

Mein Post von gestern hat sich nun auch wieder relativiert, am Samstag gehe ich mit ein paar neuen (und hoffentlich netten) Leuten wandern, vielleicht ergibt sich da ja mal doch die eine oder andere Möglichkeit, mit ihnen mal was zu trinken zu gehen und langsam eine Freundschaft aufzubauen und voraussichtlich nächste Woche trainiere ich auch mal mit jemandem zusammen – vermutlich im CardioBox-Kurs (so einem Tae-Bo-Verschnitt) oder vielleicht auch im Xumba-Kurs. Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt. Vielleicht ergibt sich aus dem Kurs ja auch noch die eine oder andere Bekanntschaft, wer weiß.

Nun trainiere ich schon seit 2 Monaten im Fitnessstudio, Zeit langsam ein konkretes Ziel zu definieren, was ich eigentlich mit der Fitness erreichen will. Ein Ausgleich zur Arbeit ist ja jetzt geschaffen, Rücken-Muskulatur gestärkt, wie nie zuvor. Und die allgemeine Fitness / Ausdauer ist auch bedeutend verbessert worden. Wo ich am Anfang schon bei leichter Stufe auf Puls 150 war, schaffe ich es kaum noch über 140 zu kommen, auch bei starkem Level. Es ist schon extrem bemerkenswert, wie schnell der Körper an die Bewegung gewöhnt und die Fitness erhöht wird. Hätte ich ehrlich gesagt, nie gedacht, dass schon 2 Monate Training soviel Erfolg bringt.

Nun aber mein neues Ziel:

Bis zu meinem 44. Geburstag will ich es endlich schaffen, frei hängende Klimmzüge zu schaffen.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen einzigen freihängenden Klimmzug geschafft, sei es mit Bizeps oder Trizeps-Muskeln. In der Schule habe ich da immer versagt, beim Bund nicht ausprobiert, obwohl ich es da wahrscheinlich am ehesten geschafft hätte.
Nach dem Urlaub werde ich mal einen Trainer ansprechen und mit ihm erörtern, wie ich dieses Ziel am besten schaffe. Die letzten beiden Trainings bin ich mal an die Klimmzug-Maschine gegangen und habe da ca. mein halbes Gewicht (so ca. 40-45 kg) hochgezogen bekommen. Ich möchte es schaffen, das ohne zusätzliche Hilfe zu schaffen. Ob das realistisch ist?

Wenn ja, werde ich wohl mit 44 Jahren in der Form meines Lebens sein. Ich freue mich drauf. Bis dahin bin ich vermutlich auch noch ein paar kg leichter und werde vielleicht sogar „Normalgewicht“ erreicht haben. So 75 kg oder so. Verdammt, ich hab Angst vom Sportmuffel zum Sport-Fanatiker zu werden. Haltet mal den Zug an…. :-).

 

Die Grenzen sprengen

Hallo da Draußen, ich bins mal wieder.
Kennt ihr das, wenn ihr der Meinung seid, dass Euer Körper und Euer Geist bestimmte Grenzen definiert hat, die man nicht vermag zu überspringen? Wenn sich alles an Euch dagegen wehrt, an diese Grenzen heran oder noch weiter zu gehen?

Heute hatte ich so einen Tag. S. ist mal wieder unterwegs, heute morgen hab ich unseren Großen in aller Herrgottsfrühe (zumindest für Sonntag) zum Flugplatz geschafft und war danach wieder im Fitnessstudio. Inzwischen trainiere ich seit ca. 1,5 Monaten 3x die Woche regelmäßig, mal die eine Woche abgesehen, in der ich unterwegs war und es nur 2x ins Fitnessstudio geschafft habe.

Ich merke inzwischen, wie sich verschiedene Partien an meinem Körper verändern, wie Trizeps, Rücken- und Bauchmuskulator stärker hervortreten und auch die Wade (komischerweise nur die rechte) hart wie Eisen ist, wenn ich die Muskulator anspanne.

Auf der Waage hat sich zwar nicht ganz so viel getan – nur so 1-2 kg abgenommen, je nach Tag, aber trotzdem scheint alles etwas besser geworden zu sein, meine Auswertung beim Arzt hat zumindest ergeben, dass meine Blutzuckerwerte zwar erhöht, aber eben nicht mehr eindeutig auf Diabetes hinweisen. Das hat mich echt total gefreut.

Ich schweife schon wieder ab, zurück zum Training von heute. Auf alle Fälle habe ich meinen üblichen Trainingsplan angefangen – 12 min Erwärmung auf dem Crosstrainer, dann zu den Kraftgeräten. Da ich den dritten Trainingstag die Woche mehr Wert auf Ausdauer legen, mache ich an den Kraftgeräten dann meist nur 2 statt 3 Durchgänge. So auch heute. Ab und zu habe ich ein wenig mit den Gewichten gespielt, bei verschiedenen, wie z.B. Latzug, Bauchmaschine und Rückenstrecker konnte ich schon ziemlich gute Fortschritte machen, bei anderen Geräten nicht so sehr, aber das ist ja OK.
Nach dem Krafttraining bin ich dann auf den normalen Fahrradtrainer. Eigentlich mache ich lieber den Liegerad-Trainer, aber heute wollte ich mal den normalen ausprobieren.
Die 30 min hatte ich echt total zu kämpfen, nach den ersten 10 Minuten hatte ich eigentlich schon gar keinen richtigen Bock mehr. Nach ca. 18-20 min wurde mir dann irgendwie sogar ein wenig schlecht, obwohl Puls total im normalen Bereich war. Erst dachte ich, ich muss aufhören, einfach weil mein Körper nicht mehr wollte. Irgendwie waren Körper und Geist an genau diesem Punkt, an dem Sie mir sagen wollten: Bis hier hin und nicht weiter.
Kurz vor dem Aufgeben, habe ich dann (ja, während des Trainings) etwas meditiert und musste feststellen, dass alles nur eine Sache meines Geistes war. Denn eigentlich schaffe ich es locker, mehr als 20 / 30 Minuten am Stück Ausdauer zu machen. Ich habe im Geiste mit meinem „Schweinehund“ geredet – sei ruhig Schweinehund, halt endlich die Klappe. Und mit einmal ging es auch meinem Körper wieder gut, ebenso wie meinem Geist. Ich habe in dem Falle also die von meinem „Schweinehund“ definierte Grenze überschritten, die Grenze gab es eigentlich nur in meinem Kopf.

Nachdem ich diese magische Grenze überschritten hatte, war ich wirklich total happy und glücklich. So weit, dass ich dann auch noch 20 min Crosstrainer drangehängt habe, bei dem sich mein „Schweinehund“ wieder zu Wort melden wollte, ich ihn aber genauso aufgefordert habe, den Mund zu halten.

Ich muss wieder an Chiang Mai denken, an das Rainforest Jungle Flight Adventure, bei dem ich vorher ziemlich unsicher war, ob ich das wirklich mitmachen sollte, dann war es aber eines der befreiendsten Momente, die ich je in meinem Leben erlebt hatte.

Einfach ein extrem befreiendes Gefühl, die eigenen Grenzen zu überschreiten. Probiert es doch mal selbst aus.

Mit Vollgas zu neuen Bekanntschaften

Hallo Leute,

zum Männertag habe ich mal wieder übelsten Depri geschoben, kam mir da wieder mal so einsam und unbedeutend vor, weil ich einfach niemanden hatte, mit dem ich hätte um die Häuser ziehen können. Für die registrieren unter Euch, konntet ihr das ja bereits in der Kategorie „Depression und Burnout“ lesen. Das hat mich ziemlich runtergezogen, aber auch zu denken gegeben. Ich habe ja relativ viel über Sinn des Lebens, Leben im Hier und Jetzt gelesen und so weiß ich auch, dass jede Medaille zwei Seiten hat und jede noch so trostlos aussehende Situation auch eine Chance auf Veränderungen darstellt. So habe ich die Zeit genutzt, hab etwas im Netz gesucht, wie man sich am besten Freunde sucht und dort einen interessanten Beitrag über eine Frau gelesen, die sich ebenso einsam gefühlt hat und sich einfach bei verschiedenen Facebook-Gruppen angemeldet hat (neu in ….), über die sie mit etwas Mut und Überwindung viele neue Freunde auch in RL gefunden hat.

Warum soll das nicht auch bei mir funktionieren? Ich bin zwar nicht so richtig gesprächig, schreibe auch nicht so wirklich viel bei FB, aber irgendwann muss man halt mal über seinen Schatten springen, weil so, wie es jetzt ist, kann es einfach nicht weiter gehen. Auch in dem Beitrag schrieb die Verfasserin, dass Sie erst mal nur passiv war, später dann aktiv wurde und dadurch quasi ein neues, glücklicheres Leben kennengelernt hat.

Also habe ich mich bei Facebook in zwei Dresdner Facebook-Gruppen (Neu in Dresden – Lust auf nette Leute und aktive Freizeit, dresden (freizeitgestaltung und freunde finden)) und auch bei einer Entwickler-Gruppe und Good Life Gang angemeldet, und hab auch gleich auf ein paar Posts reagiert bzw. eigene Posts losgetreten. Spannend ist zu sehen, wie viele Lust haben, neue Leute kennenzulernen und wie viele Parallelen es eigentlich bei verschiedenen Postern und mir so gibt.

Irgendwie scheine ich also in meinem Kopf ein komplett verzerrtes Bild zu haben – mit der Denkweise, dass jeder nur „für sich allein“ sein will. Eigentlich weiß ich das ja, dass das nicht stimmt,  aber irgendwie wollte ich das nie so richtig glauben.

Es kostet zwar jede Menge Überwindung, so mir nichts Dir nichts auf mir (noch) fremde Menschen zuzugehen und sich einzubringen, aber ich denke, wenn ich mich weit genug öffne, entstehen bestimmt auch soziale Kontakte, die mehr sind, als das, was momentan so abgeht. Drückt mir mal die Daumen.

Wider dem Schweinehund

Hallo da draußen,

der letzte Blog-Eintrag ist wieder mal relativ lange her. Inzwischen ist schon Mitte Mai – vor einem Jahr war ich da gerade in Thailand – wie schnell doch die Zeit so vergeht, ist echt irre.

Im Herbst war ich mal bei meinem Hausarzt, der mir leider mitteilen musste, dass die überhöhten Blutzuckerwerte nun doch wirkliche Diabetes (Typ 2) ist. Glücklicherweise ist das erst eine anfängliche Form – noch benötige ich keine Tabletten, sondern es wurde erst einmal angeraten, etwas mehr auf meine Ernährung zu achten und ein paar Kilo abzunehmen. Rein von der Ernährung versuche ich ja darauf zu achten – esse die Woche über nur Apfel und etwas Möhre zum Frühstück, was auch dazu führt, dass ich mein Gewicht im Großen und ganzen halte. Alkohol vermeide ich inzwischen auch immer öfter, das letzte Bier ist nun schon zwei Wochen oder so her. Trotzdem ging das Gewicht in den letzten April-Wochen dann leider in die falsche Richtung. Da ich als Softwareentwickler nun doch fast ausschließlich sitze und kaum Bewegung habe, muss ich nun doch wohl etwas Sport machen.

Eigentlich war ich schon immer ein Sportmuffel, vor allem als Kind / Jugendlicher hatte ich mit Sport soviel am Hut, wie (normale) Katzen mit Wasser – nämlich gar nichts. Daher war ich auch wirklich schlecht in Sport – meist so zwischen 3 und 4 – bis auf Ausdauerlauf war Sport mein absolutes Hass-Fach. Das einzige was mich eigentlich bis auf Ausdauerlauf interessierte war Karate / Kampfsport, was ich mir anhand von Büchern ein wenig selbst beigebracht hatte und 2005/2006 noch in Leipzig im Fit&Fair als Kurs belegt hatte. Als wir dann nach Dresden umzogen, war das dann aber leider erst mal vorbei.

In München, im BMW-Projekt, habe ich dann einige Wochen  im McFit trainiert, irgendwann war dann aber keine Zeit mehr und der Einsatz in München sowieso beendet. In Dresden machte dann zwar kurze Zeit später sogar ein McFit auf, das aber ziemlich weit weg vom Schuss ist. Daher hatte ich ehrlich gesagt keine Lust, regelmäßig meine 15-20 min Fahrtweg (mit dem Auto) hinzugondeln, um dann 1,5 h zu trainieren.
Also habe ich irgendwann die Mitgliedschaft gekündigt.

In Rettenbach habe ich mal eine Zeit lang gejoggt, eine Saison lang um genauer zu sein – das tat wirklich gut, aber als es dann Winter geworden ist, habe ich es dann fallen lassen und die nächste Saison leider nicht wieder angefangen.

Seitdem habe ich eigentlich keinen Sport mehr gemacht – mal Umzug und ständiges Treppen-Steigen in den 5. Stock ausgenommen 😉 .

Letztes Jahr in Thailand bin ich dann wirklich fast täglich mehrere km durch die Gegend gelaufen, gewandert bzw. spaziert. Dann kam ja leider mein kleiner Motorroller-Unfall, wodurch ich das Laufen eine Zeit lang aufgeben musste. Trotzdem hatte ich durch das viele Laufen dann am Ende ca. 5-6 kg abgenommen, worüber ich echt froh bin.

Als es mir wieder etwas besser ging, bin ich öfter mal mit dem Fahrrad auf Arbeit gefahren, aber da das Fahrrad eigentlich nur das alte Rad von S. ist / war, was eigentlich für mich viel zu klein war und bei dem auch Bremse und diverse Teile defekt sind, war mir das irgendwann zu gefährlich / anstrengend.

Jetzt, da endlich wieder Frühling geworden ist, habe ich die eine, lange vor mich hergeschobene Sache, endlich in Angriff genommen und habe mir ein neues Fahrrad gekauft. Da ich ja auch (aktuell) kein eigenes Auto habe, fahre ich so nun die Strecken mit dem Rad. Die ersten Touren waren etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen bin ich echt happy über mein neues Fahrrad.
So spare ich mir auch viel Geld für die Öffis und habe auch noch etwas Bewegung.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich mich dann Ende April noch entschlossen, mal ein Probetraining im FitX im WTC zu machen, was mich so begeistert hat, dass ich mich dann am 03.05. dort angemeldet habe.

Meine erste Trainingswoche ist nun vorbei, ich bin froh, dass ich meinen Schweinehund überwinden konnte und nun endlich etwas aktiver werde. Ich muss sagen, die erste Woche hat mich echt „angefixt“ – die Bewegung und das Training taten so gut, so dass ich mich an Tagen, wo ich keine zusätzliche Bewegung bekomme, irgendwie danach sehne und beinahe schon stinkig werde. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Sport-Muffel mal „süchtig“ nach Bewegung werde, aber es ist tatsächlich so. Und auf der Waage hat sich das auch schon etwas bemerkbar gemacht – knapp 1 kg in einer Woche ist echt nicht von schlechten Eltern. Außerdem fühle ich, wie dadurch auch mein Selbstvertrauen wieder steigt. Und das ist ein tolles Gefühl.

Wird Zeit den Faulenzer-Wochenenden endlich den Kampf anzusagen und daraus Fitness-Wochenenden zu machen. Ist viel besser für Psyche und Physe. Auf zur neuen Lebensfreude dank Sport.

Das Glück des Vaterseins genießen

Ach, wie schön ist es doch glückliche, lachende Kinder zu erleben, die an Dingen Spaß haben, die man selbst früher als Kind gern gemacht hat. Sie vor Spaß krietschen zu hören, wenn sie Wasserrutschen herunterrutschen, sie wild im Pool plantschen zu sehen oder die Begeisterung zu erleben, wenn sie andere Autos beim Auto-Scooter rammen.

Da überkommt mich so ein warmes, wohliges Gefühl im ganzen Körper, so dass man einfach gar nicht anders kann, als sich wirklich glücklich zu fühlen.

Es fühlt sich toll an, Papa zu sein, einfach Dinge zu tun, um meinem Kind Freude zu bereiten, es zum Lachen zu bringen und in seine freudesstrahlenden Augen zu blicken.
Es war eine wirklich tolle Entscheidung mal einen Urlaub mit unserem jüngeren allein zu machen, uns nach der jahrelangen Pendelei wieder näher zu kommen, so dass ich nach dem Monat in Thailand nun auch die Freuden des Vaterseins in vollen Zügen zu genießen kann.

Obwohl es nach der Germania-Pleite nicht so aussah, dass wir doch noch in den Urlaub fliegen, haben wir dann zumindest zu zweit doch noch einen halbwegs akzeptablen Flug ins gleiche Hotel (Serenity Fun City) in Ägypten bekommen – ich bereue keinen Augenblick, dass wir das gemacht haben.

Jeden Tag laufe ich mit strahlendem Lächeln durch die Gegend – einfach weil sowohl unser jüngster, als auch ich die Zeit gemeinsam genießen.

Ich wünschte, die Zeit hier wäre noch etwas länger, denn auch wenn hier vieles nicht perfekt ist – was eben auch gut ist – fühlt es sich doch echt toll an.

Komischerweise musste ich zurück an vorletztes Jahr in Lanzarote denken, wo wirklich ziemlich viel schief gelaufen war, wir wurden umgebucht in das Nachbarhotel, wo das Zimmer komplett abgewohnt, eine 70’er Jahre Klappcouch für unsere beiden Jungs das Bett sein sollte, das Laminat im Zimmer komplett kaputt war und neben dem schlechten Zimmer auch das Essen ziemlich Mist war. Als wir dann auch noch komplett verarscht wurden d.h. uns täglich ein besseres Zimmer oder der Hotelwechsel zwar in Aussicht gestellt wurde, dann am nächsten Tag niemand was davon gewusst hat, haben wir dann das Hotel verlassen und haben uns dann in eine Villa einquartiert, die dann bei weitem besser war, als das abgeranzte Hotel. Ich selbst fand zumindest das Essen gar nicht so schlecht, aber durch die Blockadehaltung von S., der Essensverweigerung von unserem Großen und der dauerhaften Negativ-Sicht von den beiden, hat mich das so unter Druck gesetzt, dass es auch für unseren jüngsten und mich zum Albtraum wurde.
Sicher gibt es auch hier in dem Hotel ein paar Mängel, ein paar lose heraushängende Kabel, teilweise nicht abgewischte Fingerabdrücke bei der Reinigung, ca die Hälfte des Haupt-Pools war eine Baustelle und die Animation hätte auch abwechslungsreicher sein können, aber trotz oder vielleicht sogar wegen dieser kleinen Mängel ist das Hotel umso liebenswerter.

Vor allem das schier unendliche Angebot an Dinge für die Kinder – Wasserrutschen, 2h kostenlose Rummel-Nutzung für die Kinder, toller Sandstrand, Schnorchel-Riff, Game-Room, 6D-Kino, Billards, u.v.m. haben keine wirkliche Langeweile aufkommen lassen. Echt ein Traum.

Während der Mahlzeiten habe ich auch mal etwas Zeit verbracht, die Leute zu beobachten. Da gab es verschiedene Leute, die trotz Urlaub total gestresst waren, z.B. ein französisches Pärchen mit 2 Kindern, dem dritten bereits unterwegs, bei dem die Mutter sichtlich mit allem überfordert war, trotz Hilfe vom Vater und der mitgereisten (Schwieger-)Mutter. Oder Familien, bei denen die Kleinstkinder am Tisch allein gelassen werden und die Kinder sich dann solange mit Messer und Gabel duellieren, bis z.B. ein Kind mit der Gabel in den Kopf  gestochen wird.

Bei einer Situation musste ich jedoch zwangsläufig wieder an die eigene Kindheit / Jugend denken. Eine vierköpfige Familie, mit einem jugendlichen Sohn, so ca. 15 Jahre alt und einer ca. 9-jährigen Tochter hatten einen Tisch schräg gegenüber. Der Vater kam an den Tisch, der Sohn war noch unterwegs etwas zum Frühstück zu holen. Der Sohn kommt mit einem Omlett an, auf einmal fängt der Vater an, den Sohn so dermaßen herunterzumachen, weil er wohl – das Omlett schien also für den Vater gewesen zu sein – ein paar Dinge vergessen hatte – Toast,…
Die Familie waren Deutsche, so konnte ich alles verstehen. So fing der Vater an, dem Sohn vorzuwerfen, dass er ja nix auf die Reihe bekommen würde, er zu nichts wert ist, er trotz seiner angeblich klaren Anweisung nur das eine mitgebracht hätte und ja jeder andere das viel besser hinbekäme. Am liebsten wäre ich zum Tisch gegangen und hätte den Vater mit den gleichen Worten beworfen, wie er seinen Sohn, z.B. warum er zu faul oder zu blöd ist, sein Essen selbst zu holen, usw.

Nach der Standpredigt des Vaters habe ich dann den Jungen noch eine Weile beobachtet und viele Dinge wiedererkannt, die auch ich durchgemacht habe. Nervöses Zucken der Beine, Blick nach unten gesenkt, um am liebsten im Boden zu versinken und alles in sich reinzufressen. Ich habe mich dem Augenblick so geschämt (Ost-)Deutscher zu sein, zumal die Familie dem Dialekt her wohl auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg zu kommen schienen.

Der Junge tat mir echt total leid – so heruntergemacht zu werden und gesagt zu bekommen, nichts wert zu sein, hat niemand verdient. Wirklich grausam, wie manche Eltern mit ihren Kindern umgehen.

Auf Facebook habe ich dann aufgrund meines Abos von MasterYourMind einen Vorschlag bekommen, den ich gleich weiter geteilt habe,  in dem der Wert jedes Menschen noch einmal bekräftigt wird. Wie schön, dass es solche Mental-Coaches gibt, die einen durch kurze Videos wieder Kraft und Mut geben.

Schön, dass ich meine eigene Phase der Minderwertigkeit überwunden und mich lieben gelernt habe, nihct nur als Softwareentwickler und Vater, sondern auch als Mensch an sich. Dass ich etwas wert bin, egal was die anderen sagen. Das tut gut.
So aufgeschlossen kommt man spannenderweise auch den anderen Menschen näher. Ich habe mich hier ein wenig mit einem der Tour-Promoter angefreundet, eine echt tolle Sache. Nun sitze ich an diesem Traum von Strand, höre den Wellen beim Rauschen und dem Junior beim Schlafen zu :-).

Ach könnte dieser Moment doch nie enden.

Drunter und drüber aber trotzdem happy

Hallo alle zusammen,

die letzte Zeit ging es irgendwie ziemlich drunter und drüber. Im August letzten Jahres hatte ich eine Pauschalreise nach Ägypten für die Winterferien für meine Kinder und mich gebucht, am 19.02.19 hätte es losgehen sollen. 14 Tage bevor es losgehen sollte, kamen ganz brav die Voucher – einen Tag später dann die Meldung, dass Germania insolvent ist und keine Flugzeuge mehr abheben. Und bei welcher Airline hatte ich gebucht – natürlich bei Germania. So gab es ein Bangen und Hoffen, irgendwann habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und den Reiseveranstalter angerufen, die haben sich zwar um einen Flug gekümmert, aber am Ende war der so ungünstig- Abflug in beide Richtungen jeweils mitten in der Nacht – am Abflugtag wären wir erst nach Mitternacht (also am nächsten Tag) angekommen, dafür wären wir am Rückreisetag schon 2:00 Uhr losgeflogen, hätten also insgesamt über einen Tag verloren / weniger und trotzdem hätten wir dann 105 Euro Aufpreis zahlen sollen – keine wirklich tolle Option.
So habe ich die Reise erst einmal (glücklicherweise kostenfrei) gecancelt. Irgendwie war das ein echt blödes Gefühl, mit dem Wissen, unseren Junior zu enttäuschen (vor allem unseren jüngsten).

S. war auch sichtlich enttäuscht – sie wollte die freien Tage von uns nutzen, um mal unser Bad neu zu gestalten. Ich habe zwar die Befürchtung, dass Sie sich da gnadenlos übernimmt und in einer manischen Phase sich viel mehr auflädt als sie schaffen kann. Ich hätte ihr ja geholfen, aber irgendwie wollte Sie das nicht – warum auch immer.

Nach vielem Hin- und Her habe ich dann aber doch noch einen sinnvollen Ersatz gefunden, nun fliege ich nur mit unserem jüngsten, der Große möchte lieber die Ferien für Fahrschule nutzen, einen Tag später ab Leipzig in den gleichen Ferienclub. Zwar ist meine Kreditkarte am Glühen (solange noch nicht das Geld von der ursprünglich gebuchten Reise zurückgebucht ist), aber zumindest habe ich nun wieder ein gutes Gewissen, meinen Kleinen nicht enttäuschen zu müssen. Und S. hat dann auch gleich wieder bessere Laune bekommen.

Letzte Woche war ich mal wieder in Bayern unterwegs, es war mal wieder ein tolles Gefühl, da unten zu sein – mal unter Leuten zu sein, anstatt allein im Büro zu hocken und maximal am Telefon mal mit ein paar Leuten zu reden. Am letzten Abend hat uns dann der Chef mal noch zu einem Umtrunk eingeladen, an dem ich definitiv zu viel getrunken hatte und am nächsten Tag mit einem übelsten Kater aufgewacht bin und mir den ganzen Tag schlecht war. Ich werde nie wieder Goaßn trinken, ein übelstes Biermischgetränk aus dunklem Bier, Weinbrand, Cola und Kirschlikör. Irgendwie hat mir das echt den Rest gegeben. Trotzdem hat es am Ende echt Spaß gemacht, unten zu sein.

Trotz aller Hin- und Her und diversen Stress geht es mir echt gut – ich fühle mich glücklich und zufrieden, mal von etwas finanziellem Engpass abgesehen.

Interessanter Beitrag

Hallo,

ich habe in Facebook die Beiträge von „Master your Mind“ abonniert, in dem Isa viele Dinge über Glücklichsein und das Innere Wachstum erklärt und mir schon in diversen Dingen die Augen geöffnet hat.

Heute habe ich mal wieder geschaut und einen recht provokant klingenden aber durchaus hochinteressanten, aufweckenden geteilten Artikel: „Warum du nicht am Leben bist“ gefunden.

Den will Euch natürlich nicht vorenthalten:

Warum du nicht am leben bist

Echt genial der Artikel und sowas von wahr, dass es schon fast weh tut. Aber wenn man wie im Artikel Schritt für Schritt Veränderungen einleitet, erlangt man Tag für Tag mehr und mehr Lebensfreude. Auf das wir mehr Zufriedenheit und Glücklichkeit im Leben erreichen.

Kultur-Wochenende

Hallo da draußen,

seit langem waren S. und ich mal wieder aus, am Wochenende dann gleich 2x. Am Freitag sind wir in ein klassisches Konzert gegangen – die Vier Jahreszeiten von Vivaldi, eine kleine Nachtmusik von Mozart und ungarische Tänze von Brahms und slawische Tänze von Dvorak. Gespielt vom neuen Hamburger Philharmonie-Orchester.
Ich glaube, das war mein erstes klassisches Konzert seit den Schüler-Konzerten, d.h. mein letztes klassisches „Live-Konzert“ war nun bestimmt knapp 25 Jahre her. Gespielt wurde in der Lukaskirche, an der zwar gerade gebaut wird, aber trotzdem war die Location wirklich gut.

Das Konzert war echt der Hammer, die Hamburger Philharmoniker haben wirklich was drauf. Vor allem bei Vivaldis Herbst habe ich dann gleich mal richtige Gänsehaut bekommen, bei der ersten Zugabe, bei „Palladio von Karl Jenkins“ haben meine Glücksgefühle noch mal einen extra Schub bekommen.

Am Samstag gab es dann den „krassen“ Gegensatz, S. hat mich zu einem Konzert von „Coma Alliance“ und „In Strict Confidence“ eingeladen – beides Dark Wave-Bands.
Das Konzert war in der Reithalle Strasse E. Irgendwie hat die mich so extrem an die Muffat-Halle erinnert, in der ich im Winter 2010 in München zum Underworld-Konzert war. Dadurch wurden tolle Erinnerungen hoch, auch wenn ich beim Konzert damals allein war, diesmal mit Begleitung.

Als wir ankamen, spielte schon „In Strict Confidence“ – irgenwie sind wir aufgrund Parkplatz-Suche und Abendessen machen wohl einen Tick zu spät da gewesen.
Obwohl ich die Band weder vom Namen her kannte, Darkwave eigentlich auch nicht so zu 100% meine Musik ist, war dieser Auftritt schon wirklich fantastisch. Die Sounds, in denen man auf alle Fälle die Ursprünge des Techno heraushören könnte, erzeugten schon die ersten Glücksgefühle. Die Performance der Künstler war auch nicht von schlechten Eltern die heiße Gitarren-Lady in Lack und Leder und die wirklich gute Video-Untermalung haben die Halle schon ganz schön angeheizt.
Leider war (vielleicht auch aufgrund unserer Verspätung) der Auftritt nach ca. 15-20 min vorbei, obwohl ich schon noch gern ein paar mehr Lieder gehört hätte.
Dann gab es wie üblich eine kurze Pause, das neue Set wurde aufgebaut und dann kam der eigentliche Auftritt von „Coma Alliance“.
Die kannte ich zumindest vom Namen her – S. hatte mir da schon mal 1-2 Lieder vorgespielt und die fand ich wirklich nicht schlecht.
Während des Auftritts hat dann die ganze Halle gebebt – ich habe die positiven Vibes in mich aufgenommen und eben auch getanzt, soweit es der Platz zuließ. Auf alle Fälle haben mich da die Glücksgefühle überflutet, einfach der Hammer.
Etwas nervig waren die vielen Smombies, die trotz des Konzerts die ganze Zeit am Smartphone hingen. Sicher gehört das zur modernen Gesellschaft ein wenig dazu, aber irgendwie wünsche ich mir manchmal die alten Zeiten herbei, in denen nicht überall am Handy gehangen wird, vor allem nicht bei Konzerten.

Nach dem atemberaubenden Konzert gab es dann noch After-Party auf 2 Floors. Die war dann eher so mau. Die Musik war ja so nicht schlecht, aber die DJ’s waren nicht allzu talentiert. Der DJ auf dem Haupt-Floor mixte dann öfter mal nach harten Darkwave-Beats plötzlich langsame Schmuse-Musik rein, die Gegensätze waren mir dann wirklich zu krass.
Der DJ im Bunker hat sich da zwar mehr Mühe gegeben, hat aber die Basics, nämlich das Beatmatching nicht ganz so gut hinbekommen, so dass dort die Übergänge teilweise ziemlich gruselig klangen.
So verließen wir dann irgendwann etwas genervt gegen 0:30 die Party.

Trotzdem war es ein absolut geniales Wochenende, was uns beiden viel Freude bereitet hat und meinen Glücks-Vorrat erst mal wieder aufgefüllt hat.

Macht’s doch auch mal so, geht zu Konzerten und lasst Euch von der positiven Energie der Fans und Musik-Liebhaber mitreissen und nehmt diese als Lebensfreude in Euch auf.

Momentaufnahme

Hallo Welt da draußen,

die Zeit vergeht wie im Flug, inzwischen sind bereits fast 4 Monate seit der Rückkehr ausThailand vergangen. Viel hat sich verändert, vieles aber auch geblieben.

Wie es mir so geht? Psychisch geht es mir wirklich gut.
Meine Psycho-Therapie ist inzwischen beendet, ich muss zugeben, manchmal fehlt es mir, mich mit jemanden auszutauschen und meine Sorgen anzuvertrauen, trotzdem komme ich ohne Probleme klar.

Auch wenn ich aktuell relativ viel Stress um die Ohren habe – vieles parallel fertig machen soll, bringen mich die Dinge nicht mehr so aus dem Gleichgewicht, wie noch vor meiner Thailand-Reise. Manchmal bin ich ärgerlich, das verfliegt aber schnell wieder, manchmal gibt es auch etwas Zoff mit S., aber ich nehme das nicht mehr so persönlich, lasse ihr die Möglichkeit das mal rauszulassen, sie hat ja auch regelmäßig Stress und Ärger auf Arbeit.
Ich habe auch keine Angst mehr, ärgerlich zu sein, denn ich weiß, dass ein paar Minuten später alles wieder chic ist.

Dafür genieße ich die schönen Dinge, dieses warme wohlige Gefühl zu wissen, dass es den Kindern gut geht, dass vor allem der Große in seiner neuen Schule richtig aufblüht, sich gefordert fühlt und seinen Weg geht.

Auf meiner Arbeit gehe ich alles nun ruhig an, gestehe mir selbst auch mal Fehler ein und fühle mich nicht mehr für alles schuldig, egal, ob es nun „meine Schuld“ war oder nicht, sondern akzeptiere, dass Fehler passieren können und das man daraus lernt. Es tut so gut, sich nicht davon auffressen zu lassen, sondern das einfach anzunehmen und in positive Dinge umzuwandeln.

Auch die Angewohnheit mich mit Arbeit einzudecken und viel mehr anzunehmen als ich schaffen kann, wird langsam weniger. So interessant und spannend manche Dinge auch erscheinen – wenn ich es nicht schaffe bzw. mich mit dem Aufwand „total verzocke“, bringt das niemanden was. Daher lehne ich dann auch mal was ab, was zwar am Anfang für mich schwer erschien, aber mit jedem Mal leichter und leichter erscheint.

Ich versuche jeden Tag zu lächeln, auch wenn das jetzt vielleicht komisch oder selbstverliebt klingt: Wenn ich in den Spiegel schaue, lächle ich mir zu und fühle mich dadurch gestärkt und gut. Ich nehme mich an, wie ich bin und liebe mich dafür auch. Denn ohne diese Selbst-Liebe und dieses Selbstvertrauen, stürzt man schnell wieder ab. Auf meinem Zweit-Handy habe ich das eine Selfie von Koh Samui, wo ich unter Palmen stehe und wirklich glücklich bin, als Sperrhintergrund genommen. Jedes mal, wenn ich das sehe, fühle ich mich wieder so glücklich wie damals.

Für eine Hausaufgabe meines Kleinen habe ich diese Woche mal verschiedene Fotos der letzten Jahre durchgeschaut. Ich habe einige Fotos von letztem und vorletztem Jahr gefunden, auf denen ich echt total fertig aussah, depressiv und ohne Lebensfreude. Es war echt traurig anzusehen, wenn ich mir überlege, dass ich das damals überhaupt nicht mitbekommen habe, freue ich mich umso mehr, das es mir wieder gut geht und einfach vor Lebensfreude sprieße.

Neulich habe ich auch mal über die Beziehung mit S. sinniert und sie als Yang zu meinem Yin erkannt. So unterschiedlich wir auch sind, so schwer es manchmal ist, auf einer Wellenlänge mit ihr zu sein, ergänzt man sich doch irgendwie und findet zusammen das Gleichgewicht wie Yin und Yang. Als mir das klar geworden ist, ging erst mal wieder voll das Glücksgefühl durch mich durch und hat mir weiter viel Kraft gegeben.