ปาร์ตี้ที่เชียงใหม่ – Pār̒tī̂ thī̀ cheīyngh̄ım̀ – Party in Chiang Mai

ปาร์ตี้ที่เชียงใหม่ – Pār̒tī̂ thī̀ cheīyngh̄ım̀ – Party in Chiang Mai

Wie bereits im “Dschungel-Post” angekündigt, hier die Fortsetzung, aber unter einem anderen Eintrag, da das sonst den Rahmen komplett gesprengt und außerdem eine ganz andere Geschichte ist.

Im Songthaew tauschten wir Telefonnummern aus, ich bekam die von Lee, Felix und Andrea (dem Italiener) und wir beschlossen, uns am Abend auf einen Burger und etwas Live-Musik auf dem Night-Bazar zu treffen.

Im Hostel bekam ich dann ein neues Zimmer, das gar nicht mal so schlecht war, es sah nicht so abgewohnt aus, wie das in der ersten Nacht, alles war ganz gut in Schuss, das Bad in Ordnung, eine deutliche Verbesserung zur ersten Nacht im B.M.P. . Als erstes dann die langersehnte lange Dusche, mit ordentlich Shampoo und Duschgel – den ganzen Dschungel der Vortage abwaschen.

Danach ruhte ich mich ca. 1/2 h aus, machte also ein Powernap und war dann wieder voller Energie. Ich zog mich an und beschloss, zum Barbier zu gehen, um mal meine inzwischen wieder ziemlich unzähmbaren Haare und mein viel zu zerzausten, verwuschelten Bart etwas stutzen zu lassen.

Da noch mehr als genug Zeit war, ging ich erst einmal in Richtung von Rubens und Felix Hostel, wir wollten uns wohl so gegen 7, halb 8 treffen, vorher wollte ich halt noch zum Barber. Ich schlenderte so durch die Straßen, es war ganz angenehm wieder in der echten Zivilisation zu sein – brauchte dann aber fast eine dreiviertel Stunde, um einen ordentlichen Barber zu finden, der zwar nicht wirklich günstig war, aber immerhin ein Meister-Zertifikat hatte. So ließ ich mir fast eine Stunde die Haare schneiden und den Bart stutzen, wobei ich zwar etwas Angst hatte, ob der Haarschnitt dann auch gut aussehen würde, ich dann aber trotzdem mit etwas innerem Aufschrei die Kontrolle abgab und den jungen Mann alles machen ließ. Er machte das mit so einer Geduld und so einer Perfektion, dass mir das fast schon ein wenig zu viel war.

Am Ende kam aber ein ziemlich gutes Ergebnis heraus, beim Bart gab ich ihm eine grobe Richtung, er machte noch diesen und jenen Vorschlag, bei dem ich ihm freie Hand gab – am Ende sah ich nicht mehr wie dieser Einsiedler aus dem Urwald, sondern wie ein ordentlicher Mensch aus.

Als ich fertig war, kam die Nachricht von Felix – treffen bei ihnen – perfekt abgepasst, lief ich ca. 5 min zu ihnen – besser hätte es gar nicht laufen können. Wir warteten auf Lee – er kam und kam nicht, war aber auch nicht bei Whatsapp online, so dass man ihn hätte erreichen können. Erst mal im nächsten 7 eleven kaufte Ruben dann ein 4-Pack Bier und wir schauten noch einmal ins Guest-House von den beiden nach, ob Lee inzwischen angekommen war – was nicht der Fall war. Auch Whatsapp-Nachrichten wurden von ihm nicht empfangen, so hinterließen wir ihm eine Nachricht und gingen zum “Rock me Burger” – einem echt verdammt guten Burger-Laden in Chiang Mai.
Unterwegs trafen wir dann Lee – irgendwie hatte er das Guest-House nicht gefunden und irrte so quer durch die Straßen.

Dann aßen wir Burger – 2 Lagen, 3 Lagen, tranken dazu echt krasse Cocktails, die anscheinend mit Trockeneis gemacht wurden, die blubberten und sprudelten und Neben quoll aus den Gläsern heraus – echt genial. Ich lud nach der Dschungeltour alle zum Essen ein – außerdem war ja Vatertag – der Sugar-Daddy, wie Ruben mich aus Spaß nannte zahlte halt – dann verließen wir den Burger-Laden.

Anschließend liefen wir zum Night-Bazar, holten unterwegs noch zwei 4er-Packs Bier. Auf der Bühne des Night-Bazar spielte eine ziemlich gute thailändische Rockband verschiedene Klassiker, natürlich tanzte keiner. Ruben und Felix waren wohl schon öfter da gewesen und Ruben spielte dann “Gogo-Tänzer” und animierte tatsächlich alle möglichen Leute zum Tanzen. Wieder einmal sorgten Spontanität und Charisma für Action. Sehr geil.

Dann fing es an zu regnen, die meisten Besucher verließen den Night-Bazar, Ruben tanzte trotzdem weiter. Irgenwann war es dann wirklich einfach zu nass, wir setzten uns am Night-Bazar noch unter eine Plane, Ruben drehte sich um, sah einen recht hoch gewachsenen Typen mit Michael Jordan-Shirt und einer Elvis-Frisur, flux sprach ihn Ruben auf die Frisur an und wir lernten John kennen, einen Amerikaner mit einem deutschen und einem koreanischen Eltern-Teil, der aber schon ziemlich lange in Deutschland lebt. Er hat vor ein paar Monaten alles in Deutschland erst mal aufgegeben, um eine Asien-Tour zu machen, jetzt besucht er gerade Thailand.
Man kam so ins Gespräch, bis irgendwann alles auf dem Night-Bazar zu war. Es regnete wie aus Kübeln, wir überlegten, ob wir zurück zum Hotel oder noch etwas feiern wollten – wir entschieden uns für letztes. Ich hab dann ein Tuk-Tuk angehalten, in den 10s war ich schon pitschnass, dann zwängten wir uns zu fünft in das Tuk-Tuk, wobei wir bis auf Lee und John alle pitschnass wurden – Ruben und ich auf der linken Seite, weil wir links saßen, Felix auf der rechten.

Wir hielten dann am Spicy – einem Nachtclub, der zumindest bis nach 0 Uhr geöffnet hat – zahlten unseren Mindestverzehr an Getränken und rockten die Bude bis etwa 1:45, wo der Club dann auch endgültig zu machte. Ruben, inzwischen komplett dicht, sammelte von allen möglichen Leuten Sprüche, etc. die er mit seinem Edding auf sein weißes T-Shirt schreiben ließ, für jeweils einen Kuss (auf den Mund). Das hat wohl auch tatsächlich funktioniert, zumindest ab und an. Ich schrieb ihm “Geilster Tag ever” auf das Shirt, zusammen in dem Club zu tanzen war einfach kolossal und hat echt Riesen-Spaß gemacht. Dann die Überlegung – noch etwas machen, oder ab nach Hause. Mich wollte eine Motor-Taxi-Lady mitnehmen, echt ganz niedlich, aber am Ende haben wir uns dann doch entschieden, noch woanders hinzufahren.

Da Lee am nächsten Tag früh raus musste, verabschiedeten wir uns von ihm und suchten dann ohne Lee ein Tuk-Tuk.

Der Tuk-Tuk-Fahrer machte dann den Vorschlag ins Forever zu fahren. Es stellte sich als vollkommen überteuerter Karaoke-Schuppen mit Girls-Begleitung heraus, das jeden mindestens einen Tausender (Baht) gekostet hätte. Nach langem hin- und herdiskutieren, verließen wir diesen Karaoke-Schuppen ohne was zu bestellen um mit dem immer noch wartenden Taxi dann ins nächste Etablissement zu fahren. Das hieß gleich, sah fast genauso ähnlich aus, allerdings ohne Karaoke und hier konnte man auch “nur trinken”, ohne gleich das ganze Paket zu nehmen. Wir tranken dann jeweils ein Getränk, die anderen quatschten mit zwei Mädels, irgendwann wurde mir das zu langweilig und ich machte dann den Abgang, fuhr mit dem Tuk Tuk ins Hotel, war dann kurz vor 4 im Hotel, machte noch schnell meine Steuer und schlief bis 6:30 also maximal 2,5 h, fühlte mich danach aber wieder extrem munter und wach (zumindest geistig).

Ich lief dann zum Chiang Mai Airport Plaza Einkaufszentrum, wo ich erst mal viel zu früh war – es war erst ca. 10:30, das Plaza machte aber erst 11:00 Uhr auf, quatschte noch ein wenig mit Ida, einer Schwedin, die gerade eine Detox-Kur nach der anderen in verschiedenen Ländern gemacht hatte und nun in Chiang Mai nach einer 10-Tages-Kur im Detox-Gefängnis shoppen wollte, man tauschte sich so ein wenig aus, ich gab ihr noch meine Nummern, ging relativ lustlos durch das viel zu europäisch aussehende Einkaufszentrum, aß dort noch relativ günstig etwas im Santa Fe-Restaurant und nahm anschließend wieder ein Tuk Tuk ins Hostel, wo ich mich noch ca. 1 h ausruhte. Irgendwann fing ich den Blog-Eintrag über den Dschungel an, bis mal irgendwann eine Whatsapp von Felix kam, dass sie Hunger haben, wann ich denn da sein könne. Ich machte mich fertig, lief zu ihnen hin, irgendwann kam auch John und wir gingen noch einmal in die Burger-Bude.

Danach noch einmal auf den Night-Bazar, wo zwar viele Leute, die Musik aber nicht gerade gut war. Ruben und Felix waren von der Nacht zuvor noch ziemlich fertig, waren auch noch Ziplining gewesen, so dass ihnen die Müdigkeit quasi in den Knochen steckte. So waren alle bereits gegen 21:30 Uhr irgendwie zu müde, wir verabschiedeten uns noch voneinander und jeder ging dann seiner Wege.

Eigentlich wollte ich mir noch ein T-Shirt mit DJ Bruce Lee holen, lief aber irgendwie in die falsche Richtung, weg vom Night-Market. Dann beschloss ich, ins Zoe in Yellow zu gehen, welches ziemlich gut bewertet und wohl der Schuppen für Backpacker ist. Nach etwa 20 min laufen, bin ich rein, war eine ziemlich gute Location – mehr so ein richtiges kleines Viertel von zusammengehörigen Kneipen, mit verschiedenen Dance-Floors – ein Main-Floor mit typischer Charts-Mucke, ein recht kleiner Floor mit Techno, getrennt von einer kleinen Gasse dann ein Rock-Schuppen. Echt cool. Getränkepreise waren auch mehr als angenehm – ein großes Bier für 100 Baht ist ein Spitzen-Preis. Ich tanzte dann bis 0 Uhr auf dem Techno-Floor fast durchgängig durch, danach schloss dann leider der Club.
Einer auf dem Techno-Floor sah so krass nach meinem Cousin Steffen aus, als wäre er sein Klon. Nicht nur das Aussehen, auch die Bewegungen, etc. erinnerten mich sehr an ihn. Vielleicht ist ja Luca-Phillipp auch in Thailand? Wer weiß.

Glücklich und nach ca. 2 Stunden richtig schön abtanzen habe ich dann ein Tuk-Tuk genommen, bin ins Hostel und schlief glücklich ein. Zwei echt tolle Party-Nächte in Chiang Mai.

Morgen gehts nach Pai für zwei Tage, dann wieder kurz zurück nach Chiang Mai und dann mal sehen. Leider sind nach meiner Pai-Tour Ruben und Felix schon im Süden, vielleicht treffe ich mich ja aber noch mal mit John und wir gehen was unternehmen. Es ist so genial, so schnell neue Freunde kennenzulernen.

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