ขับไปสุคนธ – K̄hạb pị s̄ukhnṭh – Die lange Fahrt nach Sukkhothai

ขับไปสุคนธ – K̄hạb pị s̄ukhnṭh – Die lange Fahrt nach Sukkhothai

Hallo Welt da draußen. Zumindest von der Reisefront gibt es heute eigentlich nicht so viel zu berichten, bestand doch der größte Teil des heutigen Tages aus Busfahrt – ganze 6 Stunden von Ayutthaya nach Sukhothai.

Aber der Reihe nach….

Gestern Abend, nach Schreiben des Reiseblogs, war ich noch einmal etwas zum Abendessen. Da mein Hostel das wohl aber nicht anbietet – Küchenschluss bereits um 17:30 Uhr bin ich dann noch einmal losgestiefelt, um etwas passendes zu suchen. Direkt neben dem Wat Ratchaburana habe ich dann eine Kneipe / Restaurant entdeckt, wo ich dachte, dass ich es mal ausprobieren könnte. Das Flair war eigentlich nicht schlecht, ein paar Tische waren mit fröhlichen Thais belegt, die fröhlich aßen und tranken. Ich bestellte ein Bier und ein rotes Curry – leicht scharf (little spicy). Das Bier kam ziemlich schnell, das Essen dauerte noch etwas. Irgendwann bemerkte ich, dass die Kneipe wohl auch eine Bühne hat und dementsprechend Live-Musik spielt, vielleicht sogar an dem Abend. Umso schöner. Entsprechend füllte sich das Restaurant mehr und mehr. Irgendwann kam mein Essen – ohne Reis, nicht nur leicht scharf, sondern Inferno-scharf. Es dauerte eine Weile, bis ich dann einen Kellner herzitieren konnte, der mir auch mal noch etwas Reis bringt, es scheint wohl so zu sein (habe ich danach in einer Tripadvisor-Bewertung gelesen), dass Touristen grundsätzlich erst mal kein Reis serviert wird. Irgendwann war die Bude echt voll – ausschließlich Thais – ich als einziger Farang. Noch während ich mein zweites Bier getrunken habe, wurde ich quasi aufgefordert zu gehen, der Kellner brachte mir unaufgefordert die Rechnung, ein Zeichen für mich, dass ich nicht mehr erwünscht bin.
Tja, thailändische Gastfreundschaft scheint bei denen nur für Thailänder zu gelten und nicht für Ausländer. Entsprechend sauer bin ich dann gegangen und hab noch etwas am Depressions-Blog geschrieben, weil ich doch ziemlich in Rage war. Während des Schreibens beschloss ich dann, heute morgen noch einmal zum Wat Ratchaburana zu gehen, noch einmal zu meditieren und den Rausschmiss von gestern Abend auszublenden.

Nach etwas Meditation war wieder alles soweit gut, ich erkundete noch einmal die Ruinen und schoss noch zwei Fotos, danach gönnte ich mir noch einen Eiskaffee und ging noch ins 7-eleven um etwas Reiseproviant zu holen.

Hier mal die beiden Fotos:

Dann wieder auf meinem Zimmer angekommen, musste ich nicht allzu lange warten, bis es an der Tür klopfte und ich für den Anschlussbus nach Sukhothai abgeholt wurde. Moment mal – es wa ja erst 10:38 – der Bus fuhr doch erst 11:30 Uhr ab? Ja, vom Busbahnhof. Daher wurde ich dann mit einem Pickup und zwei anderen Gästen gefahren. Die zwei anderen Gäste stellten sich auch als Deutsche heraus, die aus Kassel kamen, sie sind wohl auch auf den Weg nach Chiang Mai (mit dem Zug) und machen wie ich eine Trekking-Tour mit. Vielleicht sehe ich die beiden ja wieder – wäre echt cool.

Dann am Busbahnhof musste ich noch ein paar Minuten auf den Bus warten, dann ging es rein und der Bus fuhr los. Zuerst gab es gleich mal ein bisschen Proviant – Kekse, Wasser, Zucker (warum auch immer). Nach ca. 1h Fahrt dann Zwischenstopp an einer Raststätte, an der man mit dem Busfahrschein gratis ein Essen bekommen hat. Wow und das für einen Fahrpreis von gerade mal 310 Baht, das sind umgerechnet nicht einmal 10 Euro – für 380 km und 6h Fahrt. Spottbillig, da sollte sich bei uns die Bahn mal eine Scheibe abschneiden.

Die Fahrt war sonst recht ereignislos – meistens habe ich aus dem Fenster geschaut, viele Reisfelder, leichte Wälder und auch mal die ein oder andere Stadt gesehen. Und das hier:

Eine riesige Statue mit Buddha als Greis – genau so eine, wie ich auch an meinem ersten Tag in dem einen Tempel gesehen habe. Musste ich einfach mal fotografieren.

Nach einigen Stunden tat mir irgenwann der Hintern weh, glücklicherweise stieg meine Sitznachbarin nach 3/4 der Strecke dann aus, dann konnte ich mich etwas breiter machen und es war angenehmer.

In Sukhothai dann von einem Tuk-Tuk-Fahrer angesprochen. Statt 20-40 Baht, wie von der Touristen-Info angegeben, hat mich der Spaß 80 Baht gekostet. Also den Preis gleich mal mehr als verdoppelt. Es war ein großes Tuk-Tuk, dann hat der Fahrer / die Fahrerin auch gleich noch mal ein paar andere Leute eingesammelt, so dass ich dann geschlagene 15 min warten musste.

Als ich dann in meinem “Happy Guest House” angekommen bin, gleich das nächste – niemand war da, um mich irgendwie entgegen zu nehmen, we have a break – please call… OK, angerufen, das Gegenüber verstand aber nicht so wirklich gut englisch. Nach 10 min warten ist sie dann gekommen, hat mich dann zu einem Bungalow geschickt und mich dann mit wenigen Worten stehen lassen. Essen – irgendwo in der Stadt. Hier mal die Bilder des Bungalows.

Ziemlich klein, das Bad hat noch nicht mal Licht – zwar sind an allen Fenstern Mückengitter eingelassen, im Bad aber gibt es nur Lüftungsschlitze in die Mauer eingeritzt – ohne Fliegenschutz. Na super, dann nützen auch die Fliegengitter nix. Lasse jetzt die Badezimmer-Tür einfach zu, dann kommt auch kein Viehzeugs rein. Im Bad war noch alles nass, vermutlich vom Vorgänger – 🙁 . Handtuch habe ich auch erst mal nicht gefunden. Relativ frustriert bin ich dann erst mal auf die Hauptstraße gegangen, um mal abzuchecken, was da alles ist, hab dann in der Ferne ein 7-eleven gesehen, bin da erst einmal hingestiefelt und hab mir noch eine große Flasche Wasser und ein paar Chips geholt.

Als Abendbrot habe ich dann den restlichen Reiseproviant gegessen, hab dann aber doch noch das Handtuch gefunden – immerhin etwas. Leider sind die Bungalows sehr hellhörig – ich höre die normalen Gespräche der (deutschen) Nachbarn deutlich, lautes Grillen-Zirpen und auch ab und zu mal die Geckos, die ihren Namen rufen :-).

Ich werd mal schauen, ob bzw. was ich noch so machen kann. Bis morgen dann.

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