สำรวจเกาะ – S̄ảrwc keāa – Die Insel erkunden

Nach den recht ereignislosen letzten zwei Tagen, habe ich heute wieder etwas mehr zu berichten. Eigentlich wollten die zwei Holländer, die das gleiche Schicksal wie ich ereilt hatten, nämlich einen Motorroller-Unfall zu haben, ja schon gestern eine kleine Insel-Rundfahrt machen, was sie aber auf heute verschoben hatten. So hat das also heute stattgefunden. Aber alles der Reihe nach.

Die Nacht über habe ich relativ schlecht geschlafen, hat sich doch gestern Abend so etwas wie eine Bindehautenzündung bei mir gebildet, wodurch ich eitriges Sekret in den Augen hatte, durch das ich schlechter sehen konnte und durch das sich die Augen verklebt haben. Ich habe das mehrmals die Nacht weggemacht, irgendwann bekam ich mein rechtes Auge nämlich gar nicht mehr richtig auf, hab es dann erst einmal wieder gereinigt und dann ging es wieder eine Weile. Außerdem tat irgendwie laufend mein rechtes Bein weh, ich weiß nicht genau warum.

Heute Morgen hatte sich dann merkwüdigerweise alles gelegt, sowohl Bein als auch mein Auge waren wieder komplett OK. Vielleicht wurde mein Auge nur durch irgendetwas gereizt – die Sonne, die Klimaanlage, … und hat deshalb so reagiert – wer weiß. Tagsüber ist das Problem zumindest nicht mehr aufgetreten – ich bin mal gespannt.

Nach der relativ unruhigen Nacht bin ich dann erst gegen 9:30 Uhr aufgewacht, bin dann schnell zum Frühstück und habe dann ein kleines Frühstück quasi heruntergeschlungen.

Um 11 ging es dann wieder zum Verbinden, zusammen mit meinen Leidensgenossen, die diesmal noch relativ lange für den formellen Kram gebraucht haben. Irgendwie scheint das Krankenhaus laufend zu versuchen einen zu bescheißen, einmal rechnen die alles in Euro ab mit Fantasie-Umrechnungskursen, die jenseits von gut und böse sind, heute wollten sie mir noch mehr in Rechnung stellen, wie gestern, obwohl das gleiche bzw. noch weniger benötigt wurde. Dann wurde die Rechnung korrigiert – gut, dass ich nachgehakt hatte.

Um 13 Uhr wäre dann die Tour losgegangen, kurz davon bin ich noch kurz in den Tesco-Lotus-Shop, hab mir etwas Reiseproviant besorgt und da wartete unser persönliches Taxi schon. Als erstes sind wir in Chaweng Beach zum Aussichtspunkt gefahren – einfach genial, auch wenn es ziemlich geregnet hat bzw. sehr bewölkt war, hat man doch relativ gute Bilder machen können.

Schön, oder? Weiter ging es dann zu Crystal Cove, einem weiteren Aussichtspunkt, ganz in der Nähe. Und wieder so ein unheimlich idyllischer Ort.

Wie ein kleines tropisches Paradies. Die Häuschen haben mich irgendwie auf den ersten Blick so komplett an einen typischen Piratenfilm erinnert, fragt mich nicht, warum.

Da der Van nur 4 Stunden gemietet war, ging es gleich weiter, zum Crystal Beach – einem Strand, direkt hinter Crystal Cove. So eine fantastische Bucht, habe ich lange nicht mehr gesehen.

Der dritte wirklich fantastische Ort. Koh Samui hat echt was zu bieten, schade, dass so wenig Zeit dafür ist, das in Ruhe zu genießen. Ggf. muss ich noch mal mit einem Taxi hin.

Nächste Station war Hin Ta und Hin Yai, die als Großvater und Großmutter-Felsen bekannt sind. Großvater-Felsen sieht aus wie ein männliches Geschlechtsteil, was man durchaus erkennen kann.

Den Großmutter-Felsen (der wie ein weibliches Geschlechtsteil aussieht), konnte ich leider nicht ganz so erkennen, ich vermute mal, der hier ist damit gemeint. Leider kam man aufgrund der Flut nicht so weit ran, daher konnte ich das nicht von nahem fotografieren, da ich sowieso aufpassen muss mit meinem Fuß, war großartiges Klettern überhaupt nicht möglich.So bleibt es mir ein Rätsel, ob wirklich dieser Felsen damit gemeint ist, wer weiß….

Dann ging es weiter zum roten Tempel. Ich glaube, das ist bisher der schönste Tempel, den ich in Thailand bisher gesehen habe. Auf der einen Seite schlicht gehalten, ohne überall Gold und Prunk zu haben, auf der anderen Seite durch diese Vielzahl von Figuren, Schnitzereien, … so außerordentlich schön, dass es kaum zu beschreiben ist.

Am liebsten hätte ich den ganzen Tag darin verbracht, hätte die Energie und die Erhabenheit dieses Tempels am liebsten in mich aufgesogen. Da wenig Zeit war, ging es leider weiter.

Nächster Halt: Tempel des mumifizierten Mönchs.

Sehr interresant, hier befindet sich die Mumie eines Mönches, der wohl mehrere hundert Jahre nicht verwest. Angeblich bringt es Glück, wenn man der Mumie eine Sonnenbrille kauft und ihm diese aufsetzt.

Äußerst hübsch waren auch die zugehörigen Pagodentempel mit den verschiedenen Verzierungen.

Nach den beiden Tempeln ging es dann weiter zum Wasserfall. Hier mal wieder extrem auf Tourismus getrimmt – mit Elefantenreiten vor dem Wasserfall – aus Tierschutzgründen ohne Fotos – die Elefanten waren wieder mal gefesselt, gut ging es denen vermutlich nicht wirklich.

Der Wasserfall dagegen war echt der Hammer. Im Vergleich zu allen anderen der höchste, wenn auch nicht der schönste. Das Problem das Wasserfalls war meines Erachtens, dass er einfach komplett überlaufen ist, trotz Regen bzw. starker Bewölkung war dort ein ziemlicher Trubel. Da vermisse ich den Wasserfall aus der Trekking-Tour, an dem wir übernachtet haben und an dem keine Menschenseele war.

Nach dem Wasserfall ging es dann wieder zurück, da knapp die Hälfte der Zeit um war. Wir wollten  noch zu der Statue mit den vielen Armen / Händen und noch einmal zum großen Buddha. Durch eine Menge Stau kamen wir leider nicht allzuschnell vorwärts, schafften es dann aber endlich zur Statue mit den vielen Händen.

Wieder einmal wunderschöne Pagodentempel in dem Gelände.

Die Statue mit den vielen Händen / Armen von der Seite

Auch einen „Happy Buddha“ gab es dort.

Und die Statue mit den vielen Händen noch einmal von vorn.

Der wunderschön ausgearbeitete Drache hat mich besonders beeindruckt.

Dann wieder in den Van und noch zum Big Buddha. Den hatte ich zwar schon mal mit dem Roller gesehen, aber egal.

Direkt über unsere Köpfe rauschte ein Flugzeug an uns vorbei, man hätte denken, können, allein den Arm auszustrecken und es berühren zu können.

Um den Buddha drumherum sind noch kleinere Buddha-Statuen aufgestellt, die hatte ich beim letzten Mal gar nicht bemerkt.

Dann war auch die Rundfahrt schon vorbei – so schnell gehen 4 Stunden um. Auf der einen Seite hat man superkompakt mal alles wichtige gesehen, aber leider eben nur gesehen. Ein längeres Verbleiben wäre schon schön gewesen, aber so ist das halt bei einer kompakten Insel-Erkundung, da bleibt halt keine Zeit zum Verweilen und Erleben.

Aber egal, schön war es trotzdem. Trotz der 4 Stunden blieb uns keine Zeit, mal was Essen zu gehen, also holten wir das nach der Fahrt nach, mit ordentlich Hunger setzten wir uns in ein „Beach“-Restaurant, gleich in der Nähe unseres Hotels, wo wir ordentlich thailändisch gegessen haben. War echt lecker und auch die Aussicht auf das Meer war wirklich super.

Ein echt toller Tag.

Heute werde ich mal etwas eher ins Bett gehen, um mir morgen vielleicht mal den Sonnenaufgang anzusehen und bereits um 7:45 die Verbände wechseln zu lassen. Meine beiden neuen Freunde Katja und Brian fliegen leider schon morgen nach Bangkok, mit der gleichen Maschine, wie ich dann einen Tag später, so dass Sie vorher dann noch ihre Verbände wechseln lassen. Warum soll ich da nicht mitkommen?!

Ansonsten wird es morgen wahrscheinlich eher ruhig – werde  noch etwas chillen, meine Wunden und meinen Fuß weiter heilen lassen und meine Sachen langsam zusammenpacken. Vielleicht ergibt sich ja aber noch etwas ganz spontan, mal schauen.

Bis morgen dann.

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