กลับไปที่จุดเริ่มต้น – Klạb pị thī̀ cud reìm t̂n – Zurück zum Anfang

Heute ging es also wieder zurück, wo alles begonnen hat, nach Bangkok. Gestern Nacht hatte ich mal wieder Besuch von der Miez, da es irgendwann wieder angefangen hatte zu regnen, lud ich sie dann doch in mein Zimmer ein, so verbrachte Sie die ganze Zeit auf dem Nebenbett. Diesmal gab ich ihr aber die andere Seite, letztes Mal hatte sie meine Seite in Beschlag genommen, und ich musste dann die Seite nehmen, die noch frei war. Diesmal habe ich ihr das nicht gegönnt, aber sie schien sich auch mit der anderen Seite zufriedenzugeben.

Die Nacht konnte ich relativ schlecht schlafen, irgendwie hatte ich laufend Schiss, sie nicht rechtzeitig herauszulassen, falls Sie mal aufs Klo muss und irgendwie war ich weiterhin nervös, nicht rechtzeitig aufzuwachen. So wachte ich meist stundenweise auf, schaute kurz ob alles in Ordnung war und schlief dann weiter. Um 5:30 habe ich mich dann wecken lassen, um noch den Sonnenaufgang zu sehen, aber durch den schlechten Schlaf hatte ich dann doch keine Lust mehr und hab dann lieber weiter geschlafen.

Gegen 6:40 oder so bin ich dann endgütig aufgestanden, habe mich geduscht noch den Rest zusammengepackt, bin 10 nach 7 zum Frühstück, wobei sich das ziemlich lange hinzog, da mein Kaffee Latte ziemlich lange brauchte. Dann noch schnell Zähne geputzt, die letzte Tramadol eingeworfen, Zahnbürste und Zahnpasta noch eingepackt und erst einmal ausgecheckt. Der Wagen zum Abholen stand sogar schon da. Beim Auschecken wurde noch einmal ein Mitarbeiter losgeschickt, um das Zimmer zu inspizieren, so musste ich noch etwas länger warten, aber das war dann kein Problem.

Dann das letzte mal in Koh Samui verbinden gefahren, dem Doktor noch auf Wiedersehen gesagt und dann ging es schon zum Flughafen. Den kannte ich zumindest ein klitzekleines Stückchen von gestern, er sah für mich aus wie ein winziger Provinz-Flughafen.

Aber weit gefehlt, habe ich den Flughafen dann erst richtig gesehen. Sicherlich ist der Koh Samui Flughafen ein ziemlich kleiner, mit gerade mal 7 Gates. Aber es ist der bisher coolste, außergewöhnlichste Flughafen, den ich bisher gesehen habe.

Warum?

Alle bisherigen Flughäfen an denen ich bereits war, hatten als Flughafen ein mehr oder minder recht steriles riesiges Gebäude als Terminal, aus dem man dann entweder mit Gangway oder einem mehr oder minder angepassten Bus zum Flugzeug gebracht wurde. Der Flughafen von Samui unterscheidet sich da grundlegend.

Im Gegensatz zu „normalen“ Flughäfen ist das Terminal kein Gebäude, sondern das ganze Gelände ist das Terminal. Die einzelnen Stationen, also Checkin, Shopping-Mall, Gate, Security-Kontrolle sind kleine Häuschen im Bungalow-Stil, in der Regel komplett offen. Das erinnert also eher an ein Ferien-Resort oder an Tropico als an einen Flughafen.

Da man sich das schwer vorstellen kann, hier mal ein paar Bilder.

Das ist mal der Blick auf den Checkin-Schalter. Alle Gebäude sind im Endeffekt offen, nur mit einem typischen „Bungalow“-Dach überdeckt, teilweise eben sogar frei. Der „Transit-Bereich“ ist ein kompletter Park mit schön angelegten Wegen, toll angelegten Pflanzen

mit Blick auf die Umgebung, wie z.B.:

Anstelle von Gangways oder Bussen fahren quasi umfunktionierte Cable-Cars die Leute zum Flugzeug

Absolut fantastisch. So etwas habe ich echt mein Leben noch nie gesehen. Wenn man hier landet, landet man sofort im Paradies, zumindest macht einem das der Flughafen definitiv weis. Und wenn man weg muss, will man am liebsten im Flughafenbereich bleiben und nicht wegfliegen, weil man sich hier wie in einem tropischen Ferienresort fühlt.

Naja, irgendwann ging halt dann auch der Flieger, mit den lustigen Autos wurden wir zum Flugzeug gebracht, der Flug war ganz angenehm, eben auch ziemlich kurz und anschließend war die Landung am Flughafen. Erst dachte ich ja, es wäre der andere Flughafen, komischerweise kam er mir aber so bekannt vor ….

Wie sich herausstellte, bin ich tatsächlich dort vom Flug aus Deutschland gelandet – weil Istanbul ja teilweise auch asiatisch ist, gilt der Flug von Istanbul nach Bangkok wohl als „Domestic Flight“, daher steuert Turkish Airline wohl den „einfachen“ Flughafen an und nicht den „internationalen“.

Wieder was gelernt.

Im Vorfeld hatte ich mir bereits die Strecke vom Flughafen zum neuen Hotel herausgesucht und war ganz froh, nicht mehr so weit ab vom Schuss zu sein, sondern mit ein paar Haltestellen mit dem Airport-Link, einer Art S-Bahn und ein paar Minuten laufen bzw. Taxi-Fahrt relativ einfach zum Hotel zu kommen.

Also am Automaten ein Chip gekauft, erst einmal schnallen, wie man durch die Schranke kommt – ok, einfach dranhalten, dann ging die Tür auf. Gut. Dann ca. 10 min auf den Zug gewartet. Der kam dann, wohl von der anderen Seite als Endstation. Lustigerweise wurde nach dem Aussteigen dann erst mal innerhalb von max. 2 min die Bahn durchgewischt – was man bei uns ja nun überhaupt nicht erlebt. Spannende Sache. Sowieso finde ich, dass manche / viele Thailänder manchmal so akribisch und genau sind, anscheinend steht bei ihnen in gewissen Dingen dieser Perfektionismus auf der Tagesordnung – möglicherweise nur gegenüber Farangs, möglicherweise auch so.

So wird das Geld immer 2 oder 3x nachgezählt, dass ja kein falsches Rückgeld gegeben wird. Oder es wird eben akribisch alles gesäubert und das nicht nur einmal am Tag, sondern mehrfach. Komisch, eigentlich wollte ich dem Perfektionismus doch entkommen und hier zeigt er in Form einiger Thais sein fieses Gesicht. Den wird man einfach nicht los!!

Dann mit der Bahn gefahren, glücklicherweise mit Sitzplatz. Naja, einfordern könnte ich ihn jetzt vermutlich, bin ja irgendwie gehandicapt. Die Station vor meiner wurde es dann tüchtig voll, da aber an der Makasan-Station (meiner) viele ausstiegen, kam ich problemlos durch. Dann stand ich erst einmal da, in einer riesigen Halle und suchte den Taxi-Stand. Da war eine Zeit lang Taxi ausgeschildert, plötzlich war ich an einer Bushaltestelle für einen kostenlosen Zubringer-Bus zu einem Einkaufszentrum. Nein, da wollte ich dann nicht hin.

Also wieder zurück, eine Angestellte gefragt, die mir dann den Weg Richtung Metro gewiesen hat. Dann etwas gelaufen, bis ein Tuk Tuk mitten im Stau anhielt, mit ihm dann einen Fahrpreis von 100 Baht ausgemacht – er fuhr dann auch los, doch während der Fahrt kam dann plötzlich sowas wie: mal 2-3 Minuten bei meinem Sponsor vorbeischauen. Nö, so war das nicht abgemacht – einfach nur ins Hotel, gut ist. Er hätte ja auch mehr verlangen können!!! So habe ich ihm dann gesagt, kein Sponsor, ggf. zahle ich ihm dann etwas mehr. Dann hat er mich auch wirklich zum Hotel gebracht, ich gab ihm die abgemachten 100, dann kam noch relativ frech zurück – und mein Anteil? Ich hab ihm dann noch 20 gegeben, mehr war aber nicht drin – relativ angepisst ist er dann abgezogen, die 20 waren ihm wohl zu wenig.

Das Hotel ist ein 24-Stunden-Hotel heißt also, man hat ein Zimmer immer genau 24 Stunden. Wenn man also spät eincheckt, kann man dann am Checkout-Tag zur gleichen Uhrzeit wieder auschecken. Da mein Flug am Sonntag ziemlich spät geht, ist es daher das beste, den Checkin etwas hinauszuzögern, so dass ich das Hotel so verlassen kann, dass ich dann direkt zum Flughafen kann. Keine schlechte Idee. So war ich aber schon ca. 13:30 Uhr da. Als Begrüßung gab es gleich einmal einen kalten Waschlappen mit Zitronengras-Geruch mit dem man sich erfrischen konnte. Super.

Die Rezeptionistin riet mir dann, am besten später einzuchecken, eben um dann am Checkout-Tag nicht noch Stunden mit dem Gepäck durch die Gegend laufen zu müssen. Ich hätte mich jetzt in die Sky-Lounge auf dem Dach setzen können, da ich aber sowieo nicht schwimmen durfte – der Verbände wegen, habe ich mich entschieden dann vom hauseigenen Tuk-Tuk zum Einkaufs-Center gebracht zu werden. So fuhr er mich zum Terminal 21.

Naja, das Einkaufszentrum war soweit ganz OK, aber nun auch nicht so besonders. Viele Standard-Geschäfte, zwischendrin gab es dann kleinere Gassen, wo dann die kleineren Lädchen waren. Die waren eigentlich viel interessanter, als die großen, wie z.B. H&M. Zumal H&M auch in Thailand eher deutsche Preise fährt – T-Shirts sind ähnlich teuer wie in D – gegenüber den T-Shirts in den kleineren Lädchen, wo man ein T-Shirt teilweise für 100 – 150 Baht bekommt entsprechend teuer.

Da ich wieder Hunger hatte – ich hatte zwar im Flugzeug zwar schon etwas zu essen bekommen, das aber nicht so wirklich satt gemacht hat, suchte ich mir als erstes mal etwas zum Mittagessen heraus.

Irgendwie hatte ich wieder Appetit auf einen Burger – McDonalds sollte es nun nicht sein, so entschied ich mich für Moes Burger. Schlechte Wahl. Ehrlich gesagt, war das wirklich der mieseste Burger, den ich je gegessen habe – das Fleisch war ziemlich wiederlich, die Sauce hat das ganze dann noch getoppt. Naja, was solls – den Weg in meinen Bauch hat er trotzdem gefunden, irgendwas musste man ja essen.

Dann bin ich noch etwas herumgeschlendert, aber mir tat schon wieder alles weh und irgendwann hatte ich auch das meiste gesehen. Das lustigste am Einkaufszentrum sind eigentlich die Schilder, die Schildern auf einem Flughafen nachempfunden sind, ansonsten war es das aber eigentlich.

Vom Terminal 21 bin ich dann wieder Richtung Hotel getippelt, am Hotel vorbei habe ich noch die Gegend etwas erkundet, um irgendwie die Zeit totzuschlagen, habe eine Schnell-Reinigung gefunden, die für 100Baht / kg innerhalb von 4 Stunden wäscht und trocknet. Nicht schlecht – obwohl ich eigentlich gerade genug Wäsche für morgen und übermorgen habe, wäre es eigentlich gar nicht schlecht die Sachen gewaschen mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht nutze ich den Service ja morgen oder am Sonntag, mal schauen, genug Zeit sollte eigentlich noch sein.

Gegen 16:30 Uhr ging dann gar nix mehr und ich habe dann endgültig eingecheckt. Das Zimmer – echt schön, hier mal ein paar Fotos davon.

Wie unschwer zu erkennen ist, das Bad

Eingangsbereich

Schlafbereich Blick vom Schlafbereich auf den großen Kleiderschrank und die Glotze

Wieder mal fehlt es an nichts – alles ist da. Hausschuhe, Bademantel, Regenschirm, Minibar, Kaffeemaschine, Safe, diverse Badutensilien, wie Seife, Duschgel, Shampoo, Creme, Zahnbürste, Wattestäbchen, Reinigungstücher sogar einen Rasierer gibt es. Echt der Hammer.

Dabei ist das kein 5, sondern ein 4-Sterne-Hotel, anscheinend gehört das hier dazu.

Nach etwas ausruhen, habe ich mir meine Flipflops angezogen und bin dann hoch auf die Dachterasse mit dem Pool. Ja, den Pool konnte ich leider nicht nutzen, aber zumindest die fantastische Aussicht auf Bangkok.

So genoss ich erst einmal bestimmt eine halbe Stunde die Aussicht, irgendwann kam dann auch die Bedienung und fragte, ob ich denn etwas trinken möchte – es sei gerade Happy-Hour – zwei zum Preis von einem. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und bestellte einen Mai Tai – Prost.

Bildqualität ist etwas mies, war halt nur vom Handy, aber naja, was soll man machen. Als es dann dunkel war, kam sogar noch einmal die Bedienung vorbei und brachte allen Insektenspray mit den Worten – take care of the mosquitos.

Wow, so ein Service.

Irgendwann bekam ich jedoch Hunger, da fuhr ich dann ins Restaurant und bestellte mir Spaghetti Carbonara. Schmeckte echt gut, auch wenn der Schinken teilweise eine komische Konsistenz hatte, hat das geschmacklich trotzdem das Original echt gut getroffen – Respekt.

Im Bett – ich war gerade dabei den Blog-Eintrag zu schreiben, bekam ich von Kung – meiner „thailändischen Schwester“ eine Frage, ob ich ihr mal helfen kann. Ihre Tochter hat wohl irgendeine Mathe-Hausaufgabe bekommen, die Kung gar nicht versteht, da die gesamte Aufgabe in englisch verfasst ist. Ich helfe ja gerne und so habe ich ihr die verschiedenen Aufgaben gerechnet und dann per Whatsapp die Lösungen geschickt 🙂 .

Dafür legte sich wieder ein Film auf mein Auge, d.h. irgendwie gehen wieder die bindehautentzündungs-ähnlichen Symptome wieder los. Auch mein Tränensack ist schon wieder geschwollen, wie vor Antritt der Reise, obwohl zwischendin echt alles wieder in Ordnung war. Vielleicht hat das am Ende wirklich etwas mit meinem Blutzucker bzw. angehender Diabetes Typ 2 zu tun. Ich habe gelesen, dass Diabetiker meistens trockene Augen haben und das bei ihnen auch die Neigung zu Bindehautentzündung oder ähnlichen Augenkrankheiten erhöht ist. Da ich an den ersten Tagen viel gewandert bin und auch essenstechnisch nicht so pompös gespeist habe, habe ich vermutlich soviel Gewicht verloren, dass die Symptome der Diabetes besser wurden, nach dem Unfall fehlt mir etwas die Bewegung und ich neige dazu mehr zu essen, vor allem auch mehr mit Zucker, so verstärkt sich das ganze wieder.

Ich muss echt zum Arzt gehen, das Abchecken lassen und dringend Gewicht verlieren. Vielleicht bekomme ich so noch die Kurve gekratzt.

ท้องฟ้ากำลังร้องไห้ – Tĥxngf̂ā kảlạng r̂xngh̄ị̂ – und der Himmel weint

Heute gibt es eigentlich nicht wirklich etwas zu vermelden.

Gestern Abend habe ich noch Selinas Vater kennengelernt – den Vater meiner Bungalow-Nachbarin. Er ist nach Thailand gekommen, um mit seiner Tochter in Kürze in den Norden zu fahren / fliegen, um auch mal Nord-Thailand kennenzulernen. Finde ich ziemlich cool. Selinas Eltern haben sich wohl getrennt bzw. scheiden lassen, i.d.R. wohnt wohl Selina mit ihrer Mutter zusammen, so kann Sie mal etwas mit ihrem Vater unternehmen – finde ich echt gut.

Gestern Abend bin ich mit ihm noch etwas durch die Gegend gelaufen, habe mich noch etwas mit ihm unterhalten – auch ihm gegenüber bin ich offen und ehrlich mit meiner Depression umgegangen, habe es ihm erklärt und ihm sonst so ein bisschen über Thailand und die Gepflogenheiten (z.B. was Massage angeht) erzählt. Es tut echt gut, dass keine innere Stimme mehr das mit der Depression geheim halten und die perfekte Maske aufrecht erhalten will, sondern inzwischen in mir die Kraft, die Energie und auch das Einsehen da ist, es anderen offen und ehrlich sagen zu können. Irgendwann bin ich dann ins Bett, bin beim ins Bett gehen noch auf etwas leicht weiches getreten, hab dann gesehen, dass eine Kakerlake in meinem Zimmer ist. Ich habe mich davor aber weder geekelt, noch wollte ich sie gleich tottreten, sondern einfangen und raussetzen. Leider war die schneller als ich, irgendwann habe ich sie nicht mehr gefunden – naja, ist halt so, so bin ich dann eingeschlafen.

Heute Nacht gegen 2 hat es dann mörderisch angefangen zu stürmen und zu regnen, die ganze Terasse schwamm vor Wasser – erst heute gegen 7 hörte es dann mal ein wenig auf mit regnen. Eigentlich wollte ich heute morgen zeitig an den Strand gehen, um mir den Sonnenaufgang anzusehen, aber da es geregnet hatte, habe ich das dann lieber gelassen. So bin ich dann erst gegen 7 aufgestanden, habe die Kakerlake von gestern vor der Tür sitzen sehen, habe sie mit einem Glas eingefangen und ausgesetzt. Schließlich hat sie ja auch ihre Berechtigung auf Leben und getan hat sie mir ja auch nichts oder?

Da meine niederländischen Freunde heute nach Bangkok geflogen sind, mit dem Flieger, den ich morgen auch nehme, sind wir schon 7:45 zum Verbinden ins Krankenhaus gefahren. Die Wunden heilen immer besser, der rechte Unterarm ist etwa zur Hälfte schon ganz gut verheilt, speziell aber Richtung Ellenbogen noch nicht so gut – da brennt es noch ziemlich stark und teilweise ist die Wunde immer noch offen und blutet. Aber Tag für Tag verbessert sich die Lage. Auch meinem Bein geht es Tag für Tag immer besser, beim desinfizieren schmerzen nur noch kleinere Abschnitte, der größte Teil dagegen ist schon schmerzfrei.

Da mir gestern Abend mein Finger-Verband nach dem Händewaschen abgegangen ist, ist der auch nicht mehr weiter versorgt worden, abgesehen vor kurzem Desinfizieren. Aber zumindest bleibt der Verband ab, so dass ich nun nur noch 2 Verbände habe, am rechten Arm und rechten Bein.

Nach dem Verbinden sind wir zusammen noch auf den Flughafen gefahren – so einen niedlichen Flughafen habe ich noch nie gesehen. Eine winzige Start- und Landebahn und ein Terminal so groß wie ein kleinerer Bahnhof. Echt komisch.

Ich habe mich dann verabschiedet, ich denke mal über Whatsapp bleiben wir in Kontakt, am Ende hat mich Katja noch gedrückt – immer wieder ein schönes Gefühl, von Leuten umarmt zu werden.

Dann hieß es Lebewohl sagen, und ich fuhr zurück ins Hotel. Etwas vermissen werde ich die zwei schon ein bisschen – auch wenn die beiden schon ein paar liebenswerte Macken hatten, z.B. nicht in die ursprünglich gebuchten Bungalows zu gehen, weil es da allerlei Krabbeltier geben könnte, oder sich immer so fotografieren zu lassen, dass man nichts oder nahezu nichts von den Verbänden sieht, so dass immer das perfekte Bild bewahrt wird. Ja, so war ich auch einmal – vielleicht nicht genau so, aber das perfekte Bild war mir auch wichtiger als die Realität. Jedem das Seine. Gut inzwischen offen und ehrlich mit den Dingen umgehen zu können und auch das Nicht-Perfekte zu akzeptieren und anerkennen / lieben zu lernen.

Dann habe ich erst einmal gefrühstückt, beim Frühstück habe ich kurz Selinas Vater vorbeilaufen sehen, man hat sich zugewunken, dann ist er Frühstück einkaufen gegangen. Später haben wir uns noch kurz auf der Terasse unterhalten, über dies und jenes und er hat mich noch etwas vom Obst-Frühstück probieren lassen, Selina hat das Zimmer anscheinend ohne Frühstück gebucht – ich wusste gar nicht, dass das geht.

Gegen 11:20 fing es dann wieder mörderisch an zu regnen – über eine Stunde lang, so habe ich dann schon mal „probegepackt“, komischerweise ist mehr Platz als auf der Fahrt nach Koh Samui, warum auch immer.

So steht das Gepäck schon nahezu fertig, griffbereit für morgen da, eigentlich muss ich nur noch meine aktuellen Klamotten von heute reinstopfen, die Sachen für morgen sind auch schon zurechtgelegt.

Ich hoffe, dass meine Wanderschuhe bis morgen trocken werden, da ich die während des krassen Regens draußen stehen lassen habe, sind die komplett nass gewesen. Ich hab die zwar reingenommen, besser wäre schon, wenn Sie morgen trocken sind, verbrauchen Sie doch eine Menge Platz, zumindest mehr als meine Flip Flops.

Gegen Mittag bin ich dann erst noch einmal ins Seven Eleven gegangen, habe mir wieder Hustenpastillen, Wasser und noch ein paar Stifte geholt, irgendwie habe ich wohl wieder mal meinen Kuli verloren. So kann ich morgen mal noch in meinem Offline-Blog endlich mal wieder schreiben.

Auf dem Weg dahin wurde mein Fuß immer schlimmer, tat mehr und mehr weh, irgendwie konnte ich ihn kaum noch bewegen.

Ich habe bis zum Mittagessen dann eine ganze Zeit lang die Miez beobachtet, einfach nur dagesessen und zugeschaut – echt schön, so nur zu beobachten und versuchen, den Rest abzuschalten.

Ich habe dann die Sachen ins Zimmer gebracht, mir meine Schmerztabletten, auch die starken mit Tramadol geschnappt und bin im Hotel-Restaurant essen gegangen. Dort habe ich Rindfleisch mit Knoblauch-Pfeffersauce gegessen – echt ein Traum von Essen. Danach die Pillen eingeworfen, wieder ins Zimmer und hab mir erst mal einen kühlen Umschlag für meinen Fuß gemacht – Handtuch nass, etwas mit dem kalten Wasser aus dem 7 eleven übergossen und um den Fuß gewickelt. Das tat gut. Irgendwann bin ich auf dem kleinen Sofa etwas eingenickt, das Tramadol tat wohl seine Wirkung – macht immer ziemlich müde. Kurze Zeit später dann wieder kurz aufgewacht, habe ich mich dann im Bett lang gemacht, da es schon wieder regnete. Irgendwie hört das heute immer nur für ein paar Minuten mit regnen auf, um dann wieder neu anzufangen.

So schlief ich dann bis 17:30 Uhr, hatte die verrücktesten Träume, ziemlich bunt alles, aber genau daran erinnern kann ich mich irgendwie nicht.

Ich habe dann erst mal versucht noch die gebührenfrei-Versicherung zu erreichen, da eine email an die zuständige Stelle erst einmal zurückkam – wir sind nicht zuständig. So habe ich für wahrscheinlich 10 Euro mit einer kaum deutsch sprechenden Sachbearbeiterin diskutiert, um dann ein Formular zu bekommen, mit dem ich die Auslandskrankenversicherung entsprechend geltend machen kann. Mal schauen, vielleicht versuche ich es doch erst einmal über die Bayerische Beamtenkrankenkasse, das scheint mir der einfachere Weg zu sein.

Dann hab ich mich etwas auf die Terasse gesetzt, wo die Miez wieder wartete, mich anmauzte und Kuscheleinheiten und Futter einforderte. Auf der Terasse habe ich ein bisschen gedöst – einfach nur dagesessen und wieder den Moment genossen, irgendwann dann zum Abendessen – noch einmal zum Italiener gegangen und nun sitze ich noch hier und schreibe den Blog auf der Terasse zu Ende. In mir herrschen ziemlich gemischte Gefühle, auf der einen Seite bin ich froh, dass die Zeit vorbei ist und ich endlich nach Hause komme, um meine Familie wieder zu sehen, die ich inzwischen sehr vermisse, auf der anderen Seite eine gewisse Traurigkeit, war das hier doch eine Idylle hier – die wahrscheinlich ohne den Unfall noch mal bedeutend schöner wäre.

Tja, damit muss man aber leben, ich hätte wohl doch auf meinen Instinkt hören und mich nicht überreden lassen, mit dem Roller zu fahren. Am Ende kann man eh nix mehr dran ändern, man muss es so nehmen wie es ist.

Während des Schreibens hatte ich mal wieder etwas Besuch auf meiner Terasse – ja, von der Miez einerseits, aber auch von diesem lustigen Gesellen.

Es ist toll, die verschiedenen Tiere beobachten zu können – etwas, was man in der Stadt ja kaum zu sehen bekommt. Frösche, Kröten, diverse Insekten – für manche wahrscheinlich etwas ekelig oder gruselig, ich find es aber richtig spannend.

Morgen geht es dann direkt nach dem Krankenhaus zum Flughafen, wo ich dann mal wieder zurück nach Bangkok fliege. Diesmal bin ich in Sukhumvit untergebracht, einer Gegend, in der wohl auch ziemlich viel los sein soll. Mal schauen, was ich dann noch in Bangkok machen werde – vielleicht zieht es mich mal zur Khao San Road, mal das wilde Treiben anschauen oder ich schaue mir doch mal einen Muai Thai-Kampf an. Auf alle Fälle gehts nochmal ins MBK – vielleicht finde ich endlich noch etwas für meine Jungs.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge genieße ich noch den restlichen letzten Abend in Koh Samui, um dann den Zwischenstopp für die Heimreise anzutreten und Bangkok wiederzusehen.

สำรวจเกาะ – S̄ảrwc keāa – Die Insel erkunden

Nach den recht ereignislosen letzten zwei Tagen, habe ich heute wieder etwas mehr zu berichten. Eigentlich wollten die zwei Holländer, die das gleiche Schicksal wie ich ereilt hatten, nämlich einen Motorroller-Unfall zu haben, ja schon gestern eine kleine Insel-Rundfahrt machen, was sie aber auf heute verschoben hatten. So hat das also heute stattgefunden. Aber alles der Reihe nach.

Die Nacht über habe ich relativ schlecht geschlafen, hat sich doch gestern Abend so etwas wie eine Bindehautenzündung bei mir gebildet, wodurch ich eitriges Sekret in den Augen hatte, durch das ich schlechter sehen konnte und durch das sich die Augen verklebt haben. Ich habe das mehrmals die Nacht weggemacht, irgendwann bekam ich mein rechtes Auge nämlich gar nicht mehr richtig auf, hab es dann erst einmal wieder gereinigt und dann ging es wieder eine Weile. Außerdem tat irgendwie laufend mein rechtes Bein weh, ich weiß nicht genau warum.

Heute Morgen hatte sich dann merkwüdigerweise alles gelegt, sowohl Bein als auch mein Auge waren wieder komplett OK. Vielleicht wurde mein Auge nur durch irgendetwas gereizt – die Sonne, die Klimaanlage, … und hat deshalb so reagiert – wer weiß. Tagsüber ist das Problem zumindest nicht mehr aufgetreten – ich bin mal gespannt.

Nach der relativ unruhigen Nacht bin ich dann erst gegen 9:30 Uhr aufgewacht, bin dann schnell zum Frühstück und habe dann ein kleines Frühstück quasi heruntergeschlungen.

Um 11 ging es dann wieder zum Verbinden, zusammen mit meinen Leidensgenossen, die diesmal noch relativ lange für den formellen Kram gebraucht haben. Irgendwie scheint das Krankenhaus laufend zu versuchen einen zu bescheißen, einmal rechnen die alles in Euro ab mit Fantasie-Umrechnungskursen, die jenseits von gut und böse sind, heute wollten sie mir noch mehr in Rechnung stellen, wie gestern, obwohl das gleiche bzw. noch weniger benötigt wurde. Dann wurde die Rechnung korrigiert – gut, dass ich nachgehakt hatte.

Um 13 Uhr wäre dann die Tour losgegangen, kurz davon bin ich noch kurz in den Tesco-Lotus-Shop, hab mir etwas Reiseproviant besorgt und da wartete unser persönliches Taxi schon. Als erstes sind wir in Chaweng Beach zum Aussichtspunkt gefahren – einfach genial, auch wenn es ziemlich geregnet hat bzw. sehr bewölkt war, hat man doch relativ gute Bilder machen können.

Schön, oder? Weiter ging es dann zu Crystal Cove, einem weiteren Aussichtspunkt, ganz in der Nähe. Und wieder so ein unheimlich idyllischer Ort.

Wie ein kleines tropisches Paradies. Die Häuschen haben mich irgendwie auf den ersten Blick so komplett an einen typischen Piratenfilm erinnert, fragt mich nicht, warum.

Da der Van nur 4 Stunden gemietet war, ging es gleich weiter, zum Crystal Beach – einem Strand, direkt hinter Crystal Cove. So eine fantastische Bucht, habe ich lange nicht mehr gesehen.

Der dritte wirklich fantastische Ort. Koh Samui hat echt was zu bieten, schade, dass so wenig Zeit dafür ist, das in Ruhe zu genießen. Ggf. muss ich noch mal mit einem Taxi hin.

Nächste Station war Hin Ta und Hin Yai, die als Großvater und Großmutter-Felsen bekannt sind. Großvater-Felsen sieht aus wie ein männliches Geschlechtsteil, was man durchaus erkennen kann.

Den Großmutter-Felsen (der wie ein weibliches Geschlechtsteil aussieht), konnte ich leider nicht ganz so erkennen, ich vermute mal, der hier ist damit gemeint. Leider kam man aufgrund der Flut nicht so weit ran, daher konnte ich das nicht von nahem fotografieren, da ich sowieso aufpassen muss mit meinem Fuß, war großartiges Klettern überhaupt nicht möglich.So bleibt es mir ein Rätsel, ob wirklich dieser Felsen damit gemeint ist, wer weiß….

Dann ging es weiter zum roten Tempel. Ich glaube, das ist bisher der schönste Tempel, den ich in Thailand bisher gesehen habe. Auf der einen Seite schlicht gehalten, ohne überall Gold und Prunk zu haben, auf der anderen Seite durch diese Vielzahl von Figuren, Schnitzereien, … so außerordentlich schön, dass es kaum zu beschreiben ist.

Am liebsten hätte ich den ganzen Tag darin verbracht, hätte die Energie und die Erhabenheit dieses Tempels am liebsten in mich aufgesogen. Da wenig Zeit war, ging es leider weiter.

Nächster Halt: Tempel des mumifizierten Mönchs.

Sehr interresant, hier befindet sich die Mumie eines Mönches, der wohl mehrere hundert Jahre nicht verwest. Angeblich bringt es Glück, wenn man der Mumie eine Sonnenbrille kauft und ihm diese aufsetzt.

Äußerst hübsch waren auch die zugehörigen Pagodentempel mit den verschiedenen Verzierungen.

Nach den beiden Tempeln ging es dann weiter zum Wasserfall. Hier mal wieder extrem auf Tourismus getrimmt – mit Elefantenreiten vor dem Wasserfall – aus Tierschutzgründen ohne Fotos – die Elefanten waren wieder mal gefesselt, gut ging es denen vermutlich nicht wirklich.

Der Wasserfall dagegen war echt der Hammer. Im Vergleich zu allen anderen der höchste, wenn auch nicht der schönste. Das Problem das Wasserfalls war meines Erachtens, dass er einfach komplett überlaufen ist, trotz Regen bzw. starker Bewölkung war dort ein ziemlicher Trubel. Da vermisse ich den Wasserfall aus der Trekking-Tour, an dem wir übernachtet haben und an dem keine Menschenseele war.

Nach dem Wasserfall ging es dann wieder zurück, da knapp die Hälfte der Zeit um war. Wir wollten  noch zu der Statue mit den vielen Armen / Händen und noch einmal zum großen Buddha. Durch eine Menge Stau kamen wir leider nicht allzuschnell vorwärts, schafften es dann aber endlich zur Statue mit den vielen Händen.

Wieder einmal wunderschöne Pagodentempel in dem Gelände.

Die Statue mit den vielen Händen / Armen von der Seite

Auch einen „Happy Buddha“ gab es dort.

Und die Statue mit den vielen Händen noch einmal von vorn.

Der wunderschön ausgearbeitete Drache hat mich besonders beeindruckt.

Dann wieder in den Van und noch zum Big Buddha. Den hatte ich zwar schon mal mit dem Roller gesehen, aber egal.

Direkt über unsere Köpfe rauschte ein Flugzeug an uns vorbei, man hätte denken, können, allein den Arm auszustrecken und es berühren zu können.

Um den Buddha drumherum sind noch kleinere Buddha-Statuen aufgestellt, die hatte ich beim letzten Mal gar nicht bemerkt.

Dann war auch die Rundfahrt schon vorbei – so schnell gehen 4 Stunden um. Auf der einen Seite hat man superkompakt mal alles wichtige gesehen, aber leider eben nur gesehen. Ein längeres Verbleiben wäre schon schön gewesen, aber so ist das halt bei einer kompakten Insel-Erkundung, da bleibt halt keine Zeit zum Verweilen und Erleben.

Aber egal, schön war es trotzdem. Trotz der 4 Stunden blieb uns keine Zeit, mal was Essen zu gehen, also holten wir das nach der Fahrt nach, mit ordentlich Hunger setzten wir uns in ein „Beach“-Restaurant, gleich in der Nähe unseres Hotels, wo wir ordentlich thailändisch gegessen haben. War echt lecker und auch die Aussicht auf das Meer war wirklich super.

Ein echt toller Tag.

Heute werde ich mal etwas eher ins Bett gehen, um mir morgen vielleicht mal den Sonnenaufgang anzusehen und bereits um 7:45 die Verbände wechseln zu lassen. Meine beiden neuen Freunde Katja und Brian fliegen leider schon morgen nach Bangkok, mit der gleichen Maschine, wie ich dann einen Tag später, so dass Sie vorher dann noch ihre Verbände wechseln lassen. Warum soll ich da nicht mitkommen?!

Ansonsten wird es morgen wahrscheinlich eher ruhig – werde  noch etwas chillen, meine Wunden und meinen Fuß weiter heilen lassen und meine Sachen langsam zusammenpacken. Vielleicht ergibt sich ja aber noch etwas ganz spontan, mal schauen.

Bis morgen dann.

การผ่อนคลาย – Kār p̄h̀xnkhlāy – Entspannung

Hallo Deutschland,

sicherlich habt ihr Euch gewundert, dass es gestern keinen Blog-Eintrag gegeben hat, irgendwie hatte ich gar nichts groß zu berichten. Deshalb heute ein Bericht für beide Tage. Nachdem ich ja am 18.05. den Unfall hatte, muss ich nun jeden Tag Bandagen wechseln, glücklicherweise stellt das Hotel dazu einen Mini-Van bereit, der mich da jeden Tag gratis hinbringt. Eine echt nette Geste. Ich fahre da immer so gegen 11 Uhr hin, ist eine ganz gute Zeit, danach kann ich meistens Mittag essen gehen. Gestern habe ich beim Verbinden wieder die beiden anderen Gäste des Hotels gesehen, die einen Tag vor mir einen Motorrad-Unfall hatten, ein jüngeres Pärchen, den Mann hatte es ziemlich hart getroffen, da er auch verschiedene Wunden im Gesicht hat. Sie hat es noch ganz glimpflich erwischt – eine Bandage am Arm, eine am Bein.

Nach dem Verbinden meiner Wunden habe ich mal angefragt, was ich mit meinem Fuß machen kann. Bei dem Unfall ist beim Fall des Rollers auf mich drauf, mein rechter Schuh in das Hinterrad gekommen, mein Fuß natürlich mit drin. Irgendwie habe ich mir da wohl etwas gezerrt oder so, auf alle Fälle ist der Fuß seit etwa gestern oder vorgestern etwas blau, geschwollen und tut leicht weh. Nach der Frage, was ich machen kann, meinte dann der Pfleger:

„You walk too much.“ – Also ich laufe zu viel. Heißt, Fuß ausruhen, möglichst hochlegen, dann geht die Schwellung irgendwann zurück. Na super, heißt also, Füße stillhallten, nur noch laufen, wenn wirklich nötig. Dabei laufe ich doch inzwischen so gerne. Naja, achte ich lieber mal auf meine Gesundheit und entspanne dann einfach. Es ist nicht einfach, die innere Unruhe zu zügeln, aber irgendwie habe ich es dann geschafft.

Einfach hinlegen, Füße hoch und still halten und am Pool gelegen, im Zimmer geschlafen oder an den Strand.

Da seht ihr mich mal mit meinen (noch) zwei Verbänden an beiden Armen.

Gestern Abend war dann noch ein italienischer Abend im italienischen Restaurant nebenan / schräg gegenüber. War eigentlich nicht schlecht, speziell für die Hotelgäste wurden Tische reserviert (wenn man denn daran teilnehmen wollte), dazu hat eine hübsche Lady mit sehr guter Stimme live gesungen. Zwar ist das Restaurant schon relativ teuer – am Ende habe ich für 1x Bruschetta, 1x Spaghetti Alio e Olio con Peperoncini, 1 x Panna Cotta einer großen Flasche Wasser und einem Eistee dann 700 Baht (ca. 18 Euro) bezahlt, schon eher ein europäischer Preis, aber dafür hat es echt lecker geschmeckt und man wurde ganz gut unterhalten. Das Pärchen, das ebenfalls einen Unfall hatte, war auch dabei, anscheinend sind die gestern aus dem Krankenhaus herausgekommen, nach 3 Tagen Aufenthalt, die Armen.

Heute dann wieder um 11 Uhr verbinden fahren, diesmal sind die beiden mitgekommen. Man ist so ein wenig ins Gespräch gekommen, sie sind Niederländer, heißen Katja und Brian (glaube ich) und sind auch nicht mehr allzulange hier auf Koh Samui.

Heute wurde mir dann (nachdem ich gestern bereits eigenwillig den Bauchverband entfernt habe, weil der nach dem Duschen abgegangen ist) der linke Armverband entfernt, das sieht eigentlich inzwischen wirklich ganz gut aus, war ja aber auch nur der Arm, der relativ leicht lädiert war.

Da eine Wunde an der Hand noch nicht so richtig zugewachsen ist, bleibt der Hand-Verband noch mal dran, mal schauen, ob es morgen oder übermorgen besser aussieht, dann kann der vermutlich auch schon ab.

Mein rechter Arm sieht noch ziemlich gruselig aus, alles noch feuerrot und an einigen Stellen noch offen, ich denke mal, das dauert noch, bis es geheilt ist. Auch mein Bein schmerzt noch etwas, obwohl es zumindest beim desinfizieren weniger weh tut als der Arm. Ich werde mal schauen, ob ich es mir morgen angucken kann, wäre gut zu wissen, wie weit die Heilung fortgeschritten ist.

Nach dem Verbinden mussten wir noch kurz warten, bis der Mini-Van uns abholen kam, so redeten Katja, Brian und ich noch etwas weiter und tauschten dann Whatsapp-Nummern aus.

Zum Mittag habe ich mir dann mal wieder diese Hähnchen-Teile vor dem Tesco-Lotus-Markt geholt – 3 Stück für je 10 Baht – einfach lecker und saugünstig. Dann kam von Katja die Whatsapp, ob wir nicht eine 4h Rundtour durch Koh Samui machen wollen – für insgesamt 2000 Baht. Durch 3 geteilt ist das eigentlich ein fairer Preis, so willigte ich ein. Ich freute mich darauf, allerdings haben die beiden es dann doch auf morgen verschoben, da heute die Zeit nicht so gereicht hatte, um 18:00 Uhr eine Cocktail-Party am Pool / Strand startete, die die beiden nicht verpassen wollten. OK, auch gut.

So verbrachte ich den Großteil des Tages entweder im Zimmer mit Lesen meines neuen Ratgebers: Stressmanagement, ein wenig am Pool und am Ende dann auch am Strand.

Immer wieder schön. Die Beine gehören übrigens meiner Nachbarin 🙂 . Irgendwann wurde es mir echt zu heiß (von der Sonne, nicht von der Nachbarin 😉 ) , dann ging ich ins Zimmer, machte noch ein kleines Nickerchen und ging dann kurz vor 6 wieder an den Strand. Dort war „die Party“ schon im Gange, jeder bekam einen gratis Cocktail – so eine Art Margharita mit Apfel und Gin – obwohl ich Gin nicht mag, schmeckte das eigentlich gar nicht mal schlecht. Dazu gab es ein paar Häppchen – mehr eigentlich nicht. Ich muss sagen, die Partys hier im Hotel sind irgendwie nicht so der Bringer, am 19. war ja White Party, da war NIEMAND am Strand, trotz DJ. Mal schauen, vielleicht wird das ja doch noch was.

Ich unterhielt mich wieder kurz mit Brian und Katja, genoss aber später dann lieber den fantastischen Sonnenuntergang, an dem ich mich echt nicht satt sehen konnte.

 

Echt der Hammer. Morgen ist dann die 4 h Tour quer über die Insel mit kurzen Stopps an den Haupt-Attraktionen, wie dem Big Buddha, der vielarmigen Statue, dem Großvater und Großmutter-Felsen, einem Wasserfall und was noch so in die 4 h hineinpasst. Ich bin ja mal gespannt. Dann ist wohl Abends Barbecue, darauf bin ich ebenso gespannt.

So, werde nun wieder schlafen, irgendwie mag mein Auge nicht mehr richtig, hab so das Gefühl, eine Bindehautentzündung oder so etwas ähnliches zu bekommen. Ich hoffe mal, durch Schlafen wird das besser.

Bis morgen dann.

ปาร์ตี้ที่หาดละไม – Pār̒tī̂ thī̀ h̄ād lamị – Party in Lamai Beach

Hallo Deutschland,

heute wieder etwas mehr, wenn auch mit etwas schlechteren Bildern. Gestern wurde uns vom Hotel ein Flyer ausgegeben, dass heute eine große Eröffnungsparty einer „Zweigstelle“ des Hotels in Lamai Beach, im Süden der Insel gefeiert wird. Alle Gäste sind dazu eingeladen, sie werden gratis hingefahren, können an der Party mit teilnehmen, müssen dann lediglich allein zurückfahren.

Da ich mir erst einmal keinen Roller mehr leihe – ich habe keine Lust mehr auf noch mehr Koh Samui Tatoos – habe ich das eigentlich als die optimale Gelegenheit gesehen, mal mir etwas mehr von Koh Samui anzuschauen, perfekt.

Nach dem Frühstück habe ich mich dann gleich angemeldet – auf dem Flyer hieß es um 3, unser Concierge meinte um 2. Naja, von mir aus. Um 11 bin ich wieder neu zum verbinden gefahren, nur noch am rechten Arm die Wunde und die am Bein tun noch beim Desinfizieren weh, die anderen nicht mehr. Ich werde mal sehen, dass ich das Krankenhauspersonal morgen überreden kann, dann nur noch die rechte Seite (ohne seitlichen Bauch) zu verbinden, dann habe ich etwas mehr Spielraum, vor allem was Duschen angeht. Meinem Fuß geht es von Tag zu Tag auch besser, er ist zwar noch ziemlich geschwollen, ich kann ihn aber schon fast wieder schmerzfrei bewegen. Kann natürlich sein, dass das an den Schmerzmitteln liegt, oder aber, dass es besser wird – ich weiß es nicht.

Ich habe mal heute morgen noch nach den Medikamenten, die ich bekomme, im Internet nachgeschaut – krasses Zeug, was mir die da geben. Das eine ist ein Schmerzmittel und Entzündungshemmer, das kenne ich auch von Deutschland her. Das zweite ist ein Opiat – starkes Zeug also – kein Wunder, dass ich jetzt immer so müde bin.
Das Antibiotikum, dass ich bekomme, wird spannenderweise in Deutschland gar nicht für Menschen genutzt, sondern nur in der Veterinärmedizin. Hm, wusste gar nicht, dass ich ein Tier bin 🙂 .

Egal, die werden schon wissen, ob / dass es passt.

Was ich noch feststellen musste, ist, dass sie immer in Euro abrechnen aber mit einem ziemlich schlechten Wechselkurs, meist so 2 Baht / Euro geringer. Das sind mir ein paar Schlitzohren sage ich euch – es hat mich schon sehr gewundert.

Nach dem Krankenhaus bin ich heute mal an einen Stand gegangen, an dem ich mir 2 knusprige Hähnchenstücke mitgenommen habe. Die haben gerade mal 20 Baht, also knapp 60ct gekostet, waren aber ziemlich groß und haben echt verdammt lecker geschmeckt. Danach war ich auch ziemlich satt, zumal ich vom Frühstück noch ein paar Früchte übrig hatte, die ich dann gleich noch aufgegessen habe.

Den ganzen Morgen über war ich ziemlich müde, bin vor dem Verbinden immer kurz eingedöst, genauso nach dem Mittagessen. Als es dann kurz vor 14 Uhr war, bin ich dann rüber zur Rezeption, um den Concierge vor der Tür stehen zu sehen, der mich dann fragte, was ich denn mache. Na zum Lamai Beach wollte ich fahren – er hatte ja 14 Uhr gesagt. Nein, nun doch wie besprochen 15 Uhr, ich kann ja noch solange am Pool relaxen. Das tat ich auch – beobachtete u.a. ein Mädel, so schätzungsweise Anfang 30, die mit einem bestimmt Anfang – Mitte 50 jährigen ziemlich geflirtet hat. Komische Sache, irgendwie kann ich das nicht verstehen, warum solche relativ junge Mädchen sich unbedingt solche alten Kerle fangen wollen.

Naja, egal, irgendwann war halt die Zeit rum, wieder bin ich zur Rezeption – Bus kam dann, wir haben eine Weile noch auf andere Leute gewartet und sind dann zu viert zum anderen Hotel am Lamai Beach gefahren. Natürlich war dort noch ziemlich wenig vorbereitet – so warteten wir eine Weile, ich ging dann einfach mal an den Strand.

Der Strand selbst, ist etwas anders als am Hotel bzw. in Chaweng Beach, viel grobkörniger und etwas härter. Aber trotzdem interessant. Nicht so interessant – eher abstoßend ist ein kleines Gewässer, das furchtbar stinkt und ziemlich voller Algen ist und einem Stück Strand etwas vorgelagert ist.

Wenn man das mal ausblendet, sieht der Strand aber gar nicht so schlecht aus.

Wieder mal ein Katalogstrand, oder? Leider hatte ich die Kamera vergessen bzw. nicht gefunden, so dass ich das mit dem Billig-Smartphone aufgenommen habe. Aber es geht denke ich mal einigermaßen.

Irgendwann ging dann die Party los, erst einmal lief Musik wohl vom Smartphone, eine halbe Stunde später kam dann der DJ und baute erst mal alles auf. Dann legte er los und bereits nach dem ersten Lied – Totalausfall der Anlage. Da musste ich erst einmal schmunzeln. Aber sowas passiert halt. Ein paar Minuten später lief sie dann wieder und der DJ legte eigentlich ziemlich gute Sachen auf. Das spannende an der Party, was einem auch vorher niemand gesagt hat – alles war gratis. Gratis Getränke – ich bestellte mir erst einmal einen Fruit Punch (Alkohol verträgt sich mit dem Antibiotikum ja nicht).

Nach den Getränken wurde dann alles mögliche gebracht – erst einmal Bananenchips zum Probieren von einem Teller (in süß), kurz darauf kamen Sie mit einer ganzen Tüten herum, bei denen man sich aussuchen konnte, ob süß oder salzig. Mich interessierte das Salzige, ich muss sagen, es schmeckt echt ziemlich Klasse – eher so wie Kartoffelchips. Dann gabs Popcorn und Zuckerwatte. Anschließend gegrillte Maiskolben. Und als das dann verteilt war, konnte man sich an der Bar von verschiedenen Speisen bedienen – Pad Thai, wie üblich halt, Frühlingsrollen, Reis und Reis-Pfannkuchen oder wie auch immer man die nennen kann – quasi zu einem dicken Pfannkuchen geformter Klebereis, der dann noch gebraten wird.

Krass leckere Sachen. Im Pool spielten zwei Mädels – waren wohl halb Thai-Mädels (der Vater war irgendetwas anderes, keine Ahnung was). War echt lustig, den beiden zuzusehen, wie sie mit den großen (aufblasbaren) Schwanfiguren spielten und im Wasser herumtollten.

Der Abend wurde später, es kamen immer mehr Gäste, es wurde immer voller, die Musik lauter und im Pool wurde es etwas ausgelassener.

Ich will nicht sagen, dass die Party nicht schön war, denn das war sie auch wirklich, allerdings fühte ich mich so komplett alleine dort, mit dem Handicap der ganzen Verbände so fehl am Platze, dass ich gegen 18:30 dann ging. Irgendwie hatte ich auch keinen richtigen Mut, die anderen Gäste anzusprechen – hier kam wohl mal wieder mein übliches Problem durch. Eigentlich hätte ich mit meinen direkten Nachbarn reden können, immerhin waren die sogar Deutsche, aber ich hatte so leicht das Gefühl, dass die nicht so wirklich wollten, daher habe ich das gelassen.

Ich verließ also die Party und kam mitten rein in den Lamai Beach Night Market. Juhu – ein Nachtmarkt, genau das, was mir bisher in Koh Samui gefehlt hatte. Ich schlenderte über den Nachtmarkt und genoss das Treiben, fühlte mich wieder richtig wohl. Echt komisch, früher in Deutschland, während meiner Depression habe ich solche Märkte wie die Pest gehasst, diesen ganzen Trubel, das ganze Treiben, fürchterlich.

Nun mag ich solche Märkte mit einmal. Ich fühle mich irgendwie wohl in diesem Treiben, in diesem wilden Trubel. Ich schlenderte ein bisschen über den Markt, auf der Suche nach einer neuen Short. Leider fand ich da keine, dafür aber ein Wirtshaus mit Biergarten nach Deutscher Art.

War schon lustig. Der Markt war im Gegensatz zu Chiang Mai ziemlich klein, irgendwann war halt Ende Gelände, so ging ich und suchte mir ein Taxi. Ich hielt ein Songthaew an und frage, ob er mich nach Chaweng Beach bringen kann. Wohin genau wollte er noch wissen, ich meinte so, irgenwohin in die Nähe der Walking Street (Fußgängerzone).

Er brachte mich auch genau zum Anfang der Fußgängerzone für 300 Baht – naja, vom Preis her so lala, dann lief ich durch sie durch – ein wahres Einkaufsparadies. Leider kann das Foto mal wieder nicht annähernd das festhalten, wie es wirklich war.

Ein wildes Treiben auf den Straßen – echt schön. Ich lief eine Zeit, nahm wieder sog wieder dieses lebendige Treiben in mich auf. Laufend wurde ich angesprochen wegen meiner Verbände – Motorcycle – ah ja.

Irgendwann kam ich dann dorthin, wovon ich schon gelesen und gehört hatte, das Central Festival Einkaufzentrum.

Innen lief gerade ein Body-Building-Wettbewerb, schon interessant, diese sonst so schmächtigen, kleinen Thais mit übelsten Muckis zu sehen – aber auch irgendwie komisch.

Endlich fand ich auch einen Laden, der Bermudas bzw. Shorts hatte und zwar nicht nur diese Badeshorts, sondern richtige. Nach drei Hosen anprobieren, habe ich dann endlich die richtige gefunden – nun habe ich endlich mal wieder eine Jeans-Bermuda – juchu.

Ich lief noch ein wenig herum, wollte eigentlich noch ein Foto von „Love Koh Samui“ machen, dass vor dem Central Festival steht, allerdings hatte sich da eine Gruppe von jüngeren Leuten davor postiert, die stundenlang Fotos machten, irgendwann war da meine Geduld zu Ende und ich ließ es sein.

Nach Central Festival lief ich noch die Fußgängerzone bis zum Ende durch, lief noch etwas Richtung Hotel, winkte erst wieder ein Sammeltaxi heran, der aber keine Lust hatte für 200 Baht in meine Richtung zu fahren und auch zu faul war, irgendwie zu handeln. Kurze Zeit später winkte mir dann ein Motorrad-Taxi zu, der mich für 250 hinbringen würde, ich handelte auf 200 runter, ja, das war OK, so fuhr er mich „heim“. Die Nachbarin war auch mal wieder da, ich unterhielt mich kurz mit ihr – erzählte ihr soweit, dass es mir besser geht, sie wiederum meinte, dass die „Hotelmiez“ nun bei ihr untergekommen ist – sie war vorher bei der anderen Deutschen, die leider vorgestern abgereist ist.

Nachdem ich mich dann geduscht hatte – alle Verbände sind nun trotz Vorsicht komplett nass – den Verband am Bauch habe ich nun abgemacht – die Wunde ist ja sowieso bereits geschlossen – ging ich noch kurz raus – die Nachbarin unterhielt sich mit einem Angestellten, die Miez saß daher nun bei mir. Ich hab ihr etwas zu futtern gegeben – das Futter hatte mir die bereits abgereiste Deutsche noch gegeben, irgendwann kam die Miez zu mir rein und besetzt nun mein Bett, auf dem ich auch gerade den Blog schreibe. So eine freche!!

Gegenüber Tobi und Timmi ist die übelst dürr und klein, anscheinend werden die hier nicht so groß. Aber richtig niedlich.

So, werde jetzt schlafen, bin schon extrem müde. Insgesamt war es ein wirklich schöner Tag. Bis morgen dann.

ทำใจให้สบาย – Thảcı h̄ı̂ s̄bāy – relaxen

Heute gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, den Tag habe ich eigentlich genutzt, um komplett zu entspannen und gesund zu werden.

Heute morgen beim Frühstück schaute mich der Concierge fragend und geschockt an, wegen meiner Verbände, er bot mir dann sofort an, mich gratis ins Krankenhaus zu fahren, dort zu warten und mich dann wieder zurück zu bringen. Echt eine super Sache das Ganze.

Nach dem Frühstück habe ich erst einmal in der Rezeption angefragt, ob ich denn auch den Aufenthalt verlängern kann – mit den Koh Samui-Tattoos  (ugs. wird das hier für Schürfwunden beim Motorroller-Unfällen genutzt) gehe ich bestimmt nicht zur Half-Moon-Party. Das klappt soweit, sogar zum gleichen Preis / Nacht, wie bisher – cool.

So bleibe ich dann bis 25. auf Koh Samui.

Anschließend habe ich mir den  Roller geschnappt und habe ihn dann zur Leih-Station zurückgebracht – die Besitzerin, bzw. die Mutter der Besitzerin hat gleich mitleidig geschaut, als sie gesehen hatte, dass ich einen Verband hatte, hat dann gefragt, was passiert sei und hat dann ihre Tochter wegen der Begutachtung angerufen. Nach ca. 10 min ist die gekommen, hat sich die Sachen angeschaut, am Ende habe ich 3000 Baht – ca. 80 Euro gezahlt, naja, jetzt nicht gerade wenig, aber ich hatte eigentlich mit viel mehr gerechnet.

Freundlicherweise haben die mich dann auch zurückgefahren, so musste ich nicht zurück humpeln.
Um 11 Uhr wurde ich dann ins Krankenhaus gefahren, habe die Wunden neu desinfizieren und wieder verbinden lassen. Irgendwann ging es dann wieder zurück. Da es da schon Mittag war,  bin ich etwas herumgelaufen, um etwas günstiges zu Essen zu bekommen, und habe ein Hostel gefunden, bei denen das Essen ziemlich günstig war – gerade mal 60 Baht für eine Portion Nudeln war echt günstig. Noch eine Cola light dazu – für gerade mal 90 Baht, also knapp 2,50 Euro kann man nicht meckern.

Während ich auf mein Essen gewartet hatte, kam dann ein Amerikaner oder Engländer raus, der mich gleich sah und mich auf mein Koh Samui-Tattoo ansprach – er hatte sich auch eins geholt, allerdings war es wohl schon einen Tick älter.

Nach dem Essen gings wieder zurück zum Hotel, da hat mich wieder der Concierge angesprochen, ob ich denn schon gegessen habe. Als ich das bejaht und kurz darauf in mein Bungalow ging, klopfte es wenige Minuten später und er brachte mir einen Teller mit Früchten vorbei, die Melonenstücke in Herzen geschnitten, als kleine Aufmunterung, damit ich schnell gesund werde. Das Personal hier ist echt so lieb.

Im Bungalow habe dann erst mal meinen Flug zurück nach Bangkok und meinen Aufenthalt dort gebucht, so dass nun meine Reise komplett geplant ist.

Danach lange geschlafen – bis ca. 17:30 Uhr und dann bin ich ein wenig hier herumgetigert, am Ruhepool hat mich dann eine Thailänderin versucht anzubaggern – keine Ahnung, warum, hab Sie dann aber ziemlich abblitzen lassen – bin einfach gegangen. Da habe ich echt keine Lust darauf. Dann habe ich leckere Fettucini mit Pesto gegessen – wirklich nicht schlecht und gar nicht so teuer hier.

Heute Abend ist / war dann White Party – wo sich die Leute vorwiegend weiß anziehen sollen. Ich bin da kurz hin – eigentlich ganz nett gemacht – alles weiß eingedeckt, direkt auf dem Strand – warum auch immer standen ein paar Tische herum, aber es war NIEMAND da. Der DJ hat quasi nur für sich aufgelegt – muss echt frustrierend sein. Eigentlich hätte ich ja schon gern getanzt, aber irgendwie fehlte eine richtige Fläche um überhaupt tanzen zu können. Die Musik – naja, ging so, etwas chillige House-Musik, zum tanzen nur bedingt geeignet.

Da ich vergessen hatte, nach dem Abendessen meine Schmerz-Tablette zu nehmen, habe ich mir noch eine Flasche Wasser zum runterspülen geholt, da dachte ich, die spinnen. Eine einfache Flasche Wasser, die es im Supermarkt für 6-7 Baht gibt, hat hier im Hotel 60 Baht gekostet. Ich dachte erst einmal, ich habe mich verhört, und es kostet 6 Baht oder 16. Nein, 60 Baht – ich denke mein Schwein pfeift.

Naja, am Ende habe ich dann trotzdem genommen, bin noch etwas am Pool und am Strand rumgetigert, die Thailänderin hat irgendwie weiter versucht mich anzubaggern, habe sie aber weiterhin abblitzen lassen.

Irgendwie bin ich schon wieder müde, wahrscheinlich machen das die Schmerzmittel. Ich werde wohl wieder zeitig schlafen gehen.

Irgendwie vermisse ich Chiang Mai – das Leben, den Trubel, die Leute dort und die Möglichkeit alles mögliche zu machen. Das Hotel hier ist zwar echt Klasse, die im Internet angepriesenen Partys / Abende sind aber ein ziemlicher Reinfall, weil da einfach nichts los ist.

Immerhin geht es mir immer besser, mein Fuß schmerzt nun kaum noch, ich kann langsam wieder normal laufen, auch wenn er noch etwas geschwollen ist. Die anderen Wunden tun auch nicht wirklich weh, ein wenig Brennen, aber sonst nichts. Bin mal gespannt, ob / wann ich die Verbände auf der linken Seite los werde, da dort relativ wenig ist. Die Wunde am rechten Unterarm wird wohl noch etwas brauchen, um zu heilen. Mal schauen.

จากชายหาดไปโรงพยาบาล – Cāk chāyh̄ād pị rong phyābāl – Vom Strand zum Krankenhaus

Nach dem Post vom Strand bei Facebook gestern Abend, bekam ich noch eine Nachricht, dass ich dringend mal noch den Cha Weng bzw. Cha Weng Noi Beach anzuschauen. Nur so als Info.

Beim Frühstück fragte mich dann der Concierge, oder wie man ihn auch immer bezeichnen kann, was ich denn heute so vor habe. Vielleicht ja mal durch Koh Samui fahren, indem ich mir ein Bike miete? Ich meinte erst, dass ich noch darüber nachdenken muss, hatte ich ja einiges gehört, dass Koh Samui mit die meisten Roller-Unfälle hatte. Nach dem Frühstück entschied ich mich dann trotzdem dafür – hätte ich mal auf mein Gewissen / meinen gesunden Menschenverstand gehört. Mehr dazu aber später. Dann bin ich zur Roller-Station gelaufen, habe mir einen Roller für 200 Baht / Tag gemietet, eigentlich ein Spott-Preis, das sind gerade mal 5-6 Euro / Tag.

Alles gezeigt bekommen, dann ging es los – ich wollte zum Cha Weng-Strand fahren, was ich auch tat. Das fahren ging eigentlich ganz gut, auch an den Links-Verkehr gewöhnte ich mich ziemlich schnell. Erst habe ich auf dem Weg nach Cha Weng den Big Buddha gesehen, da ich quasi daran vorbeifuhr, habe ich ihn einfach mal besucht. Ehrlich gesagt, finde ich ihn nicht ganz so gut gelungen und so schön, was aber schön ist, ist der Ausblick von dem umliegenden Tempel.

Nach einer Weile fahren, habe ich dann irgendwo ein Hotel mit dem Namen „Cha Weng Beach“ gelesen, bin da angehalten, habe mich durch eine ete-petete-Shopping-Gasse durchgezwängt, um dann an den Strand zu kommen. Und es stimmte, einer der besten Strände, die ich bisher gesehen habe, obwohl das nur der Anfang war.

Dann zurück und noch ein Stück weiter gefahren, fand ich die Zion-Bar – eine Reggae-Bar, wo es heute Live-Musik gibt. Wow, klingt echt gut, vielleicht schnappe ich mir heute Abend ja noch den Roller und fahre da hin.

Der Strand dann noch genialer, so wie aus einem Reiseprospekt.

Das Wasser flach und warm wie in der Badewanne. Echt krasser Strand. Ich setzte mich eine Weile hin und schaute einfach aufs Meer – echt schöne entspannende Momente, die man da erlebt.

Irgendwann hatte ich genug, dachte mir noch, zum nächsten Strand Cha Weng Noi zu fahren. Also wieder aufs Bike gesetzt, weiter gefahren, bis ich eine riesige schwarze Wolke am Himmel sah. Oje, wenn es regnet, will ich keinen Roller fahren. Also fuhr ich bis zur nächsten Kreuzung, die mich wieder Richtung Hotel brachte, um  in oder am Hotel erst einmal Mittag zu essen, mir dann auch die Badelatschen zu schnappen, die ich dummerweise vergessen hatte und dann meine Strandtour fortzusetzen.

Irgendwann, eigentlich kurz bevor ich im Hotel war – Rest-Fahrzeit noch ca. 3 min, kam eine relativ starke Rechtskurve, bei der ich irgendwie die Kontrolle über das Bike verlor, auf den komplett sandigen Seitenstreifen fuhr und dann schön über Asphalt und Seitenstreifen rutschte. Scheiße (Sorry).

Ich raffte mich wieder auf, musste erst einmal meinen Schuh bzw. Fuß aus der Hinterrad-Speiche holen, stand auf – und auf einmal wurde mir echt extrem schwindlig – quasi schwarz vor den Augen. Zum Glück kamen ein paar Leute vorbei, die sich nett um mich kümmerten, mir erst mal sagten, dass ich mich hinsetzen solle, was ich auch tat, sofort war mir nicht mehr schwarz vor den Augen und alles war wieder gut. Ich betrachtete meine Blessuren und Wunden – eigentlich nichts wirklich schlimmes, ein paar Kratzer an den Ellenbogen, die Hand an wenigen Stellen aufgeschürft, nur im Bein war eine ein wenig tiefere Wunde. Die Leute gaben mir dann etwas zu trinken, dann raffte ich mich auf und ein Mann kam, von einer Klinik, die lustigerweise direkt gegenüber war. Die freundlichen Leute brachten meinen Roller noch zu der Klinik. Dann setzte ich mich dort erst einmal hin, um zu warten. Irgendwann nach ca. 5 min kam dann schon der Krankenwagen – eigentlich fragte ich mich, warum ich einen Krankenwagen brauchte, ich hatte keine Schmerzen – ok, das war das Adrenalin, die Wunden waren bis auf das Bein eher klein und nicht der Rede wert. OK, zur Desinfektion der Wunden – kann ich schon mal ins Krankenhaus fahren, ja.

Ich setzte mich hinten rein, der Krankenwagen fuhr gerade mal 5 min, dort war dann das nächste Krankenhaus, in dem ich sofort behandelt wurde. Ich zog das meiste zumindest aus – am seitlichen Bauch hatte ich noch eine leichte Schürfwunde – lustigerweise war das T-Shirt komplett heil geblieben, während meine Hose extrem zerfetzt war.

Dann wurden alle Wunden desinfiziert – komischerweise ging es mir gar nicht wirklich schlecht – ich lachte, zumindest grinste ich – entweder weil das Adrenalin immer noch wirkte und einfach dafür sorgte, dass es mir gut ging, oder weil ich die Situation einfach lustig fand. Ja, beim Desinfizieren musste ich dann mal die Zähne zusammenbeißen, brannte das doch schon ziemlich stark.

Alles in allem ging es mir aber soweit ganz gut. Das einzigste was relativ weh tat, war der Fuß, den ich mir in der Rückspeiche eingeklemmt hatte, anscheinend hatte ich mir den etwas geprellt oder verzerrt. Mal schauen.

Als ich dann endlich fertig war, wartete ich noch kurz auf den Behandlungsplan, dann bezahlte ich etwas mehr als 6000 Baht für die Behandlung und bekam noch drei Beutelchen mit Medikamenten mit: Antibiotikum, was ich 4x pro Tag einnehmen soll, Schmerzmittel jeweils 3 x pro Tag und ein zweites Schmerzmittel, was ich dann 1x täglich zum Mittag einnehmen sollte.

In der Notaufnahme traf ich dann auch noch eine aus unserem Hotel, die wohl ein ähnliches Schicksal erlitten hatte. Ich erkannte sie an der Wasserflasche, da unser Hotel Wasserflaschen mit eigenem Logo zur freien Verfügung bereitstellt. Sie hatte auf den ersten Blick „nur“ einen Verband am Bein, sah aber jämmerlich aus, während es mir wirklich gut ging, ich war fröhlich und komischerweise recht glücklich. Und das trotz Unfalls. Echt komisch.

Dann ging die Suche los – irgendwo musste ja mein Bike rumstehen, ich wusste zwar, wo in etwa die Stelle war, aber nicht, wie die Klinik / Ambulanz, wie auch immer man das nennt, heißt.

Ein Motorrad-Taxifahrer sprach mich an, wo ich denn hinmuss. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich zu einem Ort muss, an dem eine Zahnklinik und eine normale Klinik ist. Für 100 Baht würde er mich da hinbringen – ok.

Am Ende fuhr er in die falsche Richtung und brachte mich erst mal zu ersten Zahnklinik, die er kannte. Nein – falsche Klinik. Irgendwie versuchte ich ihm auf Google Maps zu zeigen, wo genau denn die Klinik ist, allerdings erkannte er das wohl nicht, so fuhr er erst einmal zu seinem Taxi-Kumpel, ob er das vielleicht kenne. Mir fiel ein, dass ich eine Karte aus dem Hotel mitgenommen hatte, so zeigte ich ihm dann in etwa die Stelle, wo das ist. Ein dritter kam dazu, fragte, wo ich denn hinwolle – ich erklärte auch ihm, dass ich gern meinen Roller abholen möchte, ich zwar nicht den Namen aber die grobe Position auf der Karte kenne, dann meinte er, dass der Motorrad-Taxi-Fahrer wohl mit mir dorthin fahren, ich ihm aber etwas Trinkgeld geben solle.

Das Motorrad-Taxi fuhr los, irgendwann erkannte ich die Strecke, da ich diese ja schon mit dem Roller abgefahren hatte. So wies ich ihn an, dort und dorthin zu fahren, bis wir dann wirklich auch an der Klinik / Zahnklinik ankamen.

Ich bedankte mich beim Taxi-Fahrer meinte, dass wenn er Wechselgeld hat, ich ihm 300 Baht geben würde. Er hatte aber kein Wechselgeld, ansonsten hatte ich nur einen 500-Schein oder 240 in klein. Da er dann aber auf 300 Baht bestand, er nicht wechseln konnte, meinte er zwar, dass ich ja in der Klinik wechseln könne, dazu hatte ich aber keine Lust und gab ihm dann den 500 Baht-Schein, mit dem Verweis der Rest ist Trinkgeld. Der Taxi-Fahrer konnte es kaum glauben, bekam riesige Augen und bedankte sich vielmals dafür.

Nach einer kurzen Begutachtung – ja ein paar Kratzer sind jetzt dazu gekommen, der Spiegel etwas verbogen und ein kleines Stückchen einer Verblendung abgebrochen, ansonsten alles noch OK, startete ich die Mühle, sprang problemlos an und machte mich auf den Weg zum Hotel, diesmal nahm ich die Kurve sehr langsam, um nicht noch einmal auf die Nase zu fallen.

Die paar Minuten Rückfahrt gingen ganz gut, ich stellte den Roller am Hotel ab und verzog mich in mein Zimmer. Mein Fuß schmerzte immer mehr, jedes Auftreten tat weh. Die anderen Wunden gehen eigentlich, die Arme brennen ziemlich, aber das ist echt auszuhalten, die Wunde am Bein, tut hingegen überhaupt nicht weh, die aufgerissenen Finger, auch nicht so wirklich.

Auf den Weg zum Zimmer traf ich noch meine Nachbarin im Pool, die erst mal fragte, was denn mit mir los sei. Ich sagte ihr dann, dass ich mit dem Roller ausgerutscht und dann verbunden wurde, obwohl die Wunden nun nicht so schlimm seien. Auch unsere zweite Nachbarin (mit der wir gestern den Abend verbrachten), kam noch einmal um Lebewohl zu sagen, flog sie ja heute Abend erst nach Singapur, um dann wieder zurück nach Deutschland zu fliegen.

Angekommen im Zimmer machte ich erst einmal ein Foto:

Insgesamt habe ich 4 Verbände, jeweils einen am rechten und einen am linken Unterarm jeweils kurz unter dem Ellenbogen, einen Verband an der Hand, und einen am Unterschenkel kurz unterm Knie.

Wie ihr seht, mir gehts sonst ganz gut, auch wenn der Fuß bei Belastung ziemlich weh tut und die Arme dauerhaft brennen. Tja, meine eigene Dummheit.

Nach etwas Ausruhen, bin ich dann wieder zum Roller und zum BigC gefahren, irgendwie brauchte ich eine neue Hose, die grüne ist komplett zerfetzt worden – ein riesiger Schlitz am Knie und im Schritt, irgendwann fielen dann auch die Geldstücke aus der Hosentasche, weil diese kaputt war. Schade eigentlich, die Hose habe ich ziemlich gemocht, zumindest als kurze Hose.

Mit ziemlich viel Respekt bin ich dann relativ langsam und mit Bedacht zum BigC-Einkaufzentrum gefahren. Irgendwann merkte ich, dass ich aufgrund der ganzen Aufregung noch gar nix zum Mittagessen hatte, so setzte ich mich dann ins KFC und bestellte mir erst einmal einen Hähnchen-Burger, danach ging es mir endlich wieder gut.

Frisch gestärkt, aber leider ohne Hose, dafür mit einem Satz Kopfhörern für gerade mal 3-4 Euro und jeder Menge Trinken, fuhr ich dann wieder unbeschadet ins Hotel.

Ich hoffe mal, dass ich morgen, wenn ich den Roller zurückbringe nicht eine exorbitant hohe Strafe zahlen muss, weil ich Kratzer in den Roller gemacht habe. Auf der anderen Seite, hat der Roller schon über 200.000 km auf dem Buckel, sogesehen, kann ein Schadensersatz dann nicht so hoch ausfallen, zumal der Roller ja auch noch fährt. Mal schauen.

Nach dem Einkaufen, wieder etwas ausruhen, dann bin ich noch zum Strand – heute ist / war Thai-Nacht, ein Buffet direkt am Strand – ganz romantisch. Daran teil nahm ich aber nicht, anscheinend auch niemand anderes – zumindest hat sich in der Zeit, in der ich am Strand saß, niemand an einen der Tische gesetzt. So war das wohl umsonst – obwohl die Idee echt cool war. So genoss ich noch den Sonnenuntergang am Strand.

Währenddessen spielte das Nachbar-Hotel romantische Musik entweder Klavier oder smoothen Jazz, es war so ein friedlicher, schöner Moment, dass mir wieder Tränen in die Augen schossen.

Irgendwann war die Sonne dann doch untergegangen und ich ging in Richtung Zimmer. Im Hotel-Restaurant auf der ruhigen Seite, aß ich dann noch einmal grünes Curry diesmal mit Reis und trank noch eine kleinen Mai Tai, vielleicht um mich etwas zu betäuben bzw. das letzte Mal, vor der Einnahme meiner Antibiotika. Im Hintergrund spielte so ein chinesisch angehauchter Chillout-Mix – ein wirklich toller Abschluss – trotz des Unfalls.

Und dann auch noch durch den beleuteten Garten zu gehen ist einfach fantastisch.

Zwar habe ich heute nicht wirklich Leute kennengelernt und auch mit meiner Nachbarin nichts unternommen, aber ich muss erst einmal meine Wunden lecken, bevor ich wieder was richtiges unternehmen kann. Mir graust es schon vor morgen, wenn ich den Roller zurückbringen muss, erstens, weil ich vielleicht eine Strafe zahlen muss aber noch viel mehr davor, dann den Weg wieder zurückzulaufen. Außerdem muss ich auch noch ins Krankenhaus, um die Verbände wechseln zu lassen. Das versaut einem dann ziemlich die Tagesplanung. Aber egal – morgen wird am Hotelstrand gechillt – gut ist. Dann hat die innere Unruhe mal Pause – schließlich muss ich wieder gesund werden.

พร้อมสำหรับเกาะ – Phr̂xm s̄ảh̄rạb keāa – Reif für die Insel

Ein weiterer Tag meiner Reise neigt sich dem Ende zu, ich hoffte heute morgen, dass der Tag anders verläuft als der gestern Abend, an dem ich quasi über Taxi-Gebühren mehr als die Übernachtung bezahlt habe und ich darüber immer noch ein wenig verärgert war.

Wieder erwachte ich relativ zeitig – ich kann hier irgendwie nicht so wirklich gut schlafen, um 6:30 Uhr ist meistens Schluss. Da ich da sowieso aufstehen wollte – der Taxi-Fahrer wollte zwischen 7:30 und 8:00 Uhr kommen, ging ich duschen. Leider konnte ich meinen „Traum“ von Baden in der Eckbadewanne nun doch nicht erfüllen, einfach aus dem Grund, weil der Stöpsel fehlte. Toll!

Naja, so blieb es beim Duschen, nachdem ich dann geduscht hatte, packte ich noch meine Sachen zusammen und stand dann so ziemlich genau 7:30 Uhr am „Empfang“. Spannenderweise gab es dann sogar Kaffee und Marmeladentoast, obwohl ich dachte, dass da gar kein Frühstück dabei gewesen war. Auch gut. Bis der Taxifahrer kam, habe ich mich noch kurz mit der Besitzerin unterhalten, sie erzählte mir u.a. von einer Deutschen, die ein Jahr lang quer durch Asien nur mit dem Fahrrad unterwegs war und von einem, der immer nur gewandert und niemals Auto gefahren ist.

War echt nett sich mit ihr zu unterhalten. Punkt 8:00 Uhr kam dann das Taxi, brachte mich zu dem Hinterhof-Reisebüro, in dem ich gestern meine Überfahrt nach Koh Samui gebucht hatte und setzte mich erst einmal ab. Dann hieß es warten. Auf dem „Hof“ des Reisebüros, war ein Trubel – überall führen Minivans und Tuk-Tuks herum, echt ein wildes Treiben.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde – so kurz vor 9 wurde ich dann endlich eingeladen und ich wurde mit dem Mini-Van nach Donsak zur Fähre gefahren. Hm, konnte ich es mir doch denken, erst dachte ich ja, für 590 mit der Speed-Fähre zu fahren, am Ende war es doch etwas die langsamere, die eigentlich nur 140 Baht kostete, so dass mich die Mini-Van-Fahrt dann ganze 450 Baht kostete. Eigentlich viel zu teuer, aber was solls, ändern kann man das sowieso nicht.

Nach knapp einer Stunde Fahrt, war dann Ankunft. Ich musste meinen Bus-Fahrer noch überreden, mir das Ticket zu kaufen, da ich das ja mit bezahlt hatte – nach etwas Murren tat er das dann auch.

Dann ging ich zur Fähre, die kurze Zeit später auch losfuhr. In der Fähre erblickte ich relativ schnell ein Plakat, auf dem für 150 Baht ein Transfer von der Fähre in jedes beliebige Hotel angeboten wurde. Das nahm ich gleich an, kaufte im Laden quasi einen Aufkleber und bekam dann noch einen Zettel in die Hand gedrückt.

Die Fahrt ging etwas mehr als eine Stunde, zwischendrin machte ich einige Fotos, leider war es aber so diesig, dass diese nicht so wirklich gut wurden.

Auf dem Boot fuhr auch ein älterer Mönch mit, der hatte schon einen Stock dabei. Ich beobachtete ihn eine Weile – manchmal kamen Leute vorbei und beschenkten ihn mit diversen Dingen wie Wasser oder etwas zu Essen. Am erstauntesten war ich jedoch als eine ziemlich europäisch aussehende Frau, dem Mönch eine Packung mit Sandwiches brachte, dabei die „Regeln“ einhielt, d.h. mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen zu ihm ging. Das hat mich echt erstaunt, anscheinend war Sie wohl auch Buddhistin.

Irgendwie war ich ziemlich müde, in der Nacht hatte mal wieder der / ein Hund gebellt, richtig gut schlafen konnte ich auch nicht.So nickte ich immer mal wieder auf der Bank ein.
Dann endlich angekommen, wurde ich herausgewunken – um mit dem Transporter ins Hotel gebracht zu werden – perfekt.

Nach ca. 10 min war etwas Stau, weil es einen Unfall gegeben hatte, eine Roller-Fahrerin lag auf dem Boden, der Roller ziemlich kaputt, daneben ein Auto, auch ziemlich kaputt. Ich hab ja schon viel gehört, dass Koh Samui für Rollerfahrer relativ gefährlich ist, das direkt mit anzusehen, war jetzt nicht unbedingt, was ich wollte.

Kurz nach 12 bin ich dann im Hotel angekommen, erst dachte ich ja, dass ich noch warten müsste, normalerweise sind die Zimmer erst ab 14 Uhr frei, aber ich hatte Glück und wurde gleich zu meinem Zimmer geleitet.
Diesmal hatte ich ein 4-Sterne-Hotel gemietet, nach den ganzen Strapazen und relativ einfachen Verhältnissen in Ayutthaya, Sukhothai, Chiang Mai und Pai wollte ich es mir mal richtig gut gehen lassen.

Die Anlage ist absolut der Oberknaller – das Zimmer ist riesig, es ist zwar ein Bungalow mit „Außen-Klo“, aber die Ausstattung und Gestaltung der Zimmer der absolute Hammer. Hier bekommt man alles, was man braucht oder auch nicht braucht – eigene Seiden-Bademäntel, verschiedene Handtücher, eine Strandtasche gepackt für Strand- oder Pool-Besuch, eigene Hausschuhe, Taschenlampe, Regenschirm, Zahnbürste, verschiedene Utensilien, wie z.B. Q-Tipps, usw. usw.

Das ist ein echter Luxus hier. Die Anlage besteht aus 2 Teilen. Der Bungalow-Teil, in dem ich untergekommen bin, ist im ruhigeren Teil der Anlage, hier gibt es einen Ruhe-Pool, einen schönen Garten und das Restaurant. Auf der anderen Seite der Straße dann eher die „Party-Meile“ mit extralangem Pool, der scheinbar ins Meer läuft, eine Poolbar und der Zugang zum Strand. Echt kolossal.

Begrüsst wurde man mit einem lustigen Drink – wohl einem Kokos-Saft mit viel Eis, in dem ein Spritze mit blauer Flüssigkeit – wohl irgendeinem Beeren-Saft steckte. Sah echt lustig aus und schmeckte eigentlich gar nicht mal so schlecht.

Nach kurzer Erkundung ging ich dann noch kurz ins Seven Eleven, da mein Guthaben aufgebraucht war und ich somit von unterwegs keine Nachrichten mehr schreiben oder in Maps nach dem Weg schauen konnte. Irgendwie verstanden mich die Leute im Seven Eleven nicht so wirklich, ich bekam zwar ein Zettel mit einem Code aufgedruckt in die Hand, aber irgendwie funktioniert der nicht. Komisch. Außerdem holte ich mir noch einmal Hustenbonbons, durch den laufenden Wechsel von warmen ins kalte und umgekehrt, habe ich mich doch etwas erkältet. Naja, vielleicht kommt es auch vom „im Regen tanzen“ oder durch den Regen laufen – jetzt ist das halt so, man kann da ja sowieso nichts dran ändern, halt lindern mit Hustenpastillen.

Danach ging ich noch kurz etwas zum Mittagessen – grünes Curry, zwar ohne Reis, aber doch ziemlich lecker und dann zog ich mich in mein Zimmer zurück, weil ich einfach so müde war, dass ich erst einmal etwas Schlaf brauchte.

Gegen 16:30 Uhr schnappte ich mir dann die gepackte Strand-/Pool-Tasche, zog mir kurz noch etwas bequemeres und eine Badehose an und ging dann zum „lauten Pool“, in dem ich mir ein Plätzchen suchte und am Beckenrand etwas auf das Meer blickte. So wunderschön.

Im Pool machte ich mich noch mit Aaron bekannt, einem Iren, der die letzten Tage etwas „Insel-Hopping“ gemacht hatte, u.a. auch in Koh Tao war, man quatschte halt etwas miteinander, irgendwann ging er dann zu seiner Freundin / Frau, tat ganz gut mit ihm zu reden.

Irgendwann ging auch ich zu meinem Bungalow zurück – im Nachbar-Bungalow war auch gerade eine jüngere Frau dabei ihren zu betreten, sie fragte kurz, woher ich komme – auf Englisch – from Germany – ach ich auch.
Wir unterhielten uns wirklich super kurz, dann kam auch eine andere Frau von schräg gegenüber zu uns, da sie hörte, dass wir auch Deutsche sind. So setzten wir uns zu dritt auf die Terasse meiner Nachbarin – ich holte schnell noch einen Stuhl von mir, damit alle Platz haben, und wir unterhielten uns prächtig. Irgendwann, es wurde langsam dunkel, dann beschlossen wir, gemeinsam etwas essen zu gehen. B. hatte heute den letzten Abend auf Koh Samui und wollte zum Abschied mal richtig gut Fisch essen. Hier gibt es ein Viertel, dass Fishermans Village heißt, da sollte es richtig guten Fisch geben. Nach einer Weile brachen wir dann dahin auf – teilten uns ein Taxi – 250 Baht für 3 Personen ist dann einigermaßen OK, und gingen dann auf die Suche nach einem Fisch-Restaurant. Wir fanden dann auch eines, in dem es ein Menü – eigentlich für 2 Personen gibt, mit Hummer, Krabben, Tintenfisch, Tigergarnelen, Red Snaper, Muscheln und Austern. Dazu gab es gebratenen Reis und für jeden ein Bier oder Softdrink.

Wir überredeten den Kellner, uns statt zwei dann drei Krabben zu bringen. Preis gesamt: 1950 Baht, was jetzt zwar relativ viel klingt, aber dafür, dass Hummer, Krabben und Austern dabei waren, ein relativ kleiner Preis, wenn man ihn durch drei teilt.

Und so aß ich das erste Mal in meinem Leben echten Hummer, echte Krabben und auch Austern. Insgesamt war es ein wirklich toller Abend, man unterhielt sich über dies und das, wir machten dann noch ein Abschluss-Foto und addeten uns über Facebook.

Heute bin ich wieder rundum zufrieden und glücklich.

ระหว่างทางไปทางทิศใต้ – Rah̄ẁāng thāng pị thāng thiṣ̄ tı̂ – Auf dem Weg in den Süden

Heute ging es auf den Weg in den Süden, um nach Koh Samui zu kommen. Da ich nicht in aller Herrgottsfrühe losfliegen wollte, sondern eigentlich der Weg das Ziel ist, habe ich erst den späteren Flug genommen, der erst um 17:05 in Surrathani angekommen ist, wo aber alle Fähren nach Koh Samui bereits weg sind.
Ein Zimmer hatte ich vorher über Booking.com bereits gebucht, zu einem relativ günstigen Preis von 450 Baht, was noch nicht mal 12 Euro entspricht.

Nach dem Aufstehen, diesmal habe ich einen Tick länger geschlafen, habe ich erst einmal alles zusammengepackt, bin dann zwei Kaffee trinken gegangen, auf richtiges Frühstück hatte ich keine Lust. Beim Frühstück habe ich mit zugeschaut, wie der Hostel-Besitzer gerade drei Mädels verschiedene Touren angeboten hatte, was wohl nicht gerade leicht für ihn war, da sie irgendwie eher sehr misstrauisch ihm gegenüber waren, und sich nicht zwischen verschiedenen Thai-Kochkursen, die sie machen wollten entscheiden konnten. Irgendwie sahen die auch eher schlecht gelaunt aus – vielleicht hatten Sie ja im Nacht-Express von Bangkok nach Chiang Mai nicht allzu gut geschlafen.

Nachdem der Kochkurs super kurzfristig gebucht wurde, wurden die Mädels keine 5 min später abgeholt – Respekt für die so flexible Buchung. Ich bin dann wieder aufs Zimmer, irgendwie hat der Kaffee aber nicht so wirklich geholfen, also legte ich mich noch etwas hin und habe etwas gedöst.

Zwischendrin kamen immer mal wieder Whatsapps von Andrea, dem Italiener, der endlich ein Visum nach Myan Mar bekommen hat und daher heute auch Chiang Mai verlässt. Cool, ich freue mich für ihn.

Nach dem Dösen, das dann doch etwas kürzer dauerte – der Whatsapps wegen, habe ich dann gegen 11:00 Uhr mein Zimmer geräumt, meine Sachen in den Store Room gepackt um die letzten 1,5 h die Gegend zu erkunden, bevor es dann zum Flughafen ging. Dabei ging ich an der alten Stadtmauer vorbei, davor saß eine etwas ältere Frau, die mich kurz ansprach und zu der ich mich dann hinsetzte. Sie hieß (abgekürzt) Nit, war 50 Jahre alt und erst seit kurzem in Chiang Mai. Später erfuhr ich ihre tragische Geschichte, ihre Familie lebte in einem Außenbezirk von Chiang Mai, sie wurde dann eines Tages von ihrer Familie einfach rausgeschmissen und ist seitdem obdachlos, biedert sich bei Europäern an, denen Sie dann eine Massage gibt oder Thailändisch-Unterricht gibt, um im Endeffekt irgendwie über die Runden zu kommen.

Sie fragte mich, ob ich sie nicht einladen könnte, mit ihr etwas Essen zu gehen, was ich auch tat, so konnte Sie sich mal richtig satt essen – wir bestellten dann 4 Gerichte, allesamt super lecker und preislich ok, am Ende habe ich knapp 12 Euro für 4 Essen und 3 Getränke bezahlt, was soweit ok ist, es tut mir ja nicht weh. Zumal ich z.B. beim Inder einen ähnlichen Preis bezahlt habe, da aber nur ein Gericht und ein Getränk dabei hatte.

Am Ende war mir Nit sehr dankbar, bei der Frage, warum Sie nicht zurück nach Hause geht, war sie den Tränen nahe, erklärte mir, dass das nicht mehr geht, dass ihre Tochter und ihre Schwester sie nicht mehr im Haus haben wollen.

Das ist die Schattenseite von Thailand, wenn  man hier einmal das Gesicht verliert (z.B. weil man etwas unanständiges oder dummes gemacht hat), hat man möglicherweise keinen mehr, der einem weiterhilft, da sich dann auch die Familie abwendet. Das ist echt sehr traurig, ich bin aber froh, dass ich ihr zumindest mit einem kleinen Festmahl für Sie aushelfen konnte.

Nach dem Essen, verabschiedeten wir uns, ich ließ sie wieder bei der Bank zurück, auf der Sie gesessen hatte, sie bedankte sich noch vielmals.

Es tat gut zu helfen.

Dann bin ich wieder ins Hostel zurück, habe meine Sachen nun endgültig geschnappt, ein Tuk Tuk genommen und bin zum Flughafen gefahren.

Dort dann eingecheckt – wobei das (Hand-)Gepäck und man selbst auch komischerweise doppelt geprüft wird – einmal beim Betreten des Flughafens selbst und noch einmal dann nach dem Checkin – echt merkwürdig.

Ich hatte dann relativ viel Zeit, war ich doch über 2 Stunden zeitiger da, die ich mir dann mit Vorbereitung auf einen Gefühls-Blog-Post verbrachte.

Irgendwann wurde unser Gate geändert, was ich glücklicherweise noch rechtzeitig mitbekommen habe, fand das erst einmal nicht und musste fragen. Man musste da eine Treppe hinuntergehen, die hinter einer Baustellen-Absperrung war – nicht besonders einfach zu finden, nach dem Fragen einer Angestellten, habe ich es dann aber sehen können.

Im Flughafen habe ich dann ein wenig ein Gespräch mitbekommen von zwei Deutschen Mädels, die nur am Rumzicken waren – äh, Bali war ja so Scheiße, der Typ da ja auch ganz nett, aber nee, auf Dauer ist der nichts, in einem fort.
Solche verwöhnten Gören auch wieder – typisch Deutsch halt, sich auf nix einlassen und an allem was zu nörgeln haben.

Ich bin echt froh, nicht mehr so zu sein – inzwischen das meiste zumindest positiv zu betrachten und auch mal aus Sachen zu lernen, anstatt sich nur zu beschweren.

Irgendwann ging der Flug los, war halt ein typischer Billig-Flieger, wo man normalerweise das Essen und Getränke zahlen muss. Auch wenn man mehr als Handgepäck mitnehmen möchte, muss man normalerweise dafür zahlen, und das nicht zu knapp, ich glaube 75 Baht / kg. Allerdings kann man für ca. 420 Baht ein Paket dazubuchen, bei dem man 32kg Gepäck und sogar ein Mittagessen bekommt und sich auch noch seinen Platz aussuchen kann. Das ist am Ende bedeutend günstiger gewesen, als nur für das Gepäck zu zahlen.

Obwohl ich Mittags soviel gegessen hatte, zwängte ich mir dann zumindest einen Teil des Flugzeugessens rein, döste einen Teil des Fluges noch und landete dann in Suratthani.

Die Gepäckabfertigung war ein Traum, nach dem Aussteigen und kurz auf Toilette gehen, kam schon das Gepäck – also vielleicht so 5 – 7 min nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug. So eine schnelle Gepäckabfertigung habe ich noch nirgends erlebt. Naja, man muss aber auch sagen, dass Suratthani ein Provinzflughafen ist, echt winzig, irgendwie hat er mich an den Friedrichshafener Flughafen erinnert – vom Flugzeug ohne Gangway in die Abfertigungshalle zu gehen, das war wie ein Deja vú.

Dann raus, wo mich erst einmal ein paar Taxi-/Busfahrer ansprachen, wo ich denn hinwolle. Ich zeigte ihnen die Stelle, machte mich da irgendso ein Engländer oder Ami übelst von der Seite an, weil ich auf Anhieb nicht die Stelle herausfinden konnte, wo mein Guesthouse steht. „You speak english?“ – in einem herablassenden Ton – echt ein komischer, schräger Typ – vollkommen unrelaxt und genervt.
Scheint heute so der Tag zu sein dafür.
Als die Taxi-/Busfahrer nicht wussten, wo / wie man da hinkommt und dann einen Preis von 500 Baht für die Fahrt dahin veranschlagten, schwante mir schon übles.
Ich war mir extrem unsicher, auf der einen Seite, hätte ich das Zimmer noch bis 17:59 kostenfrei stornieren können, auf der anderen Seite – soviel konnte das doch dann auch nicht kosten, dahin zu kommen?

Mir wurde erst einmal geraten, in den Bus einzusteigen und für 100 Baht ins Zentrum zu fahren, dann könne ich mir ein Tuk Tuk nehmen, dass mich dahin bringt.

Gesagt, getan, ca. 1 h sind wir durch die Gegend gegondelt, bis wir dann endlich an der Endstation angekommen sind. Dann ins Tuk Tuk eingestiegen, wollte ich erst einmal den Preis wissen – der Tuk-Tuk-Fahrer meinte nur, dass er mal kurz um die Ecke fährt – dort wartete dann ein Typ mit einem Mini-Reisebüro, der mir dann ein Ticket nach Koh Samui verkaufte. Transport zum Guest House – 300 Baht – WAS????? Zur Abholung für die Koh Samui-Tour dann nach etwas verhandeln Sonderpreis: 210 Baht.

Boah, am Ende zahlte ich 610 Baht, fast 16 Euro nur für den Transport zu und der Abholung aus meinem Guesthouse. Das ist mehr, als ich überhaupt für die Übernachtung bezahle. Ich hab schon überlegt, das dann sausen zu lassen und mir für diesen Preis einfach ein anderes Hotel zu nehmen, aber am Ende bin ich dann doch hierher gefahren, wurde ziemlich freundlich von einer etwas älteren und etwas jüngeren Dame begrüßt, mal unterhielt sich kurz, sie wollten gar nicht glauben, dass ich 300 Baht hierher bezahlt hatte.  Das Zimmer macht am Ende den ganzen Ärger mehr als wett – wirklich im Vergleich zu den Zimmern in Ayutthaya, Sukhothai und Chiang Mai ein Traum.  Wenn das doch nur nicht so weit ab vom Schuss wäre.

Aber ein Zimmer mit Eckbadewanne ist doch schon was feines, oder? Werde ich dann gleich mal ausprobieren.

Immerhin, wieder mal was gelernt – in Thailand nicht nur nach Bewertung und Preis gehen, sondern auch mal nach der Lage schauen. Vor allem in Großstädten lohnt es sich, vorher mal nachzuschauen, wo die Unterkunft liegt, liegt die wie hier zuweit ab vom Schuss, kann es halt passieren, dass der Transport dann mehr kostet, als die Unterkunft selbst. Oder eben den Gastgeber anrufen und eine Abholung vereinbaren. Tja, so ist das Leben – etwas ärgerlich war es schon, aber inzwischen bin ich aufgrund des schönen Zimmers und meiner grundlegend positiven Einstellung schon darüber hinweg.

Morgen geht es dann endlich nach Koh Samui – ich freue mich echt darauf, mich ans Meer zu setzen meine Füße in den Sand zu packen und einfach zu relaxen und dem Meer beim Rauschen zuzuschauen. Dann endlich auch wieder ein luxeriöseres Erwachsenen-Hotel – ich bin mal gespannt, ob / wieviele neue Bekanntschaften ich mache.

ที่ด้านบนของต้นไม้ – Thī̀ d̂ān bn k̄hxng t̂nmị̂ – In den Baumwipfeln

Wie bereits gestern geschrieben, war heute das Ziplining-Abenteuer. Da ich das noch nie gemacht habe, war ich echt gespannt. Ca 1-2 Monate vor meiner Reise kam mal im Fernsehen ein ziemlich schlechter Action-Film mit einer Wrestlerin als Hauptdarstellerin, bei dem ihr Freund in der Dom. Republik beim Ziplining abstürzt und dann schwer verletzt entführt wird. An den Film zurück denkend hatte ich dann ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch – aber das gehört glaube ich dazu, wenn man Dinge das erste Mal tut.

Während der relativ langen Fahrt von ca. 1 h zum Ziplining dachte ich ein wenig nach und erkannte, dass das eine neue Erfahrung wird, die meine Grenzen erweitert und sprengt.

Irgendwann angekommen, deponierten wir dann unser ganzes Zeug in Spinde – ich Hornochse hatte nahezu nichts, außer einer Flasche Wasser, lächerlichen 10 Baht, meinem Bangkok-Basecap und meiner Sonnenbrille mitgenommen – kein Handy, keine Kamera, so dass ich auch keine Fotos oder Filme von den Dingen machen konnte. Schade, war das doch ein echtes Erlebnis. Irgendwie bin ich heute früh dann wohl doch überstürzt los – was für ein Pech auch.

Nach den Spinden gab es dann erst mal eine hübsche Duschhaube für jeden – aus hygienischen Gründen – und dann ging es auch schon in die Ausrüstung – im Endeffekt eine Ausrüstung, wie es auch die Bergsteiger tragen. Dann ein Stückchen laufen und schon standen wir vor der ersten Line – einem Drahtseil, in das man eine Doppelrolle, die an der Montur befestigt ist, einhängt, dann „setzt“ man sich, also hängt sich in das Geschirr und los geht es bis zum nächsten Baumwipfel. Ich war der erste, fasste den Mut zusammen, ließ mich hängen und rutschte sozusagen bis zum nächsten Baum.

Unter einem ca. 10 m Luft und darunter dann verschiedene Bäume – der Hammer. Zwischendrin immer mal noch der Ausblick über die fantastische Landschaft.

Die Crew war echt fantastisch, hat immer mal Späße gemacht und einem gute Tipps gegeben.

Richtig krass war die 1000 m Zipline, bei der man eine gefühlte Ewigkeit hoch über den anderen Baumwipfeln dahinflog und einen extrem guten Blick auf die umgebenden Landschaften hat. Absolut atemberaubend. Ich war echt komplett geflasht von diesem Erlebnis, hatte so eine Freude daran, dass ich mir echt mehrfach die Freudentränen unterdrücken bzw. wegwischen musste, weil es ein so befreiendes, einzigartiges Erlebnis war.

Immer weiter und weiter ging es die Wipfel entlang, zwischendrin gab es mal wieder die eine oder andere Wasserpause und kürzere Wanderung. Kurz vor Schluss dann die „Rollercoaster“ eine krasse Zipline. Die unterschied sich kompett von den anderen Ziplines, war diese doch kein einfaches Drahtseil, sondern war im Endeffekt eine Schiene, ähnlich einer Achterbahnschiene auf die ein Griff geschoben wurde, an dem man eingehängt wird. Richtig krass war, dass diese „Zipline“ eben nicht nur gerade von Punkt A zu Punkt B geht, sondern jede Menge Kurven enthält, so dass es einen bei jeder Kurve so die Beine weghaut, dass man aufpassen muss, damit nicht irgendwo gegen einen Baum zu knallen.

Aber ein fantastisches Erlebnis – echt eine aufregende, adrenalingeladene Fahrt. Nach dem Rollercoaster hatten wir dann noch 8 Ziplines zu überwinden, bis wir an eine Plattform kamen, wo alle Ziplines endeten. Einzig und allein zwei Seile hingen da in der Gegend herum. An denen wir dann heruntergelassen wurden, bestimmt 15 oder 20m herunter. Absolut genial, wenn auch am Anfang etwas gruselig, vor allem, wenn man heruntergeguckt hat.

Nachdem dann alle heruntergelassen wurden und einer unserer Guides sich kopfüber abgeseilt hatte, gab es dann noch ein relativ schlichtes Mittag und ein cooles T-Shirt kostenlos dazu. Also ich muss sagen, Preis-Leistung sind bei den Jungs echt kolossal, zumal diese die einzigen mit so etwas wir der Rollercoaster sind.

Ziplining ist echt eine absolut geniale Erfahrung, die eigentlich mal jeder machen sollte, außer wenn man Höhenangst hat, macht das riesig Spaß.

Was mich etwas störte, war mein rechter Knöchel. Dort hatte ich mir in Pai, auf dem Weg vom Auto zum Wasserfall die Haut aufgeschürft, was dann anfing zu bluten, ich jedoch kein Desinfektionsspray mit hatte, um die Wunde zu säubern. Das Desinfektionsmittel ist mir dummerweise während der 3-Tage-Trekking-Tour im Rucksack aufgegangen und dann quasi direkt verdunstet. Ein neues habe ich mir leider auch nicht geholt, so dass die Wunde nun wohl leicht eitrig ist und bei Druck weh tut. Beim Wandern hat dann mein Pflaster und mein Schuh immer auf die Wunde gedrückt, so dass es schwierig war zu laufen.

Als zweites hat das 2x im Regen tanzen und anschließend während des Regens ins „Hotel laufen“ nun auch sein Tribut gefordert, ich habe nun leichten Husten und Halskratzen, mir aber noch einmal Hustenbonbons im 7 eleven geholt, die eigentlich ganz gut schmecken und auch relativ gut helfen.

Nach der Ziplining-Tour ging ich erst mal in mein Zimmer und ruhte mich relativ lange aus – schlief ein bisschen, um danach erst mal meine Wäsche zu holen, die ich gestern in die Reinigung gebracht hatte. Die Dame von der Wäscherei sagte mir gleich dass eine Socke fehle, ja das hatte ich heute morgen bemerkt, als ich Socken für meine Trekking-Schuhe anziehen wollte und partout nur eine fand – die andere hatte ich dann wohl in die Wäsche gegeben. So musste ich dann ohne Socken in die Wanderschuhe schlüpfen, was eben speziell für die Wunde nicht so gut war.

Da das mein letzter Abend in Chiang Mai ist, beschloss ich, noch ein letztes Mal auf den Nachtmarkt und zur Live-Bühne zu gehen. Zwischendrin schoss ich noch einige Fotos von Chiang Mai, einfach als Erinnerung daran. Ich werde Chiang Mai wohl vermissen, da sich damit einige schöne Erinnerungen verbinden lassen – der Start der 3 Tage-Trekking-Tour, die Party-Nacht im Spice, die 2 Stunden Technobeat-Tanzen im Zoe in Yellow, das Tanzen im Regen gestern Abend mit vielen anderen zusammen auf dem Night-Bazar vor der Live-Bühne, aber auch das Schlendern über den Night-Bazar wird mir echt fehlen.

Da das gleich um die Ecke war, ging ich als erstes zur Stadtmauer, auf den Platz, wo hunderte Tauben darauf warten, irgendwie gefüttert zu werden:

und das trotz des expliziten Verbots-Schildes:

Und wie man sieht, sind die Tauben so zutraulich, dass sie auf den Leuten überall landen, auf dem Kopf, den Armen, teilweise im Gesicht. Nee, das wäre nichts für mich – ich füttere doch nicht diese Flug-Ratten.

  

Irgendwann dann kurz vor dem Night-Bazar steht dann dieser Tempel hier:

Ich schlenderte mal wieder etwas über den Night-Basar, traf mal wieder den einen Schneider, der mir nicht wie die anderen laufend einen neuen Anzug andrehen will, sondern mit dem man sich einfach mal so unterhalten kann. So erzählte ich ihm, dass ich die letzte Nacht heute hier bin und dann in den Süden fliege, er hat mir viel Glück gewünscht, man hat sich mit Handschlag verarbschiedet – ich denke, wenn es mehr solche Leute, wie ihn geben würde, würde ich es mir nicht 2x überlegen, doch noch etwas von ihm zu kaufen.

Auf dem Night-Market, mit der Bühne holte ich mir dann erst einmal einen Burrito für 150 Baht eigentlich ziemlich teuer, aber extrem lecker – schmeckt wie original und anschließend ein großes Singha-Bier, dass ich dann genussvoll trank, während ich auf die Live-Musik wartete.

Eigentlich eine hübsche Location, bitte fragt mich nicht, warum die Eimer da hängen – es sind keine Laternen, sondern einfach stinknormale Eimerchen.

Irgendwann startete die Live-Musik, diesmal wurde eher der Schnulzen-Kram gespielt – also eher langsamere Stücke. Die Tanzfläche wurde dabei komplett von Kindern beherrscht, die wild durch die Gegend tobten – ein Bild für die Götter. Wie sehr ich doch meine Kinder vermisse !!!

Zwischendrin kam sogar wieder die „durchgeknallte Tänzerin“ (ist nicht böse gemeint) von gestern, sah mich, grinste, und umarmte mich gleich mit den Worten – „hey my dance buddy is here again“ oder so ähnlich. Ein echt tolles Gefühl, einfach mal so umarmt zu werden.

Eigentlich wollte ich mich zu ihr und ihren anderen „Buddys“ setzen, allerdings fand ich Sie leider nicht mehr, so dass ich dann beschloss wieder in Richtung Hostel zu gehen.

Irgendwie blieb ich dann doch noch im Night-Bazar hängen und schaute noch einmal nach ein paar Geschenken als Souvenir, immerhin zwei Sachen habe ich bekommen, eins für S. ich hoffe mal, dass ihr das gefällt, zumindest in Deutschland habe ich so etwas bisher noch nicht gesehen und eins für mich, eine Kette mit einem Yin-Yang-Symbol. Ich hoffe mal, es sorgt in Zukunft dafür, dass ich mich daran erinnere, wie ausgeglichen und entspannt ich doch in Thailand war.
Für die Kinder fand ich leider nicht wirklich etwas. Wenn ich etwas in der Richtung gefunden habe, war es in der Regel entweder irgendetwas, was man in jedem zweiten Laden überall auf der Welt kaufen kann, oder aber nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Naja, zur Not schaue ich dann noch einmal in Bangkok oder auf Koh Samui oder Koh Phangan nach ein paar Souvenirs, vielleicht finde ich ja dort etwas.

Nach ca. 1 1/2 h herumlaufen hatte ich dann irgendwann die Nase voll und ging dann wirklich ins Hostel, auch wenn das wiederum ein Spießrutenlauf ist, weil man an jeder Ecke: „Dou you want a massage“ oder „Do you like a suit“ oder „Hello, come in“ hört. Das wird mir an Chiang Mai wahrscheinlich nicht fehlen.

Nun sitze ich hier, schreibe den Blog und es ist inzwischen Mitternacht. Zeit ins Bett zu gehen.

Morgen fliege ich dann gegen Nachmittag nach Suratthani, der Stadt, aus der die Fähren und Boote zu den Inseln fahren. Da ich leider zu spät für die letzte Fähre ankomme, werde ich dort erst einmal übernachten, um dann am Donnerstag nach Koh Samui überzusetzen. Flug und beide Hotels sind gebucht, nun geht der Trip in die nächste Runde. Ich bin echt wieder gespannt.

Machts mal gut, habt eine schöne Zeit. Bis morgen dann.