มาถึงสวรรค์ – Mā t̄hụng s̄wrrkh̒ – Komm in den Himmel oder Ankunft im Paradies

มาถึงสวรรค์ – Mā t̄hụng s̄wrrkh̒ – Komm in den Himmel oder Ankunft im Paradies

Heute schon der dritte Blog-Eintrag – bin ich heute produktiv … :-).
Heute morgen ging es dann nach Pai, der vorerst letzten Station meiner Nord-Thailand-Reise, auch wenn ich möglicherweise noch etwas verlängere, aber das weiß ich noch nicht genau. Nach dem Aufstehen, wie üblich, duschen, diesmal dann auch alles wieder zusammen packen, dann Frühstück mal wieder im Hostel, diesmal mi Rühr- statt gebratenem Ei – irgendetwas fehlte, aber egal, Hauptsache Kaffee und irgendetwas zu essen.

Dann habe ich mir die Sachen geschnappt und bin zur Rezeption, habe ausgecheckt und auf den Bus gewartet. Lustigerweise sind zwei der Franzosen, die beim ersten Tag der Trekking-Tour dabei waren, auch nach Pai gefahren, irgendwie begegnet man sich immer wieder – das ging mir inzwischen so oft, dass ich inzwischen nicht mehr wirklich an einen Zufall glaube.

Während der Busfahrt schrieb ich eine Mail an meinen Vater, um ihm zu erklären, warum ich eigentlich nach Thailand, für 4 Wochen und alleine gefahren bin und ihm die ganze Hintergrundgeschichte erzählt. Es tat gut das zu machen, war ich doch vorher nicht bereit dazu, haben mir die letzten zwei Wochen so viel Kraft gegeben das endlich durchzuziehen.

Nach ca. 1 h war dann eine kurze Rast – eigentlich wollte ich die Mail weiterschreiben, aber so holte ich mir dann etwas zu trinken und ein Eis, der so dringend nötige Kaffee um mich von letzten beiden Party-Nächten wachzuhalten, war leider alle 🙁 .

Der Großteil der Strecke waren Serpentinen, hoch und runter – links und rechts. Das stört mich ja eigentlich nicht, da ich aber die Mail weiter schrieb, hatte ich doch ein bisschen Magengrummeln. Dazu kam, das der Fahrer des Mini-Van äußerst aggresiv fuhr – laufend auf den anderen vor uns fahrenden Mini-Van stark auffuhr und teilweise riskante Überholmanöver machen wollte, die er dann im letzten Augenblick wieder ließ. Echt eine schräge Fahrweise. Nach Pai sind nur relativ wenige gefahren, am Ende waren wir 7 Leute – der Mini-Van also nur halb besetzt.

Angekommen in Pai, habe ich mir dann gleich eine Kombi-Tour zur Erkundung der Umgebung von Pai gebucht und bin dann zum Guesthouse getippelt. Pai ist eine ziemlich hübsche, niedliche Stadt, aber meines Erachtens ziemlich von Touristen überlaufen. Man sieht zwar noch einige Einheimische, aber ich würde mal schätzen, dass mindestens 70% der Leute Touristen sind. Also so richtig harmonisch und idyllisch ist das dann nicht. Die Umgebung dazu umso mehr – in einem Tal und an einem Fluss gelegen, ist man umgeben von strahlendem leuchtenden Grün.

Im Guesthouse dann angekommen, habe ich eingecheckt, den Rechner angemacht und es fing tierisch an zu regnen. So konnte ich dann die Blog-Einträge der letzten Tage und die Email an meinen Vater fertigstellen. Zwischendrin habe ich mal noch ein Foto vom Regen aus meiner Bungalow-Tür gemacht.

Richtig schöner Regen, in dem Garten vor meinem Bungalow – echt cool.
Der Bungalow selbst ist auch sehr hübsch, eine gute Mischung zwischen asiatisch angehaucht und europäisch, kann man sich hier echt wohlfühlen.

Nach dem Regen habe ich dann wieder mal zu Fuß die Gegend erkundet, hier steht echt Hostel/Guesthouse an Hostel/Guesthouse, speziell auf die Backpacker zugeschnitten. Und dann ganze Straßenzüge voll mit Bars und Restaurants, andere wiederum voll mit Essens-Ständen.

Ich habe dann erst mal in einem Cafe wieder einen Eis-Latte getrunken – ach, das tut bei den warmen Temperaturen immer so gut – um mich herum entweder Deutsche, zwei Holländer und eine Engländerin (glaube ich zumindest). Also schon sehr stark mit Touristen besetzt. Ich habe mir für die morgige Fahrt dann noch ein extra Handtuch und wieder ein paar Socken gekauft, die anderen waren entweder kaputt oder gingen nicht mehr sauber zu waschen, also habe ich die heute morgen im Zimmer in den Mülleimer geworfen, zusammen mit meinem Sport-T-Shirt, das ebenfalls so viele Flecken hatte, die nicht mehr auszuwaschen waren. Da mir die letzten Tage irgendwie noch in den Knochen steckten, legte ich mich etwas hin und schlief noch etwas.

Später, kurz vor Sonnenuntergang, machte ich mich dann wieder auf die Socken, um etwas zum Abendessen zu ergattern. Irgendwann bin ich dann in der Sackgasse weiter gelaufen und habe eine Brücke über den Quai – sorry, über den Pai gefunden, mit einer herrlichen Aussicht in die Berge.

Dann ein Selfie für Facebook gemacht, plötzlich kamen zwei thailändische Damen und wollten ein Selfie mit mir zusammen machen – echt lustig. Ins Gespräch kam man leider nicht so – irgendwie war wohl ihr Englisch-Vorrat sehr begrenzt – mal schauen, vielleicht ergibt sich ja doch noch morgen oder so ein Gespräch mit einem einheimischen.

Nach den Selfies, habe ich dann noch einmal eine größere Runde gedreht, dabei hat mich ein Mädel auf dem Scooter angesprochen – sie wollte wohl auf den Fruchtmarkt. Hier gibt es Unmengen an Scooter-Verleihen, anscheinend sind diese wohl der einfachste und optimale Weg, die Gegend direkt außerhalb zu erkunden. Da ich mir aber geschworen habe, keinen motorisierten, fahrbaren Untersatz im Urlaub zu fahren (habe ja auch meinen FS zu Hause gelassen), laufe ich lieber zu Fuß. Tuk Tuks gibt es hier anscheinend nicht, lediglich Sammel- und Motorrad-Taxis.

Der restliche Abend war relativ ereignislos, ich habe mir erst einen Drink in einer Bar bestellt, bin dann weiter und habe ein echt superleckeres grünes Curry gegessen. Auf dem Weg “nach Hause”, sind mir dann noch einmal die beiden Mädels über den Weg gelaufen, die etwas früher nach dem Weg zum Fruchtmarkt gefraggt hatten, am Ende war da nicht viel los, man hat sich mit 2-3 Sätzen unterhalten, dann haben sich die Damen weggedreht und gut war. Wieder einmal habe ich dann den optimalen Moment abgepasst, um in den Bungalow zu gehen, kurze Zeit später fing es nämlich wieder an, zu gewittern und zu regnen.

Ich werde jetzt schlafen, morgen steht eine ganze Tour quer durch die Gegend von Pai an. Ich bin echt mal gespannt.

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