Innerer Frieden

Innerer Frieden

Seit ca. 4 Wochen bin ich nun aus Thailand zurück, ich denke, es war seit einer wirklich langen Zeit das Beste, was ich machen konnte.

Thailand hat mir so viele Dinge mitgegeben, ich hatte Zeit über soviel nachzudenken, mein Leben ohne Zwänge und vollkommen selbstbestimmt zu genießen und mein “normales” Leben auch mal aus der Beobachter-Rolle kritisch zu betrachten. Ich habe viele Orte gesehen, die in mir eine innere Ruhe und Gelassenheit hervorgerufen haben, einfach weil ich mich dort für eine Weile niedergelassen habe und aufmerksam den Moment genossen habe.

Dabei sind mir viele Dinge klar geworden, dass mir lange Zeit die komplett falschen Dinge als so wichtig erschienen, die Arbeit, Geld und materielle Dinge, ich dabei aber die wirklich wichtigen Dinge, wie (physische UND psychische) Gesundheit, Familie, Lebensfreude, meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse und wirkliche Zufriedenheit komplett vernachlässigt habe.

Während der Thailand-Reise habe ich so viele neue Leute kennengelernt, vor allem Leute, die eben nicht nach den typischen Normen leben, die einem die Werbung und Gesellschaft vorgibt

Wie John, der einfach mal alles in Deutschland aufgegeben hat, seine Wohnung gekündigt, den Job aufgegeben und erst einmal mehrere Monate durch Südostasien reist. Oder Ruben und Felix, die einfach so handeln, wie es ihnen gefällt, die nix darauf geben, was Leute über Sie denken, sondern die sich selbst treu sind und einfach offen auf alle Leute zugehen. Felix, der einfach mal zu seinem Chef gegangen ist und ihm klar gemacht hat, ggf. zu kündigen, wenn er die 4 Wochen (oder wie lange auch immer) nicht frei bekommt.
Oder Lee, der Reisen quasi zum Beruf gemacht hat – etwas was ich mir vorher nicht wirklich vorstellen konnte.

Es tat so gut, mit diesen Leuten zusammen zu sein, mit ihnen zu reden, ihre Art und Weise in mich aufzusaugen, zu erkennen, dass es eben auch so funktioniert. Ich habe soviel von ihnen gelernt.

Aber ich habe auch gelernt, mehr auf mich und meine Intuition zu hören. Wäre ich meiner Intuition gefolgt, wäre das mit dem Sturz nicht passiert und ich würde mich jetzt nicht noch wochenlang mit Arztterminen herumschlagen.
Auf der anderen Seiten bin ich aber auch froh – habe ich daraus auch viel gelernt.

Zurück in Deutschland habe ich dann gleich mal den Buchvorschlag von Ruben und Selina in die Tat umgesetzt und mir “Das Café am Rande der Welt” kaufen lassen – ein wirklich schönes Geburtstagsgeschenk, inkl. den zweiten Teil “Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt” und beide Bücher verschlungen.

Vor allem das zweite Buch hat mir noch einmal weit die Augen geöffnet, konnte ich mich im Gegensatz zum ersten Teil doch noch bedeutend besser mit der Figur der Jessica identifizieren und viele Parallelen zwischen ihr und mir feststellen.

Gegenüber der Situation vor der Reise fühle ich mich nun viel ausgeglichener. Vor der Reise habe ich, so gut ich es nur konnte, vermieden, irgendwie in eine “negative” Stimmung zu kommen, d.h. mich mal aufzuregen oder zu schimpfen, weil ich davor Angst hatte, das mich das in die Depression zurückbringt.

Seit der Rückkehr lasse ich das aber zu, schimpfe vielleicht mal kurz, bin wenige Minuten später aber wieder happy und glücklich.
So viel hat sich verändert – soviel habe ich mich selbst verändert.

Wie im zweiten Cafe-Buch beschrieben, scheint es das Universum auch mitbekommen zu haben, denn auch beruflich ändert sich etwas.
Nach meiner Rückkehr hat mich mein Hauptkunde angesprochen, dass ich nur noch maximal 3 Tage/Woche arbeiten darf / soll.

Klar bringt das jetzt etwas finanzielle Einbußen mit sich, aber öffnet das auch neue Möglichkeiten, endlich in Ruhe und ohne laufendes Multitasking die anderen Projekte zu erledigen und auch Zeit für Familie und mich selbst zu finden.
Gleichzeitig fühle ich mich viel freier – nicht mehr gezwungen 8 h / Tag bei meinem Hauptkunden rumzusitzen und Sachen zu machen, die ich nicht mag, die mich langweilen oder die ich nicht verstehe.

Klar, kommen immer wieder mal ein paar dunklere Gedanken zum Vorschein, langweile ich mich oder setze mich unnötig unter Druck, aber zum Halten der Balance gehören eben auch etwas weniger positive Dinge auch dazu.
Davon lasse ich mich aber nicht mehr unterkriegen, sondern sorge, sobald diese Dinge hochkommen, für einen Ausgleich durch meine vielen positiven Energien.

Ich versuche jeden Tag zumindest eine Zeit lang glücklich zu sein, und das gelingt mir auch – es fühlt sich einfach richtig an.

Mein inneres Gleichgewicht und mein innerer Frieden haben endlich zu mir gefunden.

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