ช้อปปิ้งในกรุงเทพฯ – Cĥxp pîng nı krungtheph‡ – Einkaufen in Bangkok

Hallo zusammen, heute war ich mal auf großer Shopping-Tour, auch wenn ich gar nicht soviel eingekauft habe, um nicht zu sagen, dass ich noch nicht mal alles geholt habe, was ich eigentlich noch gebrauchen könnte. Trotzdem war das ein Super-Erlebnis, auch wenn ich mir von dem ganzen Laufen ein paar Blasen eingefangen habe. Aber das macht nichts, das Erlebnis war es wert.

Heute morgen nach einem ausgieben Frühstück gegen kurz nach 7 habe ich meine Sachen gepackt und habe mich zwischen 8 und halb 9 zu Fuß auf den Weg ins MBK Einkaufszentrum gemacht. Laut Maps sind das nur knapp 1 1/2 Stunde von meinem Hotel zu Fuß zu gehen, spannenderweise hätte ich mit dem Bus eine ähnliche Zeit gebraucht. Da das Einkaufzentrum erst um 10 Uhr aufgemacht hat, war zu Laufen optimal, hätte ich mir ein Taxi genommen, wäre ich viel zu früh da gewesen. Also bin ich losmarschiert, diesmal in die andere Richtung als gestern. Ich nahm beim Laufen förmlich die Energie der ganzen Stadt auf.

Der Verkehr hier ist echt abenteuerlich – gegenüber Deutschland muss man hier echt aufpassen als Fußgänger – ein vermeintlicher Zebrastreifen an einer größeren Kreuzung ist eben kein Zebrastreifen, an dem alle Autos anhalten. Es ist lediglich eine Zone, wo Fußgänger vielleicht etwas sicherer über die Straße gehen können, als woanders. Es gibt viele Kreuzungen, da gibt es zwar Ampeln für Autos aber eben nicht für Fußgänger. Da ist zwar ein „Zebrastreifen“ aber niemand hält sich dran. Da muss man höllisch aufpassen, nicht überfahren zu werden.
Und wenn es Fußgängerampeln gibt und diese sind grün, heißt das ebenfalls nicht unbedingt, dass man gefahrlos gehen kann, die Moped- und Motorradfahrer fahren nämlich bei jeder Farbe der Ampel – Hauptsache sie werden nicht umgefahren. Und Links-Abbieger (durch den Links-Verkehr ist das wie bei uns Rechts-Abbieger) achten auch nicht unbedingt auf die Fußgänger.

Ich finde Bangkok eigentlich nur bedingt schön – es ist laut, an einigen Ecken sehr dreckig, viele Abgase / Smog, es herrscht überall ein wildes Treiben und ein Chaos, das man darin echt die Nerven verlieren könnte. Aber trotzdem funktioniert alles – der Verkehr und das Zusammenleben. Trotz des ganzen Chaos, des Lärms und der Abgase hat Bangkok etwas, was mich extrem fasziniert. Soviele Menschen mit relativ wenig Platz und trotzdem sind alle freundlich zueinander, lebt man miteinander statt nebeneinander. Das ist eine Situation, die mich echt begeistert, wenn mir so bestimmte Dinge in der westlichen Welt anschaue, wenn sich Nachbarn bis aufs Blut verfeinden, nur wegen eines Baums, etwas Krach oder einer falsch gezogenen Grundstückslinie…

Was mich auch extrem fasziniert, sind die Schulen in Bangkok. Diese sind wahre Oasen mit riesigen Grundstücken, weit angelegten Parks und modernen, schönen Gebäuden. Hier scheint man wirklich viel Wert auf eine angenehme, unbeschwerte Schul- und Universitätsbildung zu legen, bei der man Spaß und Freude hat. Echt schön.

OK, ich schweife ab – eigentlich wollte ich ja von meiner Shopping-Tour erzählen. Auf alle Fälle bin ich dann in Richtung Einkaufzentrum gelaufen und habe ein ganz anderes Bangkok erlebt, als gestern. In die Richtung der Shopping-Zentren sind jede Menge Hochhäuser und Wolkenkratzer. Nichts von den relativ runtergekommenen 3-4 schössigen Gebäuden, die ich gestern in die andere Richtung erlebt habe. Hier mal ein paar Fotos, von meinem Weg:

Da ich morgens los bin konnte ich auch die etwas von der Arbeitswelt aufschnappen, das geschäftige Treiben der Leute, die in ihre Büros gehen. Dazwischen aber wieder jede Menge Stände, die Obst, Gemüse, Suppe, gebratenes Fleisch oder süßes Gebäck verkaufen, sogar eine Sängerin, saß dort und sang mit ihrem Mikrofon irgendein Lied, ein junger Künstler klimperte etwas weiter entfernt auf seinem Keyboard herum. Irgendwie verrückt, aber trotzdem ein Erlebnis.

Kurz nach den ganzen Hochhäusern ging es dann rechts ab und plötzlich war man in einer Gasse, die in etwa so aussah, wie gestern morgen. Wieder abgebogen und schon sah die Gegend wieder komplett anders aus. Echt merkwürdig.

Vorbei an einer Universität, dessen Gelände wie ein großer Stadtpark aussah, an einer großen Baustelle, sah ich dann schon das Einkaufszentrum – das MBK – wohl eines der größten Einkaufszentren in Bangkok. Ca. 10 Minuten vor um 10 erreichte ich dann den Eingang, musste noch ein paar Minuten warten, bis es aufmachte.

Hier mal das Einkaufszentrum von außen:

Als es dann los ging, hab ich mir erst mal ein „Directory“ also ein Verzeichnis des Einkaufszentrums geholt.  7 Stockwerke – der Wahnsinn. Irgendwie hat jedes Stockwerk ein Haupt-Thema, z.B. der 4te Stock alles was mit Handys, Tablets und Co zu tun hat, der 5. alles mit Kameras. Da ich mir einen Foto-Apparat kaufen wollte – die Handy-Kamera liefert leider nicht allzu gute Bilder, die meines Thailand-Handys: Xiaomi Redmi Note 4 noch viel gräußlichere Bilder und meine Sony Kamera von zu Hause leider nicht mehr in mein Rucksack passte, wollte ich mir eine kleine Knipse mit etwas Zoom für ein paar bessere Schnappschüsse holen. Also bin ich erst mal in die 5. Etage gefahren – um festzustellen, dass die meisten Geschäfte dort erst 10:30 Uhr oder 11:00 Uhr aufmachen. Toll. In den Auslagen der Geschäfte waren dann eigentlich auch nur die übelst teuren Kameras zu sehen, alle so ab 9.900 Baht, was so ca. 300 Euro entspricht. Das war mir dafür echt zu teuer. Also immer weiter gesucht, in einem Shop habe ich am Preisschild mal eine für 4500 Baht gesehen, genau dieses Geschäft hatte aber aus irgendwelchen Gründen auch immer (stand nur in Thai dran, aber ich konnte 10:30 – 14:00 lesen) zu. Toll. Die anderen Läden abgeklappert, alles nur teure System- oder Spiegelreflex-Kameras. Mist.

Relativ enttäuscht bin ich dann eine Etage tiefer gefahren und dachte plötzlich, ich bin nicht mehr in dieser Mall, sondern auf dem Wochenmarkt. Ein Handy-Stand am nächsten, bestimmt um die hundert, einer am anderen fast die ganze Etage voll. Der Wahnsinn und das in einem „normalen“ Kaufhaus. Das hat mich echt umgehauen, war echt total interessant. Dann eine Etage tiefer – hunderte von Ständen mit T-Shirts, Seidensachen, Basecaps, Schnitzerereien, wieder ein Stand an dem anderen. Teilweise Winterkleidung, z.B. Winterhandschuhe. Wo bitte in Thailand ist es so kalt, dass man Winterhandschuhe braucht oder Thermo-Hosen? Echt witzig. Wieder hat mich das total fasziniert, so viele Stände aneinander. Laufend wurde man natürlich angesprochen, vor allem von Herren aus den Shops, in denen man Anzüge und Hemden kaufen kann. Dort gab es übrigens überall das Angebot, 2 Sakkos, 2 Hemden, 2 Hosen und 2 Krawatten für insgesamt 299$ zu kaufen. Maßgeschneidert. Da bin ich mit 5000 Baht für meine Hemden am Montag doch nicht ganz so gut weggekommen, aber egal, ich muss mich einfach von dem Zwang lösen, alles so günstig wie möglich zu bekommen, sondern es einfach auch mal hinnehmen.

Das Durchstreifen durch diese Stände hat mir echt Spaß gemacht, irgendwie hat sich ein Grinsen auf mein Gesicht gelegt, weil diese positive Energie, die in diesem Wuseln herrschte, einfach in mich eingedrungen ist und mich geflasht hat.

Da ich irgendwann nicht mehr konnte und sich im Kamera-Stockwerk auch kein Laden finden ließ, bei dem ich eine günstige Kamera kaufen konnte, bin ich dann weitergezogen. Vorher habe ich mir noch eine Handy-Hülle für mein Thailand-Handy gekauft – das war eine echt lustige Anekdote. Wie bei vielen Ständen wurde mir kurz Hallo gesagt, ob ich denn irgendetwas suche. Bei den meisten Ständen gehe ich einfach weiter, winke ab und zeige kein Interesse.

Bei diesem einen Stand im 4. Stockwerk reagierte ich dann doch, und meinte, dass ich eine Hülle für ein Xiaomi Redmi Note 4 brauchen könnte. Der Händler fragte kurz, ob die Hülle so oder so aussehen solle, ich habe mich dann mit etwas Überredungskünsten des Händlers für die eine entschieden. Kurz den Preis ausgehandelt – und plötzlich meinte er:  „Moment ich hole mal schnell noch die Hüllen“. Also ist er losgerannt, wahrscheinlich in einen anderen Laden, hat sich mehrere (5 oder 6) in verschiedenen Farben gekauft (vermutlich zu einem günstigeren Preis als den Preis, den ich bezahlt) und hat mich dann eine von denen aussuchen lassen. Dann hat er mein Handy in die Hülle getan und fertig. Ich fand das urst komisch, aber auch echt schön, zeigt es doch, wie einfallsreich und klug doch diese Händler sind.

Nach dem MBK wollte ich dann zum Central World Shopping-Zentrum. Da das im gleichen Viertel, nur knapp 350 m entfernt liegt, bin ich da zu Fuß hin. Und prompt wurde ich wieder von jemandem angesprochen. Wo ich denn hinwolle, woher ich komme – die übliche Masche. Als ich sagte, dass ich ins Central World möchte, meinte er gleich, dass es doch dort in der Nähe zwei große Läden mit Werksverkauf gibt, bei denen es verschiedene Dinge zu einem 10tel des Preises als in den großen Malls gibt. Er hat mir die Sachen aufgemalt und ich dachte, er wollte es mir zeigen, wo das liegt. Statt dessen ist er mit mir zu einem Tuk Tuk gegangen, für 100 Baht bringt mich das TukTuk dorthin und wartet auch noch zwischendrin. Nicht noch mal mit mir – als er mich ins Tuk-Tuk verfrachten wollte, habe ich ihm dann freundlich abgesagt – und bin weitergelaufen. Zweimal mache ich den Fehler nicht – zumal mein Bedarf an Hemden und anderen maßgeschneiderten Sachen aktuell echt gedeckt sind.

Auf dem Weg zum Central World kam ich dann am Siam Center / Siam Paragon vorbei.

Die Figuren fand ich echt witzig und musste die fotografieren. Im Siam Center habe ich eigentlich nur ein paar Restaurants gefunden und wenige Läden, ich vermute, weil das eigentlich nur der Bahnhof der Skytrain ist. Das Sky Paragon sah mir zu sehr versnobbt aus – alles so etepetete, nur die hochwertigsten Marken, das brauchte ich nicht – mein Rucksack wird mit den 3 Hemden sowieso schon übervoll sein, daher kann ich erst mal nichts weiteres zum Anziehen gebrauchen.

Auf dem Weg zum Central World habe ich wieder einmal diese chaotische Energie von Bangkok gespürt, welche mich irgendwie happy macht.
Im Central World angekommen, suchte ich mir erst mal ein Restaurant, hatte ich ja langsam Hunger bekommen – immerhin war es da schon gegen 13:30. Also in den 6. oder 7. Stock gefahren – ich weiß nicht mehr.


Sorry, leider war mein Finger im Bild – habe ich irgendwie nicht mitbekommen.

Nochmal mit Finger, aber längst nicht so ersichtlich.

Dann habe ich irgendwann bei einem Thai Cuisine-Restaurant angehalten, mir meine lang ersehnte „Tom Kha Gai“-Suppe (Hühnersuppe mit Chilli, Zitronengras und Kokosmilch) und „Rindfleisch mit schwarzem Pfeffer und süßer Chillisauce mit Gemüse“ bestellt. Lustigerweise kam das Fleisch zuerst, erst als ich fast fertig war, kam die Suppe. Schon das Duften der Suppe hat in mir ein Feuerwerk der Gefühle ausgelöst. Als ich sie dann gegessen habe, war ich total glücklich.

Zufrieden und satt, habe ich dann endlich einen Stand gefunden, an dem es eine vernünftige Kamera zu einem relativ vernünftigen Preis gab. Ich habe etwas mehr als 5200 Baht für die Kamera inkl. 32 GB SD-Karte ausgegeben, was in etwa 140 Euro entspricht, für eine Canon Ixus 190 ein halbwegs ordentlicher Preis. Nach dem Einkauf der Kamera bin ich dann noch etwas durch das Zentrum gewandert, hier gab es ebenfalls auf verschiedenen Etagen verschiedene Themen, allerdings fühlte sich das gegenüber dem MBK alles so steril und unpersönlich an – alles „normale“ Geschäfte – nur mal der eine oder andere Stand, aber längst nicht so lebhaft und wuselig, wie im MBK.

Einzig die Kinder-Etage war ganz niedlich mit einem großen Lego-Baubereich, wo aber die ganze Zeit irgendsoeine Trulla in den nervigsten Tönen kommentiert hat (vielleicht war es ja ein Wettbewerb oder was auch immer) und einem richtig schönen Kinderspielbereich. Da ich aber allein da bin, war mir das dann doch zu peinlich, dort zu spielen.

Also verließ ich Central World und bin noch mal zurück ins MBK. Auf dem Weg sprachen mich noch welche an, die wohl für ein Kinder-Projekt Geld und Wünsche (Sprüche in Herzchen) sammeln, flux kaufte ich ein T-Shirt für 300 Baht – für den guten Zweck – warum auch nicht. So fühlte ich mich gleich noch besser.

Im MBK saugte ich noch einmal diese einzigartige Energie in mich auf, kaufte mir noch ein Basecap mit „Bangkok Thailand“ handelte es ein wenig herunter, was die Händlerin spannenderweise sofort akzeptierte, fand aber wieder keine Flipflops. Die sagten mir entweder nicht wirklich zu, waren zu klein, oder komplett aus Gummi, was ich überhaupt nicht mag.
Vielleicht ja noch ein andernmal.

Irgendwann konnten meine Füße einfach nicht mehr und ich hatte genug vom Einkaufstrubel. Also lief ich wieder in Richtung Hotel, auch wenn das Laufen langsam zur Qual wurde. Irgendwann fragte ich einen Tuk Tuk-Fahrer (der Fahrer quatschte mich mal wieder an), ob er mich zum Hotel bringen konnte. Mehrmals fragte ich nach einem Preis, er wollte mir aber wohl keinen sagen, also schlug ich 50 Baht vor – für eine Strecke von knapp 4 km. Das war ihm wohl zu wenig und da er auch keinen anderen Preis nannte, lief ich dann weiter.

Kurze Zeit später winkte mich dann ein Motorrad-Fahrer zu sich. Es war ein Motorrad-Taxi, was es in Bangkok wohl ziemlich häufig gibt. Bis gestern habe ich mich immer gewundert, wieviele Motorradfahrer eine Warnweste anhaben, ob die wohl Streifenpolizist oder so seien. Heute morgen habe ich dann aber mehrere junge Damen gesehen, die von so einem Motorrad-Fahrer irgendwo abgesetzt wurden und dem entsprechenden Fahrer etwas Geld in die Hand drückten, da war mir klar, dass das Motorrad-Taxis sind.

Ich ging dann zu dem Motorrad-Taxi-Fahrer rüber, sagte ihm wo ich hinwolle, er nannte mir 80 Baht als Preis, den ich auf 70 herunterhandelte und los ging die wilde Fahrt. Es war echt ein Abenteuer, auch wenn es 1-2 Situationen gab, wo ich ein klein wenig Angst bekam. Am Ende brachte er mich aber sicher zum Hotel, ich bedankte mich bei ihm und ging glücklich in mein Hotelzimmer.

Das einzige, was mich jetzt etwas nervt, ist, dass ich irgendwie die Abgase noch die ganze Zeit in Mund und Nase habe, vermutlich war das heute zuviel des Guten. Morgen werde ich mal etwas ruhiger machen und gegen Abend noch mal zu der Touristen-Information fahren, um die Fahrt in den Norden zu planen. Ich bin mal echt gespannt.

Jetzt werde ich mal an den Pool gehen, heute gibt es großes BBQ mit Burgern und Spare-Ribs. Das klingt gut, nach dem ganzen Gelaufe kann ich mir das eigentlich mal gönnen. Bis später.

ประสบการณ์กรุงเทพฯ – Pras̄bkārṇ̒ krungtheph – Bangkok erleben

Gestern habe ich mal einen Ausflug in die direkte Umgebung meines Hotels gemacht, in Berlin oder Hamburg würde man sagen „den Kiez erkunden“. Auch wenn das nur ca. 2-3 Stunden war, war es doch ein echtes Erlebnis. Bangkok hat so viele Gegensätze, auf der einen Seite so viele moderne Wolkenkratzer, eine Straße weiter dann aber die heruntergekommensten Häuser mit verrosteten und kaputten Blechdächern.
Interessant fand ich, dass es hier überall, quasi in jedem Haus irgendeinen Laden gibt, entweder irgendeine Suppenküche oder Imbiss, viele Motorrad/-roller-Händler, Hinterhof-Werkstätten und Auto- und Motorrad-Teile-Zubehör-Händler. Dazwischen mal der ein oder andere Obst-Händler, mal ein kleiner 7-Eleven-Supermarkt und ein paar Händler für den üblichen Ramsch, einige kleine Handyläden, sprich alles bunt gemischt.

Und man muss echt aufpassen, nicht über Hunde oder Katzen zu stolpern, die quer verstreut auf dem Fußweg herumliegen.

Ich bin auch an einer Schule vorbeigelaufen, die der absolute Wahnsinn war. Sehr modern, riesig groß und quasi ein Dschungel als Schulhof. Überall Palmen und Bäume eine Oase der Ruhe in dieser Großstadt-Wüste. Da will man auch gern wieder Schüler sein.

Beim Durchlaufen der Straßen dann eine Flut an Gerüchen unterschiedlichster Art. Auf der einen Seite intensiver Fisch-Geruch von irgendwelchen Fisch-Gerichten, gepaart mit Knoblauch, Reis, gegrilltem Fleisch-Gerüchen, süßliche Düfte von den Früchten, die aufgeschnitten werden, bis hin zu Müll-Gerüchen und Auto-Abgasen. Ein echt irrer Mix, bei dem man nicht weiß, ob es nun gut riecht oder nicht.

Ein echt irres Erlebnis. Leider können die Fotos nicht im Ansatz ausdrücken, wie das hier alles ist. Heute geht es mal in das größte Einkaufszentrum Asiens – ich bin da mal echt gespannt, wie das wird. Ich berichte da auf alle Fälle darüber.

เดินทางถึงกรุงเทพฯ – Deinthāng t̄hụng krungtheph – Ankunft in Bangkok

Nun habe ich es endlich geschafft und bin in Bangkok angekommen. Der Flug mit Turkish Airlines war sehr angenehm – ich muss sagen, gegenüber den mir bekannten Airlines ist Turkish Airlines sehr komfortabel und gut ausgestattet. Neben relativ bequemen Sitzen mit eingebautem Entertainment-System bieten Sie ziemlich gutes Essen und Getränkeauswahl ohne Extra-Kosten. Also auch Bier, Wein, Whisky, Wodka, alles was das Herz begehrt. Dazu gratis Kopfhörer und für die Nacht ein „Hygiene-Paket“ mit Schlafmaske, Socken, Zahnbürste und Zahnpasta, Lippenbalsam und zwei Flaschen Wasser.

Der Umstieg in Istanbul gestaltete sich als relativ stressig, da der Hinflug ca. 1/2 h Verspätung hatte und der nächste Anschlussflug sowieso ein relativ knappen Zeitplan hatte. Eigentlich sollte der Anschlussflug 19:10 Boarding haben, angekommen bin ich aber gegen 19:15 Uhr. So war ein wenig Aufregung angesagt, am Anfang sah doch schlimmer aus, als es dann am Ende war – eigentlich war  noch genug Zeit für das Umsteigen.

Auf dem Flug von Istanbul nach Bangkok saß ich in der hintersten Reihe ohne jeden Sitznachbarn – also 3 Plätze für mich allein.
So bekam man auch als erster Essen, Trinken, etc. – was für ein Glück.

Schlafen konnte ich leider nicht wirklich, laufend klapperte irgendetwas, weil die Flugbegleiter irgendetwas verräumten, ging jemand auf die Toilette, was ziemlich laut war, oder ging mir einfach soviel im Kopf rum bzw. war so eine Aufgeregtheit in mir, dass es nur bei einigen Nickerchen blieb.
Pünktlich um 9:20 landeten wir dann in Bangkok. Das Beitragsfoto ist übrigens ein Blick aus dem Bankoker Flughafen in den Innenhof.

Bei der Passabfertigung habe ich mal wieder die langsamste Schlange erwischt, obwohl ich im Mittelfeld der zu kontrollierenden Leute war, war ich am Ende doch fast der letzte der die Passkontrolle verließ. Thailändische Gemütlichkeit eben, aber nicht schlimm, ich bin ja im Urlaub.

Mein Rucksack war dann relativ schnell da und ich verließ die Gepäckabfertigung, um mir eine Möglichkeit zu suchen, weiter zu kommen. Da ich erst ab 14:00 Uhr in mein Hotelzimmer durfte, beschloss ich, erst mal in Richtung Khao San zu fahren. Ich entschloss mich, zu Beginn mal mit dem Bus zu fahren, ist es doch der günstigste Weg vom Flughafen weg zu kommen. Also erst mal orientieren – um die Busstation zu finden. Erst bin ich zu den Shuttle-Bussen gelaufen – was wohl komplett falsch war. Als ich aus dem klimatisierten Flughafen kam, erst mal ein richtiger Schock, des Klimas wegen. Extrem hohe Luftfeuchtigkeit – es regnete ja – und relativ starke Hitze. Echt krass.

Nachdem ich gesehen habe, dass die Shuttle-Busse nicht das sind, was ich brauche, dann wieder zurück ins Terminal und habe erst mal an den Informationsstand geschaut. Dort stand dann, dass die Busse am Ausgang 7 standen, ich aber am Ausgang 1 war. Also bin ich dann hingelaufen und mir den Bus S1 Richtung Khao San geschnappt. Nach einer ewigen Busfahrt (bestimmt 3/4 h), bin ich dann zwischendrin einfach ausgestiegen, an einem Platz, wo massenhaft Busse standen und wo sich auch das National-Theater und das nationale Museum befinden.

Dort etwas rumgelaufen, um mir mal den in der Nähe liegende Tempel anzusehen. Und prompt quatscht mich so ein freundlicher älterer Herr an, wo ich denn hinwill, etc. Ein paar Minuten später saß ich in einem Tuk-Tuk mit einer Mini-Stadtrundfahrt für gerade mal 60 Baht, angefangen mit der großen Buddha-Statue.

Hier mal ein (wenn auch relativ schlechtes) Bild der Pagode bei der großen Buddha-Statue. Leider wird die große Buddha-Statue (die ist bestimmt 15m hoch) gerade renoviert, so dass man die schlecht besichtigen kann. Und fotografieren darf man die Buddhas auch nicht.

Danach ging es zum schlafenden Buddha. Diesen hatte ich schon einmal im Netz gesehen, sicherlich war er imposant, aber viel spannender waren die anderen Statuen. Vor allem Buddha-Statuen, auf denen Buddha schon ein alter Mann ist, hatte ich vorher noch nie gesehen, die haben mich dort am meisten beeindruckt. Und eine aus Stein, Marmor oder vielleicht auch Porzellan, bei der Blattgold nur am Saum des Tuches aufgetragen wurde, war wunderschön.

Nach den beiden „Sehenswürdigkeiten“ ging es dann ans geschäftliche – eine Fahrt zum Schneider und dann zur „Touristen-Information“. Ich hatte von solchen Fahrten schon einmal im Reiseführer gelesen, bin da trotzdem drauf „reingefallen“.

Außerdem hatte ich mir sowieso vorgenommen, mal ein paar maßgeschneiderte Hemden (vor allem aus Seide) machen wollen, daher war das nicht wirklich schlimm – ich war offen dafür ohne mich darüber zu ärgern. Sicherlich habe ich mich etwas über den Tisch ziehen lassen, da ich die Preise aber nicht so hingenommen habe, und etwas gehandelt hab, war das vertretbar. Außerdem habe ich mir nicht alles aufschwatzen lassen, so dass ich da einigermaßen glimpflich davon gekommen bin.
Ich denke, woanders hätte ich das bestimmt für 20-30% günstiger bekommen, aber egal. So habe ich drei maßgeschneiderte Hemden für 5.000  Baht (umrechnet ca. 137 Euro) bekommen, was jetzt nicht unbedingt günstig, im Vergleich zu Deutschland aber auch nicht unbedingt überteuert ist. Ich hoffe mal, die Qualität stimmt.

Die „Touristen-Information“ stellte sich dann als eine Art „Mini-Reisebüro“ heraus, was eigentlich gar nicht so schlecht war, erleichtert mir das doch die Planung in den Norden zu fahren enorm. So wurde flux die Fahrt nach Ayutthaya, Sukhotang, Chiang Mai und Pai geplant inkl. 2-3 tägige Wanderung und diversen Übernachtungen. Prima, das wollte ich sowieso machen, so ist das wenigstens etwas einfacher. Preislich war das für alles zusammen auch akzeptabel, im Netz hätte ich es wahrscheinlich ein paar Euro günstiger bekommen, aber dafür hätte ich wahrscheinlich mehrere Stunden planen müssen. Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.

Da ich wohl extrem übermüdet war, war ich komplett neben der Spur – hab laufend meine Sachen gesucht, das war mich schon fast peinlich.
Am Ende hat mich der Tuk-Tuk-Fahrer dann am Boot abgesetzt – das Hotel ist wohl besser mit dem Boot erreichbar gewesen. Die Richtung habe ich mir erfragt, wusste dann aber nicht, wie lang ich fahren musste und bin dann eine zu spät – auf der anderen Seite des Flusses ausgestiegen. Dann ca. 1h durch den Regen in der Gegend rumgeirrt, um am Ende irgendwann ein Taxifahrer zu fragen, der mich dann noch eine dreiviertel Stunde durch die Stadt gefahren hat, um dann endlich am Hotel anzukommen.

Ich war dann echt fertig mit den Nerven, durchnässt vom Regen und müde, da kaum Schlaf gehabt.
Mein Zimmer ist im 18. Stock, ganz oben also, ein Apartement mit Küche, Wohnzimmer, einem großen Schlafzimmer, Bad und einer Waschmaschine. Dazu ein kleiner Balkon mit Blick auf den hoteleigenen Pool. Nachdem ich kurz ein paar Whatsapps nach Hause mit ein paar Bildern geschrieben habe, bin ich dann so gegen 17:30 Uhr Ortszeit totmüde ins Bett gefallen und dann gegen 6:15 – 6:30 aufgewacht. Zwischendrin bin ich noch 1-2 mal aufgewacht, weil es in der Nacht ziemlich gewittert hat, die Donner sind durch den Tunnel-Effekt, der durch die Anordnung der Hotel-Türme entsteht, ziemlich laut gewesen.

 

Gestern habe ich bis auf das Frühstück im Flieger ganz vergessen, irgendetwas zu essen. Getrunken habe ich eigentlich auch nicht viel – etwas Wasser noch aus dem Flugzeug und beim Frühstück und noch in der Touristen-Info.

Heute morgen dann das erste Essen seit gestern und ich muss sagen – der Wahnsinn. Was es dort alles gab. Dim Sum, Sushi, Reis, Suppe, Eier in den verschiedensten Formen und Arten (sei es Rührei, gekocht, Omlett, Spiegelei, Eier in Tamarinden-Sauce,…), Brot, Brötchen, süße Teilchen, Toast, Waffeln, Indisch, jede Menge Obst, Gemüse und Salate, Würstchen, Wurst, Käse, … – ich war echt überwältigt, was es da für eine Auswahl gab. Dazu echt guten Kaffee und verschiedene Säfte, ich bin enorm begeistert.

Ich werde mal schauen, ob ich morgen mal ein paar Fotos davon mache. Heute werde ich dann nur mit Tagesrucksack erst mal die nähere Gegend durchforsten, ausgeschlafen und mit offeneren Augen.

ระหว่างทาง – Rah̄ẁāng thāng – Auf dem Weg

Nun ist es so weit, ich sitze im Zug nach Berlin um dann über Istanbul nach Bangkok zu fliegen. Die Nacht über konnte ich ziemlich schlecht schlafen, neben Aufgeregtheit hatte ich auch noch ziemliche Rückenschmerzen.
Heute morgen bin ich dann viel zu früh durch die Gegend getigert, erstens, weil ich irgendwie laufend das Gefühl hatte, irgendetwas nicht eingepackt zu haben, auf der anderen Seite war ich wieder zwiegespalten, ob es wirklich das richtige ist, die 4 Wochen allein nach Thailand zu fliegen, während meine Familie zu Hause bleibt. Daher war ich kurz davor, kalte Füße zu bekommen.

S. hat mir aber sehr geholfen, mich bestärkt, dass es das ist, was ich machen soll und was mir vor allem für meine Heilung gut tut. Irgendwie haben meine Eltern in einem Telefonat gestern, unbewusst Zweifel in mir hoch gebracht, obwohl ich sie nach außen hin souverän und selbstbewusst abblitzen lassen habe, hat sich das Unterbewusstsein dann aber doch gemeldet und etwas Angst und Zweifel geschürt. Das hat sich dann irgendwie bis heute morgen noch verstärkt.

S. und meine Kinder haben mich dann bis zum Bahnhof begleitet, es war ein echt merkwürdiges Gefühl, nach inzwischen einem dreiviertel Jahr rund um die Uhr beisammen sein, sie mal wieder für längere Zeit nicht zu sehen. Da der Zug relativ lange Aufenthalt hatte, habe ich das Gepäck ins Abteil gepackt und dann auf dem Bahnsteig noch etwas mit ihnen geredet und gescherzt. Immer wieder sagte ich dabei scherzhaft, dass ich das Gepäck nach Berlin fahren lasse, ich selbst aber da bleibe. Im Inneren zeigt das aber immer noch meinen Zwiespalt, denn obwohl ich es scherzhaft gesagt habe, hat ein Teil von mir echt daran gedacht, draußen stehen zu bleiben und wieder nach Hause zu fahren.

Jetzt ist der Zug aber abgefahren, im übertragenden und echten Sinn :-).
Als ich mein Notebook zum Schreiben dieser Zeilen ausgepackt habe, habe ich ein „Abschiedsgeschenk“ gefunden.

Nachdem ich es ausgepackt habe, war ich zu Tränen gerührt, ein Notizbuch fürs „Offline schreiben“ meiner Erlebnisse, kein stinknormales, sondern ein ganz edles, für meine ganz edlen, lebensverändernden Erlebnisse. Darin ein Foto meiner Familie und ein paar Zeilen, dass Sie mich sehr lieben und mich, weil sie mich lieben, auf diese Reise gehen lassen, damit es mir dann wieder gut geht. Einfach der Wahnsinn.

Ich bin mal gespannt…

ซื้อจำนวนมาก – Sụ̄̂x cảnwn māk – Grosseinkauf

So langsam aber sicher, nähert sich mein Abflugtermin, Zeit mal eine Einkaufs-/Packliste zu erstellen, was ich entweder schon besorgt / schon habe, oder aber noch besorgen muss. Im Beitragsbild seht ihr mal ein Foto von meinen bisherigen Utensilien, die ich schon besorgt habe. Die Klamotten und Schuhe habe ich bis auf die Regenjacke nicht mit aufs Bild genommen – ich werde die erst kurz vor meiner Reise richtig packen.

Der Rucksack, den ich mir extra für Thailand gekauft habe, ist absolut genial – überall ist Platz für die diversesten Sachen – vorn ist ein sehr weiträumiges Fach, in dem das Moskito-Netz problemlos verstaut werden kann, im Deckel ist ein Fach, in dem ich meine Regenjacke verstauen kann. Und innen ist noch eine MENGE Platz für meine T-Shirts, Hosen, U-Hosen, Badehosen, etc.

Die Regenjacke ist übrigens echt Spitze – sie hat schon den ersten (deutschen) Dauerregentag problemlos überstanden und mich dabei ordentlich trocken gehalten.

Richtig Spitze finde ich auch den Reiseschlafsack, der zusammengepackt winzig klein ist und damit quasi in jede kleine Lücke im Rucksack passt. Die Taschenlampe ist auch der Hit, viel preiswerter als im Baumarkt hat die doch eine extreme Leuchtkraft und ist dabei ziemlich klein. Ich habe die für knapp 15 Euro im Doppelpack bei Amazon bekommen – echt ein günstiger Preis für so eine Power.

Speziell für die Reise habe ich mir vor ca. 3 Monaten ein Trekstor C11-Notebook zugelegt, was zwar nicht allzu viel Power (hat nur ein Celeron-Prozessor) hat, aber dafür schnell bootet, superkompakt und leicht ist und dabei auch noch optisch was her macht. Außerdem kann man bei Bedarf auch eine M.2-SSD nachrüsten, zwar nur in der kurzen Variante, aber die kann man relativ günstig bei Trekstor selbst kaufen.
Einziger Wermutstropfen ist, dass dort leider kein Linux drauf laufen mag, weil es ein UEFI32-Bios drauf hat aber einen 64bit-Prozessor. Trotz angeblicher Unterstützung von 32bit-UEFI liess sich Fedora-27 nicht dazu bewegen, auf irgendeine Art und Weise zu starten. Naja, aber mit Windows 10 reicht es für ein bisschen Surfen, Blog schreiben und Office allemal.

Jetzt mal die Aufstellung meiner Reise-Sachen

bereits besorgt
  • Rucksack 45l von Montis Leman – hat gute Rezensionen und 45l sollten eigentlich ausreichend sein (Amazon)
  • ein NORDKAMM 5l Dry Bag zum trockenhalten von den wichtigsten Dingen (Amazon)
  • eine kleine superhelle Taschenlampe udaily sk68
  • ein gutes Taschenmesser
  • einen Backpackers Journey Reiseschlafsack
  • ein Moskitonetz
  • ein Bambus-Reise-Handtuch
  • eine wasserdichte Handy-Hülle
  • Nobite Deet 50%-Anti-Mücken-Spray
  • Adidas Core 15 Regenjacke
  • 1 Ock Zip-Off Wanderhose
  • kleines Notebook – Trekstor C11 Volksnotebook
  • einige T- bzw. Polo-Shirts
  • Trecking-Schuhe
  • kurze Hosen / Bermudas
  • „normale Hose“
  • 2 Badehosen
  • Hemd(en) für formelles
  • Unterhosen
  • Desinfektionsmittel
  • tägliches Wasch-/Pflegezeug, wie
    • Zahnputz-Zeug
    • Duschgel / Shampoo
    • Kamm
  • Sonnencreme und After-Sun-Lotion
  • Fotoapparat
  • bite-away Anti-Mückenstich-Stift
  • Sweatshirt / Strickjacke

Update 25.04.

  • Reiseapotheke speziell:
    • Immodium akut gegen Durchfall
    • Ibuprofen 400 gegen Schmerzen und Fieber
    • Pflaster
    • Desinfektionsmittel für die Hände (bereits besorgt)
    • Desinfektions-Spray für Wunden, etc.
    • Aloe-Vera-Gel gegen Verbrennungen, etc
  • Aufblasbares Nackenkissen – habe ich in der Apotheke als Gimmick geschenkt bekommen
  • Brust-Beutel mit RFID-Blocker
  • Regenhülle für mein Notebook-Rucksack die Regenhülle hat sich als ziemlicher Mist rausgestellt, ist die über den Rucksack gezogen, kann man den Rucksack nicht mehr richtig auf den Rücken packen, da bei Anlegen eines oder beider Gurte die Regenhülle wieder abrutscht
  • Hut
  • Smartphone für Thailand-Karte – hier habe ich mir ein Xiaomi Redmi Note 4 bei efox-shop.com für knapp 173 Euro gekauft (169,99 zzgl. 2,xx € Gebühren)
  • Wandersandalen
aktuell noch zu besorgen
  • Trinkflasche – werde ich über die aktuell laufende Treueaktion von Kaufland besorgen
  • Tagesrucksack – werde ich mir auch über die Treueaktion von Kaufland besorgen
  • Flip-Flops – die werde ich mir wahrscheinlich in Bangkok besorgen
  • Soventol / Bepanthen oder Panthenol-Spray

ฉีดวัคซีน – C̄hīd wạkhsīn – Impfen

Nun sind es nicht einmal mehr 2 Wochen bis es los geht. Als Vorbereitung habe ich quasi einen Impf-Marathon hinter mir.

Auch wenn das nicht gerade billig ist und ich über 600 Euro fürs Impfen ausgegeben habe, ist mir der Schutz vor Krankheiten doch wichtiger als das Geld.

Das Angenehme ist, dass man das alles komplett hier in Dresden im reisemedizinischem Zentrum des Krankenhaus Friedrichstadt machen lassen kann. Da das auch relativ nah zu meinem aktuellen Kunden-Standort ist, hat sich das regelrecht angeboten.
Die Ärzte und Schwestern sind alle sehr zuvorkommend und beraten einen kompetent, wogegen man sich impfen sollte und wie man sich auch vor Malaria, Dengue- bzw. Gelbfieber schützen kann. Großen Dank an das Team vom reisemedizinischem Zentrum noch einmal.

Am Ende war ich 4 mal beim Impfen und habe folgendes machen lassen:

  • Typhus:
    • nur 1x gespritzt
    • 3 Jahre aktiv
    • Kosten: 35,37 € (28,68 € + 6,69€ Impfgebühr)
  • Hepatits A war noch vorhanden
  • Hepatitis B
    • 2 Impfungen innerhalb von 4 Wochen
    • dritte Impfung 5 Monate nach der ersten
    • 1-2 Monate nach der dritten Impfung erfolgt eine Kontrolle auf Antikörper.
    • Wenn die Antikörper einen bestimmten Wert übersteigen ist man lebenslang immun gegen Hepatits B
    • Kosten: 79,76 € / Impfung (69,04 € + 10,72€ Impfgebühr)
  • Japanische Enzephalitis
    • 2 Impfungen die 2. einen  Monat nach der ersten
    • die dritte dann 2 Jahre später.
    • 10 Jahre aktiv
    • Kosten: 103,20 € / Impfung (96,51 € + 6,69 € Impfgebühr)
  • Tollwut
    • 3 Impfungen 0 – 7 – 28
    • eine vierte dann nach 1-2 Jahren.
    • 10 Jahre aktiv
    • Kosten: 66,93 € / Impfung (60,24€ + 6,69€ Impfgebühr)

Alles in allem wie bereits geschrieben nicht billig, aber notwendig. Wenn man sich die Krankheiten holen sollte, wird das viel teurer – mal ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Risiken, Ausfällen, etc.

Denkt daher bei Reisen in die Tropen ans Impfen und wenn möglich, dann am besten 2-3 Monate vor der Reise, dadurch dass einige Impfungen mehrfach gespritzt (meist im Abstand von 1 Monat) werden müssen, solltet ihr da nicht zu spät anfangen.

การวางแผนการเดินทาง – Kār wāngp̄hæn kār deinthāng – Reiseplanung

Nach den ganzen möglicherweise verstörenden Posts über meine Depressionen schreibe ich mal wieder ein wenig über meine bevorstehende Reise.

Die letzten Tage habe ich auf vielen Seiten über Thailand herumgesurft um die „optimale Reiseroute“ zu finden. Da es aber so viele Seiten gibt, war das echt nicht leicht. Ich denke aber, nun eine halbwegs sinnvolle Route gefunden zu haben, über die ich natürlich auch gleich berichten möchte.

Da ich keinen Pauschaltourismus-Urlaub machen möchte, sondern Thailand als „Backpacker“ erleben will, möchte ich möglichst viel von Thailand sehen. Daher werde ich mir, auch wenn die Zeit von 4 Wochen relativ knapp bemessen ist, sowohl den Norden als auch die Inseln im Süden anschauen. Dass das möglicherweise relativ stressig und anstrengend sein wird, ist klar, daher werde ich die verschiedenen Ziele nur grob abstecken und dann dort, wo es mir gefällt länger, dort wo es mir nicht gefällt kürzer verweilen.

Los gehts am 29.04. – dann fliege ich von Berlin aus, über Istanbul nach Bangkok. Da der Flug über Nacht geht, komme ich am 30.4. vormittags in Bangkok an.

1. Station: Bangkok / Ayutthaya

Hier werde ich erst einmal 3-4 Nächte übernachten, meinen Jetlag ausschlafen, und die Stadt beschnuppern und am 3. oder 4. Tag einen Tagesausflug nach Ayutthaya durchführen.

Ggf. übernachte ich dort auch, da die Verkehrsanbindung zumindest laut 12asia.go relativ schlecht ist, werde ich aber voraussichtlich wieder nach Bangkok zurück fahren.

2. Station: Sukhothai

Weiter gehts nach Sukhotai. Dort werde ich mir die historische Tempelanlage ansehen, eine Nacht bleiben und dann weiter nach Chiang Mai reisen.

3. Station: Chiang Mai

Hier bleibe ich 4-5 Nächte, wobei ich am Überlegen bin, in dieser Zeit eine geführte 2 oder 3-Tageswanderung durchzuführen und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten ansehen, u.a. die Tempel-Anlagen, den Markt uvm.
Vielleicht gefällt mir Chiang Mai ja so gut, dass ich dort noch etwas länger bleibe – mal schauen.

4. Station: Phuket

Nach dem Norden gehts mit dem Flieger in den Süden, erstes Ziel ist dabei Phuket. Ich werde dort für ein paar Tage übernachten und mal versuchen, die Insel zu umrunden – sei es zu Fuß, mit einem Leihfahrrad oder dem Auto – mal schauen, was der beste Weg ist. Je nachdem, wie es mir dort gefällt bleibe ich länger oder kürzer. Neben Insel-Erkunden steht dort vor allem Erholung, Strand und Relaxen im Vordergrund.

5. Station: Insel-Hopping

Nach Phuket werde ich mal versuchen, quasi ein Insel-Hopping zu machen, welche Inseln ich da besuche, werde ich mir dann relativ kurzfristig aussuchen. Mal hier mal da, dort wo der schönste Strand ist und wo es mir am besten gefällt bleibe ich dann erst einmal.

6. Station: Zurück nach Bangkok und Heimreise

Nach dem Relaxen werde ich am 24. oder 25.  dann wieder zurück nach Bangkok, noch 1-2 Tage zum Shoppen nutzen und am 27.05. dann wieder die Heimreise antreten, so dass ich am 28.05. gegen späten Vormittag wieder in Deutschland bin.

ฉันมีความสุข – C̄hạn mī khwām s̄uk̄h – Ich freue mich

Juhu – Flug ist gebucht, Start ist am 29.04. – zurück bin ich wieder an meinem Geburtstag den 28.05.
Wie immer habe ich etliche Zweifel gehabt, ob ich wirklich buchen sollte oder nicht, war ein halbes Dutzend mal schon im Bestellvorgang der Airline bzw. der entsprechenden Reise-Seite und habe aus Zweifel immer wieder abgebrochen.

Heute habe ich es dann endlich übers Herz gebracht und auf den Buchen-Knopf gedrückt. Bin ich erleichtert.

Reiseführer ist schon auf meinem tolino, genauso wie ein Guide zum ersten Mal Backpacking.
Habe auch schon fleissig angefangen zu lesen und auch schon die ersten Ideen im Kopf, welche Orte ich besuchen kann und möchte.

Das aber zur späteren Zeit.

สวัสดี – Sà-Wàt-Dee – Hallo

Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Blog-Beitrag in meinem Reiseblog.

In Kürze werdet ihr hier verschiedene Dinge für meinen ersten „Selbstheilungs“-Tripp, wie Hintergründe, Reisevorbereitungen aber auch Erfahrungen, Tipps und später natürlich auch viele Fotos vorfinden.

Der erste Tripp geht nach Thailand und zwar von Ende April bis Ende Mai. Mehr dazu jedoch später.

Ich hoffe, das Lesen des Blogs macht Euch genausoviel Spaß wie mir das Schreiben.