Drunter und drüber aber trotzdem happy

Hallo alle zusammen,

die letzte Zeit ging es irgendwie ziemlich drunter und drüber. Im August letzten Jahres hatte ich eine Pauschalreise nach Ägypten für die Winterferien für meine Kinder und mich gebucht, am 19.02.19 hätte es losgehen sollen. 14 Tage bevor es losgehen sollte, kamen ganz brav die Voucher – einen Tag später dann die Meldung, dass Germania insolvent ist und keine Flugzeuge mehr abheben. Und bei welcher Airline hatte ich gebucht – natürlich bei Germania. So gab es ein Bangen und Hoffen, irgendwann habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und den Reiseveranstalter angerufen, die haben sich zwar um einen Flug gekümmert, aber am Ende war der so ungünstig- Abflug in beide Richtungen jeweils mitten in der Nacht – am Abflugtag wären wir erst nach Mitternacht (also am nächsten Tag) angekommen, dafür wären wir am Rückreisetag schon 2:00 Uhr losgeflogen, hätten also insgesamt über einen Tag verloren / weniger und trotzdem hätten wir dann 105 Euro Aufpreis zahlen sollen – keine wirklich tolle Option.
So habe ich die Reise erst einmal (glücklicherweise kostenfrei) gecancelt. Irgendwie war das ein echt blödes Gefühl, mit dem Wissen, unseren Junior zu enttäuschen (vor allem unseren jüngsten).

S. war auch sichtlich enttäuscht – sie wollte die freien Tage von uns nutzen, um mal unser Bad neu zu gestalten. Ich habe zwar die Befürchtung, dass Sie sich da gnadenlos übernimmt und in einer manischen Phase sich viel mehr auflädt als sie schaffen kann. Ich hätte ihr ja geholfen, aber irgendwie wollte Sie das nicht – warum auch immer.

Nach vielem Hin- und Her habe ich dann aber doch noch einen sinnvollen Ersatz gefunden, nun fliege ich nur mit unserem jüngsten, der Große möchte lieber die Ferien für Fahrschule nutzen, einen Tag später ab Leipzig in den gleichen Ferienclub. Zwar ist meine Kreditkarte am Glühen (solange noch nicht das Geld von der ursprünglich gebuchten Reise zurückgebucht ist), aber zumindest habe ich nun wieder ein gutes Gewissen, meinen Kleinen nicht enttäuschen zu müssen. Und S. hat dann auch gleich wieder bessere Laune bekommen.

Letzte Woche war ich mal wieder in Bayern unterwegs, es war mal wieder ein tolles Gefühl, da unten zu sein – mal unter Leuten zu sein, anstatt allein im Büro zu hocken und maximal am Telefon mal mit ein paar Leuten zu reden. Am letzten Abend hat uns dann der Chef mal noch zu einem Umtrunk eingeladen, an dem ich definitiv zu viel getrunken hatte und am nächsten Tag mit einem übelsten Kater aufgewacht bin und mir den ganzen Tag schlecht war. Ich werde nie wieder Goaßn trinken, ein übelstes Biermischgetränk aus dunklem Bier, Weinbrand, Cola und Kirschlikör. Irgendwie hat mir das echt den Rest gegeben. Trotzdem hat es am Ende echt Spaß gemacht, unten zu sein.

Trotz aller Hin- und Her und diversen Stress geht es mir echt gut – ich fühle mich glücklich und zufrieden, mal von etwas finanziellem Engpass abgesehen.

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