Momentaufnahme

Hallo Welt da draußen,

die Zeit vergeht wie im Flug, inzwischen sind bereits fast 4 Monate seit der Rückkehr ausThailand vergangen. Viel hat sich verändert, vieles aber auch geblieben.

Wie es mir so geht? Psychisch geht es mir wirklich gut.
Meine Psycho-Therapie ist inzwischen beendet, ich muss zugeben, manchmal fehlt es mir, mich mit jemanden auszutauschen und meine Sorgen anzuvertrauen, trotzdem komme ich ohne Probleme klar.

Auch wenn ich aktuell relativ viel Stress um die Ohren habe – vieles parallel fertig machen soll, bringen mich die Dinge nicht mehr so aus dem Gleichgewicht, wie noch vor meiner Thailand-Reise. Manchmal bin ich ärgerlich, das verfliegt aber schnell wieder, manchmal gibt es auch etwas Zoff mit S., aber ich nehme das nicht mehr so persönlich, lasse ihr die Möglichkeit das mal rauszulassen, sie hat ja auch regelmäßig Stress und Ärger auf Arbeit.
Ich habe auch keine Angst mehr, ärgerlich zu sein, denn ich weiß, dass ein paar Minuten später alles wieder chic ist.

Dafür genieße ich die schönen Dinge, dieses warme wohlige Gefühl zu wissen, dass es den Kindern gut geht, dass vor allem der Große in seiner neuen Schule richtig aufblüht, sich gefordert fühlt und seinen Weg geht.

Auf meiner Arbeit gehe ich alles nun ruhig an, gestehe mir selbst auch mal Fehler ein und fühle mich nicht mehr für alles schuldig, egal, ob es nun „meine Schuld“ war oder nicht, sondern akzeptiere, dass Fehler passieren können und das man daraus lernt. Es tut so gut, sich nicht davon auffressen zu lassen, sondern das einfach anzunehmen und in positive Dinge umzuwandeln.

Auch die Angewohnheit mich mit Arbeit einzudecken und viel mehr anzunehmen als ich schaffen kann, wird langsam weniger. So interessant und spannend manche Dinge auch erscheinen – wenn ich es nicht schaffe bzw. mich mit dem Aufwand „total verzocke“, bringt das niemanden was. Daher lehne ich dann auch mal was ab, was zwar am Anfang für mich schwer erschien, aber mit jedem Mal leichter und leichter erscheint.

Ich versuche jeden Tag zu lächeln, auch wenn das jetzt vielleicht komisch oder selbstverliebt klingt: Wenn ich in den Spiegel schaue, lächle ich mir zu und fühle mich dadurch gestärkt und gut. Ich nehme mich an, wie ich bin und liebe mich dafür auch. Denn ohne diese Selbst-Liebe und dieses Selbstvertrauen, stürzt man schnell wieder ab. Auf meinem Zweit-Handy habe ich das eine Selfie von Koh Samui, wo ich unter Palmen stehe und wirklich glücklich bin, als Sperrhintergrund genommen. Jedes mal, wenn ich das sehe, fühle ich mich wieder so glücklich wie damals.

Für eine Hausaufgabe meines Kleinen habe ich diese Woche mal verschiedene Fotos der letzten Jahre durchgeschaut. Ich habe einige Fotos von letztem und vorletztem Jahr gefunden, auf denen ich echt total fertig aussah, depressiv und ohne Lebensfreude. Es war echt traurig anzusehen, wenn ich mir überlege, dass ich das damals überhaupt nicht mitbekommen habe, freue ich mich umso mehr, das es mir wieder gut geht und einfach vor Lebensfreude sprieße.

Neulich habe ich auch mal über die Beziehung mit S. sinniert und sie als Yang zu meinem Yin erkannt. So unterschiedlich wir auch sind, so schwer es manchmal ist, auf einer Wellenlänge mit ihr zu sein, ergänzt man sich doch irgendwie und findet zusammen das Gleichgewicht wie Yin und Yang. Als mir das klar geworden ist, ging erst mal wieder voll das Glücksgefühl durch mich durch und hat mir weiter viel Kraft gegeben.

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