Wider dem Schweinehund

Hallo da draußen,

der letzte Blog-Eintrag ist wieder mal relativ lange her. Inzwischen ist schon Mitte Mai – vor einem Jahr war ich da gerade in Thailand – wie schnell doch die Zeit so vergeht, ist echt irre.

Im Herbst war ich mal bei meinem Hausarzt, der mir leider mitteilen musste, dass die überhöhten Blutzuckerwerte nun doch wirkliche Diabetes (Typ 2) ist. Glücklicherweise ist das erst eine anfängliche Form – noch benötige ich keine Tabletten, sondern es wurde erst einmal angeraten, etwas mehr auf meine Ernährung zu achten und ein paar Kilo abzunehmen. Rein von der Ernährung versuche ich ja darauf zu achten – esse die Woche über nur Apfel und etwas Möhre zum Frühstück, was auch dazu führt, dass ich mein Gewicht im Großen und ganzen halte. Alkohol vermeide ich inzwischen auch immer öfter, das letzte Bier ist nun schon zwei Wochen oder so her. Trotzdem ging das Gewicht in den letzten April-Wochen dann leider in die falsche Richtung. Da ich als Softwareentwickler nun doch fast ausschließlich sitze und kaum Bewegung habe, muss ich nun doch wohl etwas Sport machen.

Eigentlich war ich schon immer ein Sportmuffel, vor allem als Kind / Jugendlicher hatte ich mit Sport soviel am Hut, wie (normale) Katzen mit Wasser – nämlich gar nichts. Daher war ich auch wirklich schlecht in Sport – meist so zwischen 3 und 4 – bis auf Ausdauerlauf war Sport mein absolutes Hass-Fach. Das einzige was mich eigentlich bis auf Ausdauerlauf interessierte war Karate / Kampfsport, was ich mir anhand von Büchern ein wenig selbst beigebracht hatte und 2005/2006 noch in Leipzig im Fit&Fair als Kurs belegt hatte. Als wir dann nach Dresden umzogen, war das dann aber leider erst mal vorbei.

In München, im BMW-Projekt, habe ich dann einige Wochen  im McFit trainiert, irgendwann war dann aber keine Zeit mehr und der Einsatz in München sowieso beendet. In Dresden machte dann zwar kurze Zeit später sogar ein McFit auf, das aber ziemlich weit weg vom Schuss ist. Daher hatte ich ehrlich gesagt keine Lust, regelmäßig meine 15-20 min Fahrtweg (mit dem Auto) hinzugondeln, um dann 1,5 h zu trainieren.
Also habe ich irgendwann die Mitgliedschaft gekündigt.

In Rettenbach habe ich mal eine Zeit lang gejoggt, eine Saison lang um genauer zu sein – das tat wirklich gut, aber als es dann Winter geworden ist, habe ich es dann fallen lassen und die nächste Saison leider nicht wieder angefangen.

Seitdem habe ich eigentlich keinen Sport mehr gemacht – mal Umzug und ständiges Treppen-Steigen in den 5. Stock ausgenommen 😉 .

Letztes Jahr in Thailand bin ich dann wirklich fast täglich mehrere km durch die Gegend gelaufen, gewandert bzw. spaziert. Dann kam ja leider mein kleiner Motorroller-Unfall, wodurch ich das Laufen eine Zeit lang aufgeben musste. Trotzdem hatte ich durch das viele Laufen dann am Ende ca. 5-6 kg abgenommen, worüber ich echt froh bin.

Als es mir wieder etwas besser ging, bin ich öfter mal mit dem Fahrrad auf Arbeit gefahren, aber da das Fahrrad eigentlich nur das alte Rad von S. ist / war, was eigentlich für mich viel zu klein war und bei dem auch Bremse und diverse Teile defekt sind, war mir das irgendwann zu gefährlich / anstrengend.

Jetzt, da endlich wieder Frühling geworden ist, habe ich die eine, lange vor mich hergeschobene Sache, endlich in Angriff genommen und habe mir ein neues Fahrrad gekauft. Da ich ja auch (aktuell) kein eigenes Auto habe, fahre ich so nun die Strecken mit dem Rad. Die ersten Touren waren etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen bin ich echt happy über mein neues Fahrrad.
So spare ich mir auch viel Geld für die Öffis und habe auch noch etwas Bewegung.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich mich dann Ende April noch entschlossen, mal ein Probetraining im FitX im WTC zu machen, was mich so begeistert hat, dass ich mich dann am 03.05. dort angemeldet habe.

Meine erste Trainingswoche ist nun vorbei, ich bin froh, dass ich meinen Schweinehund überwinden konnte und nun endlich etwas aktiver werde. Ich muss sagen, die erste Woche hat mich echt „angefixt“ – die Bewegung und das Training taten so gut, so dass ich mich an Tagen, wo ich keine zusätzliche Bewegung bekomme, irgendwie danach sehne und beinahe schon stinkig werde. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Sport-Muffel mal „süchtig“ nach Bewegung werde, aber es ist tatsächlich so. Und auf der Waage hat sich das auch schon etwas bemerkbar gemacht – knapp 1 kg in einer Woche ist echt nicht von schlechten Eltern. Außerdem fühle ich, wie dadurch auch mein Selbstvertrauen wieder steigt. Und das ist ein tolles Gefühl.

Wird Zeit den Faulenzer-Wochenenden endlich den Kampf anzusagen und daraus Fitness-Wochenenden zu machen. Ist viel besser für Psyche und Physe. Auf zur neuen Lebensfreude dank Sport.

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